Canon PowerShot A1200 im Test: hervorragendes Digicam-Schnäppchen für 90 Euro

Gute Bildqualität muss nicht teuer sein – sagt Canon und bringt die PowerShot A1200 für deutlich unter 100 Euro auf den Markt. Wir haben die Digicam ausführlich ausprobiert und stimmen zu: Die kleine Digicam ist in ihrer Klasse in puncto Bildqualität ganz vorne mit dabei. Welche Stärken und Schwächen die Kompaktkamera ansonsten mitbringt, verrät der Testbericht.

Canon bringt diesen Frühling vier neue PowerShot-Kameras der A-Serie auf den Markt, die sich alle innerhalb eines Preisbereichs von lediglich 35 Euro tummeln. Die 90 Euro teure PowerShot A1200 ist dabei das günstigste Modell, für etwa fünf Euro mehr wechselt die A2200 den Besitzer, die zwar 2 Megapixel höher auflöst, dafür jedoch auf den optischen Sucher verzichtet. Bei der A3200 IS kommen ein optischer Bildstabilisator und etwas mehr Zoom hinzu, die A3300 IS bietet schließlich 16 statt 14 Megapixel und ein etwas größeres Display.

Design

Canon hat sich beim Design der aktuellen PowerShot-A-Serie ordentlich ins Zeug gelegt. Obwohl die Digicams sehr günstig sind, wirken sie keinesfalls billig. Auf der rechten Seite sitzt der großzügig dimensionierte Griff, in dem die beiden AA-Batterien ihren Platz finden. Sie sorgen gleichzeitig für ein ordentliches Gewicht in der Hand.

Oben auf der Rückseite findet sich eine Rarität bei digitalen Kompaktkameras: Ein optischer Sucher. Er deckt etwa 80 Prozent dessen ab, was später auf dem Foto landet. Das ist zwar nicht besonders gut mit den 95 oder 96 Prozent, die Einsteiger-DSLRs bieten – aber deutlich besser als gar kein optischer Sucher. Darunter findet sich das 2,7 Zoll große Display, das eine 100-prozentige Bildfeldabdeckung bietet. Es überzeugt mit ordentlicher Helligkeit und schönen Farben.

Über dem Display befindet sich der optische Sucher. Besonders groß ist das Bild in dem Mini-Guckloch nicht, aber bei greller Sonne besser als ein Display, auf dem man nichts erkennt.
Über dem Display befindet sich der optische Sucher. Besonders groß ist das Bild in dem Mini-Guckloch nicht, aber bei greller Sonne besser als ein Display, auf dem man nichts erkennt.

Die Bedienelemente warten nicht mit Überraschungen auf. Die Tasten sind zwar flach, dafür aber groß und leicht zu drücken. Mit Hilfe der Display-Taste ist es möglich, das Display komplett abzuschalten. So lässt sich bei Verwendung des optischen Suchers Strom sparen. Ansonsten hangelt sich der Fotograd mit Hilfe eines Vier-Wege-Pads samt mittigem Func.Set-Button durch die Menüs und wählt mit dem Moduswahlschalter auf der Oberseite das gewünschte Aufnahmeprogramm aus.

Auf der rechten Seite der Kamera gibt es einen Mini-USB-Port, über den sich die Kamera mit dem Rechner verbindet. Zudem finden sich hier ein AV-Ausgang sowie ein Netzanschluss. Batteriefach und Speicherkartenslot sitzen auf der Unterseite der Kamera hinter einer kleinen Tür. Mit Alkali-Batterien schafft die Digicam etwa 200 Aufnahmen. Die Reichweite lässt sich deutlich erhöhen, wenn man nicht das Display, sondern den optischen Sucher verwendet und zudem auf NiMH-Akkus setzt.

Eine dedizierte Taste für die 720p-Videoaufnahme gibt es nicht. Stattdessen findet sich auf dem Moduswahlschalter eine entsprechende Option.
Eine dedizierte Taste für die 720p-Videoaufnahme gibt es nicht. Stattdessen findet sich auf dem Moduswahlschalter eine entsprechende Option.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Canon PowerShot A1200 im Test: hervorragendes Digicam-Schnäppchen für 90 Euro

  • Am 22. Januar 2012 um 12:19 von Helmut Bahr

    Power Shot A1100 IS bzw. Power Shot A1200
    Bei Kameratests wird meist ignoriert, dass der Akku meist die Schwachstelle darstellt. Hat man nicht die Möglichkeit, den Akku alle Tage neu aufzuladen, ist eine Kamera im Urlaub wertlos. Für einen geplanten Nepalaufenthalt mit zwei Wochen ohne Auflademöglichkeit habe ich mit 2010 die Power Shot A1100 IS gekauft und getestet. Leider hat der Islandvulkan den Aufenthalt verhindert. Bei abgeschalteten Display konnte ich mit eingelegten AA-Akkus etwa 400 Aufnahmen machen. Das Konzept mit dem optischen Sucher wird zum Glück auch bei der Kamera A1200 noch beibehalten. Ich werde sie daher kaufen. Man sollte auch bei besseren Kameras diese Möglichkeit offenhalten. Unbedingt sollte man auch die AA-Batterien bzw. die Möglichkeit einen AA-Akku zu benützen, beibehalten. Die AA-Batterien kann man meist auch in den entlegensten Gebieten kaufen.
    Da große Kameras meist auf 1,5 V abgestimmt sind, wird bei 1,2 V-Akkus meist nach kurzer Zeit eine zu geringe Spannung ein Problem. Die A 1100 IS war offensichtlich gut auf AA-Akkus abgestimmt.

    • Am 23. Januar 2012 um 10:26 von Stefan Möllenhoff

      AW: Power Shot A1100 IS bzw. Power Shot A1200
      Hallo Helmut,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden uns Ihr Feedback zu Herzen nehmen :-)

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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