Die Nikon Coolpix S9100 ist im Wesentlichen ihrer bereits im Januar erschienenen Schwester S8100 recht ähnlich. Das kleinere Modell verfügt allerdings „nur“ über einen zehnfachen optischen Zoom (30 bis 300 Millimeter), während die S9100 mit einem rekordverdächtigen 18-fach-Objektiv aufwartet, das einen Brennweitenbereich von 25 bis 450 Millimetern im Kleinbildäquivalent abdeckt. Was das Design und die Ausstattung angeht, sind sich die beiden Digicams im Übrigen recht ähnlich. Daran ist wohl auch die Tatsache nicht ganz unschuldig, dass in beiden Kameras das gleiche Herz schlägt: ein rückseitig belichteter 12-Megapixel-CMOS-Sensor.

Design

Wie ihre Schwester sieht auch die Nikon Coolpix S9100 schick aus und liegt gut in der Hand. Das Gehäuse ist wahlweise in Schwarz, Rot und Silber erhältlich und mit einem nicht einmal dreieinhalb Zentimetern für eine Kamera mit 18-fachem optischen Zoom unverschämt dünn – wenngleich auch etwas dicker als die S8100. Das Metallkleid ist mit griffigem Gummi beschichtet und fühlt sich sehr hochwertig an. Wie bei der S8100 gibt es auf der Vorderseite einen kleinen Steg, der den Fingern der rechten Hand etwas zusätzlichen Halt verleiht. Und ebenfalls wie bei der Vorgängerin befindet sich auf der linken Oberseite ein Ausklapp-Blitz, der hier immerhin nur bei Bedarf nach oben schießt – ein Schalter auf der linken Schieber des Gehäuses lässt ihn nach hervorklappen. Bei aktiviertem Blitz bleibt der linken Hand leider nur noch sehr wenig Platz, um die Digicam zu halten.

Mittig auf der Oberseite der S9100 sitzt das Stereo-Mikrofon. Leider sind sowohl optischer Zoom als auch Autofokus auf den Videoclips zu hören.
Mittig auf der Oberseite der S9100 sitzt das Stereo-Mikrofon. Leider sind sowohl optischer Zoom als auch Autofokus auf den Videoclips zu hören.

Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich ein Drehelement, das zum Wechseln des Aufnahmemodus dient. Hinten an der Kamera gibt es eine großzügige Daumenablage. Rechts davon sitzt eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme, darunter ein Wiedergabe-Knopf. Weiter unten schließlich folgen ein Vier-Wege-Pad samt mittigem Ok-Button und umliegenden Einstellrädchen sowie zwei Tasten für Menu und Delete. Das Pad dient nicht nur zum Navigieren durch die Menüs und zum Konfigurieren der Aufnahmeparameter, sondern gewährt auch direkten Zugriff auf die Einstellungen von Blitz, Selbstauslöser, Makromodus und Belichtungskorrektur. Das Einstellrad lässt sich recht freigängig drehen, rastet aber mit leichten Klicks ein und erlaubt somit insgesamt eine präzise Bedienung.

Für die schnellere Bedienung hat Nikon dem Vier-Wege-Pad der S9100 ein drehbares Einstellrädchen verpasst.
Für die schnellere Bedienung hat Nikon dem Vier-Wege-Pad der S9100 ein drehbares Einstellrädchen verpasst.

Um die Stromversorgung kümmert sich ein Lithium-Ionen-Akku, der laut Hersteller für bis zu 270 Aufnahmen am Stück durchhält. Im üblichen Praxiseinsatz muss man jedoch mit einer kürzeren Laufzeit rechnen, denn diese Werte entstehen bei Verwendung des normalen Fotomodus. Serienbildorgien und Videodrehs zehren aber kräftiger an den Energiereserven. Der Akku lässt sich in der Kamera selbst laden – wahlweise am USB-Port des PCs oder mittels des mitgelieferten Adapters an der Steckdose. Stromspeicher und Speicherkarte befinden sich hinter einer Klappe auf der Unterseite der Kamera. Daneben bringt Nikon einen kombinierten Mini-USB/AV-Port unter. Auf der rechten Seite des Gehäuses gibt es einen Mini-HDMI-Ausgang, um die Fotos ohne Umweg über den Rechner auf einem hochauflösenden Fernseher zu bewundern. Das dazu passende Kabel ist leider nicht im Lieferumfang enthalten.

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