Casio Exilim EX-TR100 im Test: raffinierte Klapp-Digicam mit 21-Millimeter-Weitwinkel

Kompakte Digicams bis 250 Euro gibt es zu Dutzenden – wie kann man sich hier hervorheben? Casios Ansatz namens TR100 Tryx setzt auf ein abgefahrenes Klappdesign, ein berührungsempfindliches Display und einen schnellen Bildsensor, der zahlreiche Tricks ermöglicht. Ob die Rechnung aufgeht, verrät der Testbericht.

Auf den ersten Blick sieht die Casio Exilim EX-TR100 nicht nach Kamera, sondern nach einer Art abgefahrenem Smartphone aus. Der Touchscreen ist in einen Rahmen eingebettet und lässt sich aus diesem herausklappen und um die eigene Achse drehen. Das Objektiv der Digicam erinnert auch eher an die Handy-Welt: Es gibt keinen optischen Zoom, sondern nur eine Super-Weitwinkel-21-Millimeter-Festbrennweite. Dahinter sitzt aber ein schneller 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS-Sensor, der Full-HD-Videos und bis zu zehn 12-Megapixel-Fotos pro Sekunde einfängt.

Design

Eines der Hauptverkaufsargumente der Kamera ist sicherlich das abgefahrene Design. Die Kamera besteht im wesentlichen aus drei Elementen: Rahmen, Objektiv plus Bildsensor und Display. Die Objektiv-Bildsensor-Display-Einheit ist beweglich im Rahmen integriert. Und der 3,0 Zoll große Touchscreen wiederum lässt sich ebenfalls noch um 270 Grad um seine eigene Achse drehen. Dank dem integrierten Lagesensor lässt sich die Kamera beliebig zusammenklappen und nutzen – die Onscreen-Bedienelemente sind immer korrekt ausgerichtet.

Dank diesem Dreh-Klapp-Schwenk-Design hat die TR100 ihr eigenes Stativ sowohl fürs Hoch- als auch fürs Querformat stets dabei. Man kann sie einfach aufgeklappt auf eine feste Unterlage stellen und verwackelfrei losknipsen. Je nachdem, ob der Fotograf vor oder hinter der Linse steht, dreht er das Display nach vorne oder nach hinten. Auch an eine senkrechte Wand kann man die Digicam mit dem Beinamen Tryx hängen, wenn es irgendwo einen Haken oder einen kleinen Vorsprung gibt.

Die Linse der Kamera befindet sich konstruktionsbedingt sehr weit auf der linken Seite – oder, wenn man die Kamera andersherum zuklappt, auf der rechten Seite. Das sorgt dafür, dass auf den Fotos schnell mal der eine oder andere Finger zu sehen ist, wenn man nicht aufpasst. Die einzigen mechanischen Tasten sind der Ein/Aus-Schalter und der Auslöser, die neben dem Display ihren Platz finden. Um alles andere kümmert sich der berührungsempfindliche Bildschirm. Und selbst auf den Auslöser könnte man verzichten. Ist die TR100 entsprechend konfiguriert, reicht ein Fingertipp aufs Display aus, und die Kamera stellt auf die entsprechende Stelle scharf und fängt das Foto ein.

Einen Auslöser sucht man auf der Oberseite der TR100 vergeblich.
Einen Auslöser sucht man auf der Oberseite der TR100 vergeblich.

Mit einer Dicke von gerade einmal 14,9 Millimetern passt die Casio TR100 mühelos in die Hosentasche. Dabei bleibt allerdings auch kein Platz mehr für einen optischen Zoom. Das Objektiv ist auf eine Brennweite von 21 Millimetern im Kleinbildäquivalent festgenagelt – das ist extrem weitwinkelig. Wer ein entferntes Objekt vergrößern möchte, muss dann allerdings auf einen digitalen Zoom zurückgreifen. Einen mechanischen oder optischen Bildstabilisator sucht man ebenfalls vergeblich. Das sorgt bei schlechten Lichtverhältnissen schneller für verwackelte Fotos. Immerhin wirkt dem das Objektiv mit einer größten Blendenöffnung von F2,8 etwas entgegen. Neben dem Objektiv befindet sich ein kleines, aber extrem helles LED-Licht, das paradoxerweise nicht als Blitz fungiert, sondern nur als Taschenlampe. Wer mit zusätzlicher Beleuchtung fotografieren möchte, muss die Foto-LED in den Menüs aktivieren und dann später wieder abschalten. Laut Casio soll ein künftiges Firmware-Update dieses Problem beheben.

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