LG Optimus Pad im Test: 8,9-Zoll-Tablet mit Android 3.0 und 3D-Kamera

Das LG Optimus Pad ist erst das zweite Tablet, das mit der Tablet-Version 3.0 von Googles Android-Betriebssystem ausgeliefert wird. Motorolas Xoom – das erste Honeycomb-Gerät überhaupt – konnte uns im Test zwar grundsätzlich überzeugen, hat aber mit einigen Schwächen und Kinderkrankheiten zu kämpfen. Unsere Kollegen von CNET.com hatten bereits die Gelegenheit, die amerikanische Ausführung des Optimus Pad namens T-Mobile G-Slate ausführlich zu testen.

LG setzt auf die dritte Dimension: Beim Smartphone Optimus 3D hat uns der südkoreanische Hersteller bereits mit einer 3D-Kamera und einem autostereoskopischen 3D-Display überzeugt. Das Optimus Pad bietet ebenfalls eine 3D-Kamera, verzichtet allerdings auf einen Bildschirm, der ohne Brille eine Tiefenwirkung vermittelt. Ob sich damit allerdings der im Vergleich zum Xoom und zum iPad 2 höhere Preis rechtfertigen lässt? Während LG 900 Euro für das Optimus Pad veranschlagt, kostet das Motorola-Tablet in der UMTS-Version lediglich 700 Euro, das iPad gibt’s mit Mobil-Internet bereits ab 600 Euro.

Design und Ausstattung

Mit seinem 8,9 Zoll großen Display ist das LG Optimus Pad deutlich kleiner als seine Konkurrenten Motorola Xoom (10,1 Zoll) und Apple iPad 2 (9,7 Zoll). Das Optimus Pad wiegt gut 100 Gramm mehr als das iPad 2, fühlt sich aufgrund der Gewichtsverteilung im Gehäuse aber deutlich schwerer an. Mit 12,9 Millimetern ist das LG-Tablet etwa ein Drittel dicker als das das 8,8-Millimeter-iPad-2. Hält man das Optimus Pad und seinen Apple-Konkurrenten im Querformat nebeneinander, so sind die Bildschirme etwa gleich breit. In der Höhe unterscheiden sich die beiden Displays dann allerdings um mehr als einen Zentimeter.

Das Optimus Pad liegt gut in der Hand – egal, ob man es im Hoch- oder im Querformat hält. Im direkten Vergleich zum iPad 2 und seinem extrem glatten Metallgehäuse sind wir beim LG-Tablet nie in Sorge, dass uns die Flunder gleich aus den Händen glitscht.

Auf der Unterseite des Tablets finden sich Ports für Micro-USB und Mini-HDMI. Oben auf dem Gehäuse gibt es eine Wippe zur Lautstärkeregelung sowie ein kleines Löchlein, hinter dem das Mikrofon sitzt. Rechts bringt der Hersteller zwei Lautsprecherchen unter, links einen weiteren. Ebenfalls links kommen Ein/Aus/Lock-Taster, Kopfhörerbuchse und Netzanschluss unter. Die SIM-Karte befindet sich hinter einer nahezu unsichtbaren Klappe auf der Rückseite, die man erst hineindrücken und dann aufschieben kann. Hier verbirgt sich übrigens auch ein Reset-Knopf.

Auf der Oberseite des Optimus Pad gibt es eine Wippe zur Lautstärkeregelung sowie ein kleines Löchlein, hinter dem sich ein Mikrofon versteckt.
Auf der Oberseite des Optimus Pad gibt es eine Wippe zur Lautstärkeregelung sowie ein kleines Löchlein, hinter dem sich ein Mikrofon versteckt.

Ein Tablet ohne einer beziehungsweise zwei Kameras? Das gibt es heutzutage nicht einmal mehr bei Apple. Das Optimus Pad setzt noch einen oben drauf und integriert gleich drei Digicams – eine mit 2 Megapixeln auf der Vorderseite für Videotelefonate und zwei mit 5 Megapixeln auf der Rückseite für 3D-Aufnahmen. Apropos Rückseite: Wer sich angesichts des silbernen Streifens über einen integrierten Standfuß zum Ausklappen gefreut hat, sei enttäuscht. Es handelt sich dabei um ein Designelement ohne Funktion.

In den USA bringt der Mobilfunkprovider T-Mobile das LG Optimus Pad unter dem Namen T-Mobile G-Slate in den Handel. Dort ist das Tablet mit einer Reihe von TV-Streaming- und Video-on-Demand-Services ausgestattet. Ob der Hersteller hierzulande ebenfalls mit T-Mobile kooperieren wird und ob vergleichbare Services mit an Bord sein werden, steht noch nicht fest. T-Mobile verfügt jedenfalls auch hierzulande mit Entertain über ein umfassendes Angebot, was Video on Demand und IPTV angeht. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir den Artikel aktualisieren.

Das amerikanische Optimus Pad verfügt außerdem über 4G-Unterstützung. Ob die hiesige Tablet-Version bereits den Mobilfunkstandard LTE oder das auf HSPA+ aufgebohrte UMTS – „3,5G“ – unterstützt, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Sollten diverse Streaming-Angebote mit im Paket sein, dürfte das Tablet aber ruhig über den einen oder anderen Datenturbo verfügen. Beliebiger Videocontent von Internet-Seiten gelangt dank vollwertiger Flash-Unterstützung jedenfalls problemlos auf den Bildschirm.

Mit an Bord beim Optimus Pad sind außerdem die in dieser Geräteklasse üblichen Ausstattungsmerkmale wie Bluetooth 2.1, WLAN nach 802.11n sowie Sensoren für Umgebungslicht, Beschleunigung und Lage. Ein 1 GHz schneller Dual-Core-Prozessor vom Typ Nvidia Tegra 2 und 32 GByte integrierter Flash-Speicher runden die Ausstattung ab.

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