Eigentlich ist das Fotografieren mit den digitalen Knipsen so viel einfacher geworden. Wo der analoge Film mit meist 36 Bildern in den Begrenzer gelaufen ist, gibt es heute für wenig Geld schon Platz für mehr als 1000 Aufnahmen. Außerdem muss man die Werke nicht erst aufwändig und teuer entwickeln lassen, sondern stöpselt einfach die Digicam an den Rechner an und kopiert die Bilder und Videos auf die Festplatte. Und von dort aus auf Picasa, Facebook, YouTube & Co.

Wem das jetzt immer noch zu kompliziert ist, der sollte einen Blick auf die mit WLAN ausgestattete Samsung SH100 werfen. Wenn ein Router oder Hotspot in Reichweite ist, lassen sich die Aufnahmen direkt von der Kamera per E-Mail versenden oder auf diverse Social Networks und Bilderportale hochladen. Auch das drahtlose Übertragen von Fotos ist möglich. Und wer ein Highend-Android-Smartphone von Samsung besitzt, kann die kleine Digicam sogar mit dem Handy fernsteuern.

Design

Die Samsung SH100 ist mit 9,3 mal 5,4 Zentimetern und einer Dicke von 18,9 Millimetern sehr klein und passt problemlos in die Hosentasche – Smartphone links, Kamera rechts. Das Gewicht bewegt sich mit 132 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte auf dem Niveau aktueller Highend-Smartphones. Das geringe Gewicht und der angesichts der Ausstattung recht niedrige Preis bedeuten leider auch einen Verzicht auf edle Materialien. Statt Metall kommt beim Gehäuse Kunststoff zum Einsatz, was leider nicht für einen sonderlich hochwertigen Eindruck sorgt.

Auch rein optisch wirkt die wahlweise mit roter, schwarzer oder silberner Frontplatte erhältliche Kamera nicht besonders edel. Das Material sieht einfach etwas billig aus. Dennoch fühlt sich das Gehäuse sehr solide verarbeitet an und bietet wenig Raum für Kritik. Wer die Kamera häufig aufs Stativ schraubt – was sich angesichts der Fernbedienungsmöglichkeit per Smartphone ja anbietet – hätte sich sicherlich über ein Stativgewinde aus Metall statt aus Kunststoff gefreut. Einmal die Schraube zu überschwänglich angezogen, und der Stativanschluss sagt „servus“.

Ein/Aus-Schalter und Zoomring - mehr gibt es auf der Oberseite der SH100 nicht zu sehen. Leicht nach hinten versetzt findet sich ganz rechts noch eine Taste zum Aktivieren des Wiedergabemodus.
Ein/Aus-Schalter und Zoomring – mehr gibt es auf der Oberseite der SH100 nicht zu sehen. Leicht nach hinten versetzt findet sich ganz rechts noch eine Taste zum Aktivieren des Wiedergabemodus.

Apropos Stativ – beziehungsweise nicht Stativ: Wer kein Dreibein zur Hand hat und die Kamera stattdessen für ein Selbstportrait auf eine feste Unterlage stellt, dürfte sich über die leicht abgeschrägte Unterseite freuen. Die Digicam schaut dann nicht geradeaus, sondern ist um ein paar Grad nach oben geneigt. Das sorgt hoffentlich dafür, dass auf dem Urlaubsbild dann nicht nur das neue T-Shirt, sondern auch das sonnenverbrannte Gesicht zu sehen ist.

Die Samsung SH100 überfordert ihren Besitzer nicht gerade mit mechanischen Bedienelementen. Oben auf dem Gehäuse finden sich Ein/Aus-Schalter und Auslöser mitsamt Zoomring. Nach hinten fällt die Oberseite im 45-Grad-Winkel ab, um dann schließlich in die Rückseite überzugehen. Auf dieser kleinen Schräge sitzt ganz rechts eine Taste zum Wechseln in den Wiedergabemodus.

Fingerfreundlich, aber nicht unbedingt übersichtlich: Das Hauptmenü zeigt immer nur acht Icons auf einmal an.
Fingerfreundlich, aber nicht unbedingt übersichtlich: Das Hauptmenü zeigt immer nur acht Icons auf einmal an.

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