Panasonic Lumix DMC-TZ18 im Test: solider 16-fach-Superzoomer ohne große Neuerungen

Nicht nur der Megapixel-Wahnsinn, auch das Zoom-Fieber grassiert unter den Kompaktkameras. Die Hersteller quetschen immer stärker vergrößernde Objektive in immer kompaktere Gehäuse. Die Panasonic Lumix DMC-TZ18 bietet einen 16-fachen optischen Zoom in einem gerade einmal 3,3 Zentimeter dicken Metallkleid. Wie sich die derzeit rund 260 Euro teure Kamera in der Praxis schlägt, verrät der Testbericht.

Auf den ersten Blick ist die Panasonic Lumix DMC-TZ18 mit ihrer Schwester TZ22 identisch. Auf den zweiten Blick fallen ein paar kleine Unterschiede auf: Die TZ22 verfügt über einen GPS-Receiver und einen Touchscreen. Und über ein Stereo-Mikrofon. Achja, und sie nimmt Full-HD-Videos im AVCHD-Format auf und verfügt über eine dedizierte Aufnahmetaste. Ob das den Preisunterschied von fast 100 Euro rechtfertigt?

Nein? Die große Schwester der Lumix DMC-TZ18 verfügt auch noch über ein paar versteckte Qualitäten. Da wäre beispielsweise der Highspeed-CMOS-Sensor, der deutlich höhere Serienbildraten oder die Aufnahme von 3D-Fotos ermöglicht. Und auch erst bei näherer Betrachtung fällt auf, dass das Display der TZ22 doppelt so hoch auflöst wie das der TZ18.

Auch wenn die TZ22 anfangs nicht so aussieht: Die Preisdifferenz von 100 Euro ist sie potenziell mehr als nur wert. Wer allerdings auf den ganzen Schnickschnack verzichten kann und einfach nur auf der Suche nach einer zoomstarken Kompaktkamera mit manuellen und halbautomatischen Aufnahmemodi, ordentlicher Foto- und Videoqualität ist, könnte aber durchaus auch bei der TZ18 an der richtigen Adresse sein.

Design

Die Panasonic Lumix DMC-TZ18 sieht nicht nur ihrer aktuellen Zwillingsschwester TZ22, sondern auch ihrer Vorgängerin TZ8 zum Verwechseln ähnlich. Das Design der Front hat sich ein wenig verändert, und eine Taste, die sich vormals auf der Rückseite befand, sitzt nun oben. An Größe und Gewicht hat sich nichts verändert, und damit bleibt das Gehäuse nach wie vor bemerkenswert kompakt für eine Kamera mit einem 16-fach-Zoom. In große Hosentaschen passt die TZ18 gut hinein, bei der engen Jeans wird’s aber knapp. Jackentaschen stellen kein Problem dar. Die in Schwarz oder Silber erhältliche Digicam fühlt sich hochwertig an und liegt dem kleinen, aber komfortablen Griff sei Dank gut in der Hand.

Bei der Bedienung gibt es kaum Überraschungen. Auf der Oberseite der Kamera sitzen Modusrädchen, Auslöser mitsamt Zoomring, Ein/Aus-Schalter und eine E.Zoom-Taste für den erweiterten optischen Zoom. Die E.Zoom-Taste lässt das Objektiv schnell herauszoomen. Ein weiterer Druck auf den Button reduziert den auf dem Sensor ausgelesenen Bereich auf die 3 Megapixel in der Mitte. Effektiv hat der Nutzer so natürlich eine stärkere Vergrößerung, in der Praxis kostet dieser Auflösungsbeschnitt aber Qualität. Und damit ist der erweiterte optische Zoom kein optischer, sondern ein digitaler und gibt ein schönes Beispiel für einen irreleitenden Marketing-Begriff ab. Schade, das hat Panasonic eigentlich nicht nötig. Eine dritte Betätigung des E.Zoom-Knopfs lässt das Objektiv in die Ausgangsposition zurückschnellen. Alles in allem ist das Feature ganz praktisch, wenn man schnell aus der Szene herauszoomen muss. Die dedizierte Videoaufnahme-Taste der TZ22 wäre uns aber lieber gewesen.

Der Schieber rechts oben dient zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus.
Der Schieber rechts oben dient zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus.

Auf der Rückseite der Kamera befindet eine mit Exposure beschriftete Taste, die im manuellen Aufnahmemodus dazu dient, zwischen der Einstellung von Blende und Belichtungszeit zu wechseln. Außerdem gibt es hier auch ein Vier-Wege-Pad samt mittiger Menu/Set-Taste. Neben der Navigation durch die Menüs dient das Pad auch zum direkten Einstellen von Selbstauslöser, Makromodus, Blitz und Belichtungskorrektur. Direkt darunter gibt es einen Disp.-Button zum Anpassen der auf dem Bildschirm dargestellten Informationen sowie einen Q.Menu-Knopf, der eine Reihe von häufig benutzten Parametern aufs Display bringt, etwa ISO-Empfindlichkeit, Foto- und Videoauflösung, Autofokusmodus und Weißabgleich. Die Menu/Set-Taste in der Mitte des Vier-Wege-Pads bringt den Anwender ins Hauptmenü, wo sich tiefgreifendere Einstellungen finden. Panasonic hat das Menüsystem im Vergleich zur Vorgängerin etwas aufgeräumt.

Pansasonics Lumix DMC-TZ18 überzeugt mit einer sehr guten Akkulaufzeit. Der Stromspeicher bietet genug Saft für 340 Aufnahmen. Videoaufnahmen, Zoomorgien und dergleichen reduzieren das Durchhaltevermögen zwar, aber dennoch bewegt sich die TZ18 über dem Klassendurchschnitt. Das Fach für den Akku befindet sich zusammen mit dem Speicherkartenslot auf der Unterseite der Kamera. Auf der rechten Seite der Kamera sitzt eine weitere Klappe, hinter der sich ein kombinierter Micro-USB/AV-Anschluss befindet. Einen Mini-HDMI-Ausgang bietet die Digicam im Gegensatz zu ihrer Schwester TZ22 übrigens nicht.

Statt der mäßig nützlichen Taste für den erweiterten Zoom hätten wir uns eine dedizierte Aufnahmetaste für die Videofunktion gewünscht.
Statt der mäßig nützlichen Taste für den erweiterten Zoom hätten wir uns eine dedizierte Aufnahmetaste für die Videofunktion gewünscht.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-TZ18 im Test: solider 16-fach-Superzoomer ohne große Neuerungen

  • Am 13. Oktober 2014 um 10:14 von Suse Riese

    Ich habe 2 Lumix TZ 18 Kameras, die beide das selbe Problem haben. Nach 2-3 Jahren Benützung sind Staubpartikel und ähnliche dunkle Schatten auf dem Objektiv, so dass die Fotos unerwünschte Schatten und dunkle Punkte aufweisen. Reaktion des Verkäufers: das komme vom vielen Zoomen und sei eben so, Reparatur lohne sich nicht.
    Ich kann dieses Modell nicht weiter empfehlen.
    S. Riese

    • Am 9. September 2016 um 19:08 von Thomas Müller

      Ich habe jetzt mit der Tz 18 das gleiche Problem. Schatten auf dem Bild.
      Wegwerfen? Dann sind 200 € für 3 bis 4 Jahre zu viel Geld.

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