Von einer Digicam wie der Sony Cyber-shot DSC-W570 konnte man vor fünf Jahren scheinbar nur träumen – 16 Megapixel für 140 Euro. Was damals fantastisch klang und heute keine große Überraschung mehr ist, bedeutet bei guten Lichtverhältnissen zwar sehr detailreiche Fotos. Im Zwielicht verbessert der mit Bildpunkten vollgestopfte Mini-Sensor die Qualität aber nicht unbedingt – weniger wäre hier einfach mehr. Zudem sorgt die Pixelmasse für eine Datenflut im Bildprozessor und damit für langsame Reaktionszeiten.

Design

Die Sony Cyber-shot DSC-W570 ist in Silber, Schwarz, Gold, Violett und Rosa erhältlich. Das Gehäuse ist klein und leicht genug, um einwandfrei in die Hosen- oder Handtasche zu passen. Die Digicam ist so handlich, dass man sie überall hin mitnehmen könnte. Die Bedienung ist einfach und schlüssig. Wer schon einmal digital fotografiert hat, kann die Digicam aus dem Karton nehmen und sofort losknipsen. Und sollte es einmal Unklarheiten geben, hilft die ausführliche Bedienungsanleitung weiter, die Sony praktischerweise in die Kamera integriert hat.

Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich Ein/Aus-Schalter und Auslöser. Sie lassen sich zwar einfach drücken, erfordern aber einen Kontrollblick, um sie zu finden. Denn leider schließen sie bündig mit dem Gehäuse ab und lassen sich so kaum blind ertasten. Die restlichen Bedienelementen finden auf der Rückseite neben dem ordentlich hellen, ansonsten aber nur mäßig überzeugenden Display ihren Platz.

Auslöser und Ein/Aus-Schalter schließen bündig mit der Oberseite der Kamera ab und lassen sich blind nur schwer ertasten.
Auslöser und Ein/Aus-Schalter schließen bündig mit der Oberseite der Kamera ab und lassen sich blind nur schwer ertasten.

Oberhalb des Daumens befindet sich ein etwas wackelig wirkender Zoomregler. An der rechten Gehäuseecke sitzt sich ein Schieber zum Wechseln zwischen Foto-, Video- und Schwenkpanoramamodus. Weiter unten gibt es noch drei Tasten für Wiedergabe, Menü und Löschen, die sich um ein Vier-Wege-Pad samt mittiger Ok-Taste gruppieren. Neben der Navigation in den Menüs dient das Pad auch zum direkten Zugriff auf die Einstellungen von Blitz, Selbstauslöser, Gesichtserkennung und Displaydarstellung.

Auf der Unterseite des Gehäuses gibt es einen proprietären Anschluss, der sowohl der Verbindung zum Rechner als auch zum Fernseher dient. Ein USB/AV-Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Wer sich allerdings HD-Auflösung wünscht, muss in eine separat erhältliche Komponenten-Strippe investieren. Bei Sony kostet das Zubehör namens VMC-MHC3 schon fast unverschämte 70 Euro, diverse Online-Shops listen es ab 50 Euro. Und auf einmal steht Apple wie der reinste Waisenknabe da.

Der vertikale Schieber auf der rechten Seite dient zum Wechseln zwischen Foto-, Video- und Panorama-Modus.
Der vertikale Schieber auf der rechten Seite dient zum Wechseln zwischen Foto-, Video- und Panorama-Modus.

Die Fächer für Speicherkarte und Akku verstecken sich hinter einer Klappe auf der Unterseite. Der Stromspeicher lässt sich nicht in der Kamera selbst, sondern nur im externen Ladegerät aufladen – was wohl recht häufig notwendig sein dürfte. Denn mit 220 Aufnahmen bietet er nur eine recht mäßige Laufzeit. Der Kartenleser der W570 kommt mit SD-Karten und Mamory Sticks zurecht. Außerdem bietet die W570 diverse Funktionen für die Besitzer von Eye-Fi-Karten mit integriertem WLAN-Modul – etwa automatisches Abschalten nach erfolgter Datenübertragung zum Rechner. Der integrierte Speicher der Digicam bietet zwar nicht viel Platz für Fotos und Videos, beherbergt aber immerhin eine einfache Software zum unkomplizierten Hochladen der Fotos und Videos auf Facebook, YouTube & Co. Erfreulicherweise arbeitet das Tool unter Windows und Mac OS.

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