Angetestet: Asus-Tablet Eee Pad Transformer mit Android 3.0 und Keyboard-Dock

Das Transformer gehört nicht nur zu den günstigsten Touch-Rechnern mit der Tablet-Version Honeycomb von Googles Smartphone-Betriebssystem, sondern wird in Kombination mit dem optional erhältlichen Keyboard-Dock gleich ein echtes Subnotebook – zumindest optisch. Ob das Gerät damit auch praxistauglich ist, haben unsere Kollegen von CNET.com ausprobiert.

Tablets sind Verkaufsschlager? Das gilt wohl nur für Apples iPad. Die gesammelte Konkurrenz muss sich da schon etwas einfallen lassen, um auf nennenswerte Zahlen zu kommen. Die einfachste Schraube, an der man als Hersteller drehen kann, ist natürlich der Preis – wobei man aufpassen muss, dass das Gerät danach nicht zu billig wirkt. Und die andere Schraube sind außergewöhnliche Funktionen oder ein einzigartiges Design.

Beim Eee Pad Transformer haben die Asus-Entwickler ganz offensichtlich die richtigen Schrauben entdeckt – und sie auf das richtige Niveau gestellt. Zumindest wirkt das auf Anhieb so. Ob das auch im Detail stimmt, haben unsere Kollegen anhand eines US-Seriengeräts überprüft. Dort wechselt die Hardware ab sofort für 400 Dollar den Besitzer – in der WLAN-Version, wohlgemerkt. Bei uns soll das Android-Tablet mit Netbook-Allüren im zweiten Quartal zu haben sein. Ein genaues Datum nennt der Hersteller ebensowenig wie einen Preis.

Auf der CeBIT hatten wir bereits die Möglichkeit, uns das Gerät etwas näher anzusehen. Einen ersten Eindruck vermittelt unser Podcast.

Design

Noch bevor wir das Transformer zum ersten Mal einschalten, bleiben wir an den breiten Rändern auf der linken und rechten Seite hängen. 2,8 Zentimeter sind geboten. Tote Fläche ohne Display, sozusagen. Nicht hübsch, und extrem viel: Das Motorola Xoom beispielsweise wirkt mit seinem 1,3-Zentimeter-Rahmen deutlich schlanker. Damit ist das Gerät auch insgesamt vergleichsweise groß. Das kann man mögen – schließlich gibt es hier mehr Griff-Fläche. Man kann es aber auch, naja, schlicht hässlich finden.

Das ist sicherlich Geschmackssache. Fakt ist aber, dass nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Display mit einer Diagonalen von 10,1 Zoll ordentlich groß ist. Dabei hat es eine Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln. Das ist etwas mehr als das iPad darstellt – hier sind es 1024 mal 768 Pixel bei einer Diagonalen von 9,7 Zoll.

Wie bei den anderen Android-Tablets fühlen wir uns auch beim Transformer im Querformat am wohlsten – im Gegensatz zum iPad, das sich ja wie ein großes iPhone am besten im Hochformat präsentiert. Apropos halten, leider sind die Ecken und Kanten des Asus-Androiden nicht abgerundet. Damit fühlt es sich in der Hand unangenehm, ja fast schon einschneidend an. Es reicht natürlich nicht aus, um Blut zu sehen, aber ein etwas höherer Kuschelfaktor würde uns schon gut gefallen.

Die Verarbeitung des Tablets ist in Ordnung. In der Hand wirkt das Gerät weitgehend solide. Der Eindruck wird nur hier und da etwas getrübt. Wenn man von den scharfen Kanten einmal absieht, fällt uns noch auf, dass die Rückseite vergleichsweise weit nachgibt, wenn man sie mit dem Finger etwas eindrückt. Beim Alu-Gehäuse des iPad gibt es das nicht, und auch die Android-Konkurrenten von LG oder Motorola hinterlassen einen solideren Eindruck. Die Rückseite des Transformer ist übrigens texturiert und fühlt sich fast ein bisschen an wie Schlangenhaut. Damit bietet es einen ausreichenden Halt – und wir haben selbst mit schwitzigen Fingern nicht die Beführchtung, dass uns die begehrenswerte Hardware aus den Händen gleiten könnte. Hallo, iPad 2.

Die Lautsprecher hat der Hersteller links und rechts untergebracht. Außerdem gibt es zwei Kameras, eine mit einer Auflösung von 1,2 Megapixeln auf der Vorderseite und eine 5-Megapixel-Digicam auf der Rückseite. Beide haben ihre Position oben in der Mitte gefunden – wenn man das Gerät im Querformat vor sich hält.

Auf der rechten Seite entdecken wir den microSD-Speicherkartenslot, einen Mini-HDMI-Port zum Anschluss von HD-Fernsehern, Beamern oder Monitoren, das integrierte Mikrofon sowie die Klinkenbuchse zum Anschluss von Standardkopfhörern. Auf der linken Seite hat der obligatorische Wippschalter zur Regelung der Lautstärke seinen Platz gefunden, außerdem sitzt hier der Ein-Aus-Lock-Taster. Unten gibt es einen proprietären, 40-poligen Dock-Connector, über den der Akku nachgeladen, die Verbindung zum Keyboard-Dock hergestellt und die Dateiübertragung via USB ermöglicht wird. Einen „normalen“ USB-Anschluss gibt es aber nicht.

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