Auch wenn die Panasonic Lumix DMC-GH2 wie eine kleine Spiegelreflexkamera aussieht, so fehlt ihr doch ein zentrales und auch namensgebendes Merkmal ihrer DSLR-Kollegen: der Spiegel. Auf diese Art und Weise lässt sich zwischen Objektiv und Bildsensor jede Menge Platz sparen, was für eine kompaktere Bauform sorgt. Apropos Sensor: Panasonic setzt auf einen Micro-Four-Thirds-Chip, der deutlich größer ist als die in Bridge- und Kompaktkameras verbauten Lichtfänger und etwas kleiner als die Bildsensoren, die in den meisten Einsteiger-DSLRs Verwendung finden. Der Micro-Four-Thirds-Standard wurde in Zusammenarbeit mit Olympus entwickelt. Dementsprechend ist die GH2 nicht nur zu Panasonic-, sondern auch zu Olympus-Linsen kompatibel.

Design

Die Panasonic Lumix DMC-GH2 erstaunlich klein und leicht. Mit Abmessungen von 12,4 mal 9,0 mal 7,6 Zentimetern und einem Gewicht von 460 Gramm ist sie ein ganzes Stück handlicher als die meisten Einsteiger-DSLRs. Auch das Kitobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 14 bis 42 Millimetern ist kompakter als die meisten Optiken, die bei Spiegelreflexkameras im Lieferumfang enthalten sind.

Trotz des vergleichsweise geringen Gewichts macht das Gehäuse der GH2 einen sehr soliden Eindruck. Nichts knarzt, nichts quietscht, die Abdeckungen und Klappen über den Anschlüssen machen einen stabilen Eindruck. Die Tasten wirken hochwertig und weisen präzise Druckpunkte auf. Der Handgriff lässt sich bequem greifen, könnte für Fotografen mit großen Händen allerdings etwas zu klein wirken – genau wie die ganze Kamera insgesamt.

Panasonic quetscht schon fast beängstigend viele mechanische Bedienelemente auf das kompakte Gehäuse – 21 Rädchen und Knöpfe, um genau zu sein. Und daneben gibt es ja auch noch den Touchscreen, über den sich alle Funktionen ebenfalls erreichen lassen. Wie bei klassischen Spiegelreflexkameras gibt es auf der Oberseite der GH2 eine Hutze. In ihr finden sowohl der Aufklappblitz als auch der elektronische Sucher Platz. Ganz vorne auf der Oberseite des Blitzes befindet sich das Stereomikrofon, dahinter findet der Zubehörschuh seinen Platz.

Rechts neben der Hutze sitzt das Modusrädchen. Es beherbergt neben den üblichsten halbautomatischen und manuellen PASM-Modi außerdem eine intelligente Automatik, eine Videofunktion, drei Plätze für benutzerdefinierbare Einstellungen, die drei Szenenprogramme Portrait, Landschaft und Nahaufnahme, einen Slot für alle weiteren Motivprogramme sowie einen Punkt namens Meine Farben. In letzterem hat der Fotograf die Möglichkeit, sich ein bestimmtes Farbprofil nach seinen Wünschen zusammenzuschustern oder eines der sieben vorgefertigten zu nutzen. Seitlich am Moduswahlschalter befinden sich zwei kleine Hebel. Der untere dient zum Ein- beziehungsweise Ausschalten der Kamera, der obere wechselt zwischen Einzelbild-, Serienbild- und Belichtungsreihenaufnahme sowie Selbstauslöser. Weiter rechts sitzen schließlich noch Auslöser, dedizierte Taste für den Videomodus und eine frei belegbare Funktionstaste (Fn1).

Praktisch: Der Taste "Fn1" auf der Oberseite lassen sich eine Reihe von Funktionen zuweisen, darunter Belichtungsreihe aktivieren, Blitzbelichtungskorrektur oder Fokusbereich einstellen.
Praktisch: Der Taste „Fn1“ auf der Oberseite lassen sich eine Reihe von Funktionen zuweisen, darunter Belichtungsreihe aktivieren, Blitzbelichtungskorrektur oder Fokusbereich einstellen.

Auf der linken Seite des Erhebung gibt es ein Rädchen zum Einstellen der Fokusart – hier stehen Gesichtserkennung, Mehrfeld- und Einzelfeldmessung sowie Verfolgungsautofokus zur Auswahl. Seitlich am Drehelement gibt es einen kleinen Schieber, mit dem der Fotograf zwischen Einzelbild-Autofokus, kontinuierlichem Autofokus und manuellem Fokus wechselt. Sobald man im manuellen Fokus am Schärferad dreht, zoomt die GH2 ins Bild hinein. Der vergrößerte Ausschnitt lässt sich beliebig verschieben. Zu guter Letzt sitzt seitlich an der Hutze noch ein mechanischer Schieber, der den integrierten Aufklappblitz nach oben schnellen lässt.

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