Bei der Einführung seiner neuesten Chip-Generation Sandy Bridge leistete sich Intel einen schweren Lapsus: Aufgrund eines Fehlers im Chipsatz Cougar Point warnte der Chiphersteller davor, dass sich die Leistung der SATA-II-Ports langsam verschlechtern kann. Am Ende wird das Laufwerk möglicherweise nicht mehr erkannt. Alle Sandy-Bridge-Notebooks wurden zurückgerufen, die Einführung der Dual-Core-Maschinen verschoben.

Intel hat sein Versprechen offenbar gehalten und liefert seit Anfang April größere Stückzahlen des Chipsatzes aus. So langsam kommen die Notebooks mit Sandy-Bridge-Doppelkern auf den Markt. Der zum Test bereitgestellte 15-Zöller Medion Akoya E6221 gehört zu den ersten Vertretern. Es soll 629 Euro kosten und Ende April 2011 auf den Markt kommen.

Das Designkonzept des Akoya ist schnell erklärt: Alle Oberflächen sind mit schwarzem Hochglanzlack überzogen. Den Deckel durchziehen fast nicht sichtbare, weiße Linien, was aussieht wie gebürstet. Tatsächlich ist der Deckel aber komplett glatt. Der Schriftzug Akoya wurde aufgedruckt. Auf dem Chassis sind Fingerabdrücke deutlich zu sehen.

Die Verarbeitung ist in Ordnung. Allerdings gibt der Deckel schon bei leichtem Druck deutlich nach. Ansonsten zeigt das Chassis eine hohe Verwindungssteifigkeit.

Mit einem Gewicht von 2,6 Kilo, das Netzteil wiegt 400 Gramm, kann man das Akoya zwar mit sich herumtragen, wirklich portabel ist es aber nicht. Das Notebook dient eher als Desktop-Ersatz.

Eingabe und Display

Medion hat bei dem 15,6-Zöller eine Chicklet-Tastatur mit Ziffernblock untergebracht. Bei stärkerem Druck gibt sie aber etwas nach. Der Schreibkomfort ist ordentlich, da die Tasten einen ausrechenden Hub sowie einen deutlich definierten Druckpunkt haben. Oberhalb der Tastatur sind Softtouch-Tasten angebracht, mit denen sich das WLAN aktivieren und Medienwiedergabe steuern lassen.

Das ausreichend große Touchpad unterstützt Multitouch-Gesten und ermöglicht eine präzise Steuerung des Mauszeigers. Der Druckpunkt der darunter positionierten Maustasten ist sauber definiert.

Eine Überraschung ist das Display: Entgegen der Design-Philosophie des Gehäuses und der sonstigen Gepflogenheiten bei Consumer-Notebooks hat es eine matte Oberfläche. Spiegelungen und Reflexionen sind kein Thema. Das wird insbesondere hierzulande viele Nutzer freuen, die sich sonst bei Business-Notebooks umsehen müssten. Der 15,6-Zoll-Screen löst 1366 mal 768 Pixel auf. Er zeigt wie in diesem Preissegment üblich horizontal eine stark blickwinkelabhängige Darstellung, was sich durch eine Verstellung der Neigung aber umgehen lässt. Die im Display-Rahmen integrierte 1,3-Megapixel-Webcam liefert unter schwierigen Lichtbedingungen nur bei 640 mal 480 Pixel ein flüssiges Bild.

Schnittstellen

Leider liegen die meisten Schnittstellen relativ weit vorne auf der Höhe der Handballenauflage, eingesteckte Kabel sind oft den Händen im Weg. Rechts finden sich zwei USB-2.0-Ports sowie ein Kopfhörer-Ausgang und Mikrofon-Eingang. Links sind zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie HDMI positioniert. Zurückversetzt auf der linken Seite sind lediglich VGA, Gigabit-Ethernet und Stromanschluss. Die Schublade des DVD-Brenners befindet sich auf der rechten Seite. Auf der Rückseite hat das Medion keine Schnittstellen, vorne ist ein Kartenleser für die Formate MMC, SD Memory Stick und Memory Stick Pro zu finden. Einen Expresscard-Schacht hat das Notebook nicht.

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