Prototyp im Test: Samsung Galaxy S2 i9200 mit Super-AMOLED-Plus-Display und Dual-Core-CPU

Auf dem Mobile World Congress im Februar hat Samsung sein neues Android-Flaggschiff vorgestellt. Die fast finalen Demo-Geräte für die Presse kommen in circa drei Wochen – und kurz darauf wird der Verkauf starten. Wir hatten bereits jetzt die Möglichkeit, den Dual-Core-Androiden mit dem tollen Display zwei Tage lang ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

Zugegeben: Als wir einen frühen Prototypen des Galaxy S2 in Barcelona zum ersten Mal in die Finger nehmen konnten, waren wir etwas enttäuscht. Nicht, weil das Gerät schlecht gewesen wäre – sondern schlicht, weil wir viel mehr erwartet haben. Unterm Strich gehört dieses Smartphone aber dennoch zu den besten seiner Klasse. Auch, wenn die Display-Auflösung im Vergleich zum Vorgänger nicht gewachsen ist und das im Vorhinein vermutete Metallgehäuse dann doch wieder dem Plastik weichen musste.

Design

Von oben betrachtet unterscheidet sich das neue Modell nur marginal von seinem Vorgänger. Wie gehabt ist die Oberseite – abgesehen von einem dünnen Rahmen aus glänzend schwarz lackiertem Kunststoff – vollständig von einer Glasscheibe überzogen. Oben in der Mitte prangt der Samsung-Schriftzug, unten gibt es übergangslos die drei bekannten Tasten. Der Home-Button ist ein mechanischer, rechteckiger Knopf aus Kunststoff, der seinen Platz in einer Aussparung im Glas gefunden hat. Links und rechts davon haben die Entwickler wie schon beim ersten Galaxy S zwei Soft-Touch-Tasten platziert – für Kontextmenü und Zurück. Solange die Beleuchtung der berührungsempfindlichen Bereiche unterhalb des Displays nicht aktiv ist, kann man ihre Funktion nur erahnen. Aber dafür lässt sich in den Anzeige-Einstellungen festlegen, wann und wie lang die Symbole erhellt sein sollen – beispielsweise dauerhaft oder nur im Dunkeln. Einen Trackball oder einen optischen Sensor, der diese Funktion übernimmt, gibt es nicht.

Auch an den Seiten des Smartphones gibt es nicht viele Elemente. Damit wirkt das Gerät aufgeräumt und weniger zerklüftet als einige seiner Mitbewerber. Samsung-typisch hat der Ein-Aus-Lock-Taster seine Position auf der rechten Seite im oberen Bereich gefunden. Unten entdecken wir ein kleines Loch, hinter dem sich das Mikrofon versteckt, sowie die Aussparung für die Micro-USB-Buchse. Links sitzen der obligatorische Wippschalter zur Regelung der Lautstärke und oben die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss des Headsets und von Standard-Kopfhörern. 

Die Rückseite besteht zum größten Teil aus dem abnehmbaren Akkudeckel aus recht dünnem Kunststoff, der stark strukturiert ist. Damit liegt das Gerät griffiger in der Hand als sein Vorgänger und fühlt sich auch etwas besser an. Unserer Meinung nach wirken die Glasrückseite des iPhone 4 oder die Unibody-Alugehäuse vieler HTC-Smartphones respektive der gummierte Kunststoff bei HTC-Akkudeckeln aber deutlich hochwertiger. Dieser Eindruck verstärkt sich noch beim Abnehmen der Klappe, denn sie ist so dünn, dass sie fast schon wabbelig wirkt, wenn sie nicht eingerastet ist. Aber das ist wohl der Preis für ein geringeres Gewicht und ein dünneres Design im Vergleich zur Konkurrenz. Das Galaxy S2 baut 8,5 Millimeter in die Höhe und bringt 116 Gramm auf die Waage, das iPhone 4 bringt es auf 9,3 Millimeter und 137 Gramm. Und: Stabil scheint es dennoch zu sein.

Die Wölbung im unteren Bereich der Rückseite, die wir zum ersten Mal beim ersten Galaxy S und später auch beim Nexus S von Samsung gesehen haben, gibt es auch hier. Allerdings fällt sie deutlich schwächer aus als bei den anderen Geräten. Im oberen Bereich der Rückseite hat die Kamera ihren Platz gefunden. Sie nimmt Fotos mit einer maximalen Auflösung von 8 Megapixeln auf und hat eine Foto-LED, die Aufnahmen in dunkleren Umgebungen ermöglichen soll.

Ausstattung

Das wohl wichtigste Merkmal ist das Super-AMOLED-Plus-Display. Es misst 4,3 Zoll in der Diagonalen und löst 800 mal 480 Pixel auf. Damit überragt es die Anzeige seines Vorgängers um 0,3 Zoll – und ist insgesamt schon fast kein Handy-Display mehr, sondern ein Netbook-Bildschirm. Freunde kleiner Smartphones werden hier natürlich nicht glücklich, aber wer genügend Freiraum in seiner Hosen- oder Handtasche schaffen kann, sieht Bilder, Youtube-Clips, Webseiten & Co. richtig groß. Dass dabei die Schärfe auf der Strecke bleibt, ist mehr ein theoretisches denn ein praktisches Problem. Natürlich hat das Galaxy S2 weniger Pixel pro Quadratzentimeter als sein Vorgänger oder das iPhone 4. Dennoch bemerken wir nirgendwo die typischen Darstellungsprobleme, wenn die Auflösung zu gering wird – also Treppeneffekte bei schiefen Ebenen oder Buchstaben. Solange man das neue Samsung-Flaggschiff nicht direkt neben ein aktuelles iPhone legt, wird man also keine Pixel vermissen. 

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Prototyp im Test: Samsung Galaxy S2 i9200 mit Super-AMOLED-Plus-Display und Dual-Core-CPU

  • Am 1. Mai 2011 um 22:37 von Susi

    ist das euer ernst?
    habt ihr das samsung testgerät zurückschicken müssen? aber die technischen fakten sprechen ja eindeutig gegen samsung….

  • Am 2. Mai 2011 um 05:45 von Tino

    am 30.04. ein Testbericht vom Prototyp
    Das kann ich nicht verstehen. Zum Marktstart noch einen Testbericht über de Prototypen raus bringen macht für mich keinen Sinn mehr. Ist die Bewertung doch überholt. Testet lieber die entgültige Version, die ab diese Woche ausgeliefert wird und am Sa in FFM vorgestellt wurde

    • Am 4. Mai 2011 um 09:56 von Daniel Schraeder

      AW: am 30.04. ein Testbericht vom Prototyp
      Hi Tino,

      danke für den Kommentar. Das Gerät, das ich letzte Woche für drei Tage hatte, war eins von denen, die am vergangenen Samstag in Frankfurt beim Galaxy-on-Ice-Event gezeigt wurde – und auf ihm läuft noch nicht die finale Software, weswegen Samsung uns gebeten hat, noch keine entgültige Bewertung live zu stellen.

      Das finale Gerät bekomme ich in circa zwei Wochen. Ich gehe nicht davon aus, dass der Verkauf zuvor starten wird – und warum sollte ich die Informationen, die ich schon mit dem Vorab-S2 sammeln konnte, für mich behalten, statt sie zu veröffentlichen?

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 3. Mai 2011 um 21:48 von Picky

    Was soll das denn?
    Also sorry, ihr solltet den test von leuten machen lassen die nicht mit nem apfel im arm einschlafen.
    Mal abgesehen das es plastik ist, ist es ein sehr hochwertiges plastik, was das geraet nicht schwer macht wie das iphoene!

    Und wie kann man biite eine woche vor deutschem start ein bericht ueber ein testgeraet machdn? Das ja wohl ein schelchter witz. Wenn sich eure partner cnet sieiten mal euren kram durchlesen wuerden, dann wuerde die deutsche seite warscheinlich geschlossen!
    Also eure seite wird mit nichten immer schlechter, war mal ein riesen fan von cnet, aber da machen andere seiten bessere test, siehe engadget, die zwar auch sehr eiphone lastig sind aber das sgs2 weit aus besser als das iphone 4 bewerten!

    • Am 9. Mai 2011 um 10:30 von Daniel Schraeder

      AW: Was soll das denn?
      Ich möchte an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass es sich hierbei um ein Preview, und nicht um einen Testbericht handelt. Wir haben auf ausdrücklichen Wunsch von Samsung noch keine Note vergeben, da es sich bei dem uns vorliegenden Gerät nicht um eine Serienversion handelt.

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