Screebl für Android deaktiviert den Display-Timeout beim Lesen

Wer seinem Smartphone-Akku etwas Gutes tun will, regelt seinen Display-Timeout so, dass sich die Bildschirm-Hinterleuchtung nach kurzer Zeit herunterfährt. Denn neben den System-Komponenten und den aktiven Funkverbindungen verbrauchen die LCD- oder Super-AMOLED-Displays mit den meisten Strom. Liest man jedoch gerade eine E-Mail, einen Artikel im Webbrowser oder schaut sich ein Flash-Video an und tippt dabei nur selten auf den Schirm, kann der Display-Timeout ganz schön nervig sein. Und jedes Mal die Geräte-Einstellungen zu verändern, bevor man seinen Lieblingsblog öffnet, ist auch keine zufriedenstellende Lösung.

Ein interessantes Konzept, dass sich diesem Problem annimmt, hat die App Screebl. Mit Hilfe der Lagesensoren und einen vom Nutzer definierten Bereich, hält die App das Display am Laufen, je nachdem, in welcher Lage sich das Smartphone gerade befindet. Beim Lesen zum Beispiel hält man es typischerweise in einem leicht geneigten Winkel in der Hand. Ist die App richtig konfiguriert, schaltet sich dann das Display nicht mehr ab. Liegt hingegen das Smartphone flach auf dem Tisch, darf Android dem Bildschirm wie gehabt den Saft abdrehen. Ein Symbol in der Statusleiste verrät stets, wann Screebl eingreift und wann nicht.

In den Einstellungen unter dem Punkt Hoch- beziehungsweise Querformat kann der Nutzer den gewünschten Neigungswinkel per Schieberegler festlegen. Ein kleiner Pfeil zeigt dabei die aktuelle Ausrichtung des Smartphones an. Zudem kann der Nutzer bestimmen, wie groß der Spielraum sein soll, in dem das Display in Betrieb gehalten wird. Ob Screebl während eines Anrufs aktiv wird oder der Bildschirm doch lieber auf schwarz schaltet, ist ebenfalls auswählbar.

Neben der kostenlosen Version Screebl Lite gibt es auch noch eine Pro-Variante, die mit den Apps Locale und Tasker zusammenarbeitet, noch präziser die Display-Ausrichtung abtastet und weitere Icons für die Statusleiste mitbringt – Kostenpunkt: 1,39 Euro. Für die allermeisten User dürfte aber auch die Lite-Version vollkommen ausreichen. Ob mit Screebl – wie in der App-Beschreibung im Android-Market betitelt – der Akku wirklich länger hält, ist fraglich, da der im Hintergrund laufende Dienst selbst wieder Strom verbraucht. Aber das tut dem eigentlich Zweck keinen Abbruch: das Display in Betrieb zu halten.

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