RIM BlackBerry PlayBook im Test: kleiner, aber feiner iPad- und Android-Konkurrent

Wer dachte, die Tablet-Schlacht würde ausschließlich zwischen Apple und Google ausgetragen, muss sein Weltbild neu ordnen. Research in Motion ist zwar spät dran, hat seine Zeit aber gut genutzt. Und das BlackBerry PlayBook zeigt eindrucksvoll, dass es der Hersteller wirklich ernst meint mit seinem Tablet. Alle Einzelheiten gibt’s im Testbericht.

Für Deutschland hat RIM leider noch keine Preise bekanntgegeben. In den USA orientieren sich die Anschaffungskosten an denen des iPad 2: Die 16-GByte-Ausführung ist ab 499 Dollar erhältlich. Für 32 beziehungsweise 64 GByte werden 599 respektive 699 Dollar fällig. Das BlackBerry PlayBook steht in Übersee ab dem 19. April in den Regalen. Wie drei der sechs iPad-Versionen verfügt das Tablet-Trio von RIM nur über WLAN, nicht aber über UMTS. Eine Ausführung mit Mobilfunk soll jedoch noch dieses Jahr folgen.

Die wichtigste Frage vorweg: Ist das PlayBook ein iPad-Killer? Für private und professionelle User, die voller Überzeugung ein BlackBerry-Handy anstelle eines iPhones in der Hosentasche tragen, lautet die Antwort eindeutig „ja“. Für alle anderen gilt wohl eher das Gegenteil. Aber angesichts des 7-Zoll-Displays ist es ohnehin schwierig, das PlayBook direkt mit dem Apple-Tablet zu vergleichen. Denn zum ausgiebigen Surfen beispielsweise ist uns der Bildschirm einfach immer noch zu klein.

Design

Das BlackBerry PlayBook gehört mit Sicherheit zu den kleinsten Tablets auf dem Markt. Das Gehäuse misst 19,4 mal 13,0 mal 1,0 Zentimeter und siedelt sich, was den Formfaktor angeht, recht nah am ersten Samsung Galaxy Tab an. Die 10-Zoll-Schinken, die es dieses Jahr hagelt, sind ein ganz anderes Kaliber. Obwohl das PlayBook das eines der rechenstärksten 7-Zoll-Tablets ist, das uns bisher untergekommen ist, fällt es mit 425 Gramm recht leicht aus.

Beim ersten Blick auf das Gerät fällt auf, dass es auf der Vorderseite keine einzige Taste gibt. Wie beim Motorola Xoom reichen für die Bedienung ausschließlich virtuelle Schaltflächen aus. Rund um das 1024 mal 600 Pixel auflösende Display befindet sich ein etwa 1,8 Zentimeter dicker Rahmen, in den rechts und links Stereo-Lautsprecher eingelassen sind. Oberhalb des Displays sitzt die Linse der 3-Megapixel-Webcam. Daneben bringt der Hersteller einen Umgebungslichtsensor unter, der die Displayhelligkeit automatisch regelt. In die Rückseite des Tablets ist eine weitere Kamera integriert, die Standbilder mit 5 Megapixeln und Videos mit 1920 mal 1080 Bildpunkten aufnimmt.

So weit so gut. Weniger positiv fällt die Oberseite des PlayBook aus. Hier befindet sich die winzige Ein/Aus/Hold-Taste, die so weit im Gehäuse verschwindet, dass man regelrecht mit der Fingerspitze nach ihr bohren muss. Packt man das Gerät dann auch noch in eine Schutzhülle, ist es fast unmöglich, den Knopf zu erreichen. Diesem Problem sehen sich PlayBook-Nutzer jeden Tag gegenüber – denn anders bekommt man das Display nicht angeschaltet, wenn das Tablet schlummert. Zugegeben, vielleicht hat nicht jeder potenzielle PlayBook-Besitzer solche Wurstfinger wie wir – aber vor dem Kauf ausprobieren ist auf jeden Fall Pflicht. Außerdem finden sich auf der Oberseite noch Tasten zur Lautstärkeregelung und zum Starten beziehungsweise Pausieren der Medienwiedergabe.

Der rote Power-Knopf auf der Oberseite des BlackBerry PlayBook ist zu klein und zu tief ins Gehäuse eingelassen.
Der rote Power-Knopf auf der Oberseite des BlackBerry PlayBook ist zu klein und zu tief ins Gehäuse eingelassen.

Auf der Unterseite des PlayBook gibt einen Anschluss für eine optional erhältliche Ladestation sowie einen Micro-USB- und einen Micro-HDMI-Port. Ein HDMI-Kabel ist leider nicht im Lieferumfang enthalten. Die Anschaffung lohnt sich allerdings, denn das PlayBook schießt über den Ausgang Videosignale in 1080p nach draußen und spiegelt auf Wunsch einfach den gesamten Bildschirminhalt auf einen Fernseher oder Beamer.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu RIM BlackBerry PlayBook im Test: kleiner, aber feiner iPad- und Android-Konkurrent

  • Am 18. Dezember 2013 um 22:54 von jan2606

    Das Blackberry Playbook ist & jetzt wird es zeit „eine Lanze zu brechen“ für Blackberry Samartphone User fast schon Pflicht, die Funktionalität mit der BB Bridge ist klasse. Mit aktuellen Preisen im Internet um die EUR 150 füer 64 GB (ein Schnäppchen!!) ist es – gerade wenn man viel geschäftlich unterwegs ist – günstig und hebt sich wohltuend vom üblichen Tablett Einerlei ab. Wirklich handlich mit guter Performance braucht man eigentlich nicht mehr wenn es um das Thema Email und Internet geht. Besonders praktisch die Print-tp-go Software … einmal installiert lässt sich jede art von Dokument als pdf auf das Tablett speichern einfach und genial. Es muss ja nicht immer Apple oder Samsung sein (hat ja bereits Jeder 😉 ) Das übliche Gewese das es zuwenig app gibt ist schon richtig aber mit freier Software im Internet lässt sich fast jede Android Software auf dem BB zum Laufen bringen …aber wer braucht die ganzen App eigentlich. Für mich immer ein Totschlag Argument um die Produkte der „Marktführer“ an den Mann zu bringen und noch reichen zu machen. Alles in Allem ein tolles Produkt mit guter Funktionalität und Performance zu einem unschlagbaren günstigen Preis. Ich bin „best“ zufrieden, hey aber schlussendlich muss ja jeder für sich selbst entscheiden, oder ?!?

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