Auf den ersten Blick macht das Iconia Tab W500 einen interessanten Eindruck. Es gibt einen kapazitiven 10,1-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln, WLAN nach 802.11n und Bluetooth 3.0 sowie eine 1 GHz schnelle Dual-Core-CPU von AMD mitsamt 2 GByte Arbeitsspeicher. Und das 970 Gramm schwere Tablet kommt mit Windows 7 – ob das gut geht, verrät der Testbericht.

Design

Die Front des W500P beziehungsweise das 10,1 Zoll große Display, das hier dominiert, überzeugt. Es löst 1280 mal 800 Pixel auf, bietet gute Blickwinkel sowie eine farbenfrohe und scharfe Darstellung. Dank kapazitivem Panel ist Multitouch möglich. Sprich: Auch Windows kann coole Mehr-Finger-Gesten wie Zoomen durch Spreizen der Finger – ganz wie Apple und Android. Die glänzende Oberfläche des Bildschirms hat allerdings störende Reflexionen zur Folge.

Acer stattet das Tablet mit einem Lagesensor aus, der den Bildschirminhalt automatisch in die richtige Position bringt. Wie bei Tablets üblich kommt es allerdings manchmal zu Fehlinterpretationen der Lage und zu sinnlosem Herumgedrehe.

Der Neigungswickel des gedockten Tablets lässt sich leider nicht verstellen.
Der Neigungswickel des gedockten Tablets lässt sich leider nicht verstellen.

Das Tablet fühlt sich robust an. Daran ist sicherlich das Gewicht fast einem Kilogramm nicht ganz unschuldig. Zum Vergleich: Das iPad 2 wiegt in der WLAN-Ausführung beispielsweise 601 Gramm. Zudem hat das Acer-Tablet mit einer Dicke von 1,59 Zentimeter fast die doppelte Bauhöhe der 0,88 Zentimeter flachen Apple-Maschine.

Im Displayrahmen ist ein Windows-Button integriert, der die gleiche Funktion hat wie der auf einer normalen PC-Tastatur. Zudem findet sich dort eine VGA-Webcam für Videokonferenzen. Auf der Unterseite des Displays ist Dock-Anschluss angebracht. Die Keydock-Tastatur gehört bei der von uns getesteten, 699 Euro teuren Version namens W500P zum Lieferumfang.

Das Tablet sitzt in einem festgelegten Winkel auf der Tastatur, der leider nicht verändert werden kann. Anders als bei einem Notebook hat man nicht die Möglichkeit, Reflexionen durch Neigen des Displays zu beseitigen.

Ein weiterer Nachteil von Acers Konzept ist, dass man das W500 nicht auf dem Schoß betreiben kann. Das 970 Gramm schwere Tablet macht die Konstruktion insgesamt sehr kopflastig – sie kippt sehr leicht nach hinten um. Die Tastatur selbst wiegt übrigens 610 Gramm.

Das Keyboard bietet Chiclet-Tasten im Stil von Apples MacBooks mit klar definierten Druckpunkten. Statt eines Touchpads gibt es einen Trackpoint zwischen den Tasten G, H und B. Tablet und Tastatur können für den Transport zusammengesteckt werden. Beim Testgerät war der Mechanismus allerdings defekt, sodass wir den Nutzen leider nicht bewerten können.

Die Tastatur hat keine Handballenauflage, was beim Schreiben etwas gewöhnungsbedürftig ist. Einen Fingerabdruckleser gibt es nicht.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Acer Iconia W500 im Test: Windows-7-Tablet mit Ansteck-Tastatur

  • Am 31. Juli 2011 um 09:59 von kris

    CPU-Leistung
    Die zähe Bedienung liegt nicht an der CPU, sondern an der billigen SSD die verbaut wurde, dem absolut nicht responsiven Touch-Panel und dieser schlechten Acer-Oberfläche.
    Hättet ihr CrystalDiskMark mal drüber laufen lassen, hättet ihr das gemerkt und auch ein Blick zum Iconia A500 mit genau der selben Touch-Panel Problematik hätte geholfen.

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