Samsung Galaxy Tab 10.1 angetestet: flaches Android-Tablet mit Honeycomb

Dieser Tage kommt das Galaxy Tab 10.1v in die deutschen Vodafone-Stores – doch bereits in wenigen Wochen erwarten wir den schlanken Bruder, das 10.1 ohne „v“ im Namen. Wir hatten bereits die Möglichkeit, einen Prototypen ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

Der Formfaktor kommt dem iPad 2 schon recht nahe – und das bezieht sich nicht nur auf die Display-Diagonale, sondern auch und vor allem auf die Bauhöhe. Mit knapp 9 Millimetern steht das Galaxy Tab 10.1 dem Apple-Vorreiter zumindest in diesem Punkt nicht nach. Dafür gibt es hier allerdings Android statt iOS – und damit stellt sich die Frage: kaufen oder nicht?

Design

Von oben betrachtet unterscheidet sich das Galaxy Tab 10.1 nicht sonderlich vom iPad 2. Wie denn auch, denn das domierende Element ist das Touchscreen-Display, dessen Größe sich bei einer Diagonalen von 10,1 Zoll – daher der Name – kaum von den 9,7 Zoll des Apple-Tablets unterscheidet. Hier wie dort kommt wertiges, echtes Glas zum Einsatz. Nur den mechanischen Home-Taster mit dem abgerundeten Viereck, den wir von den Apfel-Produkten her kennen, sehen wir hier nicht.

Rings um das eigentliche Display zieht sich ein etwa daumenbreiter, schwarzer Rahmen, der noch von der Touchscreen-Scheibe überzogen ist. Bündig am Glas sitzt ein abgerundeter, angenehm dünner Rahmen, der die Gehäuseaußenseite bildet. Er ist silbern glänzend lackiert und aus Kunststoff gefertigt. Insgesamt wirkt das Gerät damit stabil – so lässt es sich trotz seines fast schon zerbrechlich-dünnen Äußeren nicht verbiegen oder verdrehen. Die hohe Wertigkeit des aktuellen iPads mit seinem Unibody-Alu-Gehäuse vermissen wir allerdings ein wenig.

Die Rückseite ist komplett aus glänzendem, weißen Kunststoff gefertigt. Sie trägt mittig den Samsung-Schriftzug in Grau. Wer das Gerät im Querformat vor sich liegen hat, sieht oben eine graue Aussparung im weißen Plastik. Das sorgt für attraktive Akzente – und hier verbirgt sich die Linse der 3-Megapixel-Kamera nebst Foto-LED. Auch die Rückseite wirkt sehr stabil. Sie gibt beim festen Drücken mit den Fingern nur minimal nach, ist allerdings eher empfindlich gegenüber fettigen Abdrücken. Insgesamt kann sich das Galaxy Tab 10.1 durchaus sehen lassen. Trotz seines Kunststoffgehäuses wirkt es nicht billig, aber eben auch nicht so hochwertig, wie es die Konkurrenz mit Alu-Schalen schafft.

Beim Blick auf das Tablet von oben gibt es links zunächst den Ein-Aus-Taster zu sehen. Danach folgen der Wippschalter zur Regelung der Lautstärke und weiter rechts die Klinkenbuchse zum Anschluss von Kopfhörern sowie eine kleine Klappe, hinter der sich der SIM-Kartenslot verbirgt. Einen microSD-Kartenleser gibt es ebensowenig wie die Möglichkeit, den Akku auszutauschen.

Auf der rechten Seite haben die Designer dem Rahmen eine etwa einen Zentimeter lange Aussparung verpasst, hinter der sich der Lautsprecher verbirgt. Gegenüber gibt es eine zweite Box – gemeinsam erlauben sie die Wiedergabe von Audio in Stereo. Ganz unten gibt es mittig einen proprietären Dock-Anschluss. Ein passendes USB-Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Dieser Spezial-Anschluss ermöglicht Zubehör, das es später optional geben soll. Schade trotzdem, dass nicht auch eine Standard-Micro-USB-Buchse an Bord ist. Neben dem Dock Connector gibt es übrigens noch ein kleines Loch, hinter dem sich ein Mikrofon verbirgt.

Unser Prototyp ist übrigens in einer Hülle aus Kunststoff verpackt, die ein wenig an das Smart Cover des iPad erinnert. Ganz so cool ist sie zwar nicht, da sie das Gerät beim Aufklappen nicht selbsttätig einschaltet. Aber sie ermöglicht es auch, das Galaxy Tab in zwei Winkeln aufzustützen und dient dann als Standfuß. Und im Gegensatz zu Apples Smart Cover bedeckt diese Hülle auch die Rückseite, ohne dabei sonderlich dick auzutragen. Sie ist vorne aus weichem und hinten aus hartem Kunststoff gefertigt. Uns gefällt’s – allerdings wissen wir leider noch nicht, ob sie standardmäßig im Lieferumfang enthalten ist oder optional zugekauft werden muss.

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