Kompaktkameras mit Orientierungssinn? Fotos, deren Aufnahmeort sich dank abgespeicherter Positionsdaten jederzeit nachvollziehen lässt? Klingt gut – jedenfalls in der Theorie. In der Praxis gibt es leider gewisse Einschränkungen: In geschlossenen Räumen, überdachten Freiluftarealen oder auch bereits in tiefen Häuserschluchten verlieren die mit GPS ausgestatteten Digicams nämlich immer bis häufig die freie Sicht zum Satelliten. Und damit ist das vielgelobte und durchaus praktische Feature nutzlos.

Mit der Casio Exilim EX-H20G soll alles besser werden. Die Digicam verfügt nämlich nicht nur über einen GPS-Receiver, sondern auch über Bewegungssensoren, Kompass und Schrittzähler. Selbst wenn keine Orientierung per Satellit mehr möglich ist, zählt die Kamera fleißig mit, wie weit und in welche Richtung sie geht – und soll so Fotos auch in der Tiefgarage fleißig weiterhin mit korrekten Positionsdaten versehen.

Design

Die Casio Exilim EX-H20G zeigt auf den ersten Blick, dass sie sich auskennt in der Welt. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich eine prominente Hutze, die ein Satellit ziert. Daneben sitzt der Ein/Aus-Schalter, weiter links folgen zwei Tasten – eine trägt eine Erdkugel, die andere ein Symbol, das etwas an das „Street-View-Männchen“ von Google erinnert. Rechts auf der Oberseite findet sich der Auslöser, der von einem leichtgängigen Zoomring umgeben ist.

Auf der Rückseite der Kamera fällt als erstes das 3,0 Zoll große Display auf, das mit 460.800 Subpixeln (480 mal 320 Pixeln) eine gute Auflösung bietet. Die Anzeige ist angenehm hell und lässt sich auch bei hellen Lichtverhältnissen noch recht gut ablesen. Rechts oben neben dem Bildschirm befindet sich eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme. Links daneben gibt es eine kleine texturierte Fläche, die dem Daumen Halt bietet.

Weiter unten folgen zwei Tasten zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus, ein Vier-Wege-Pad mit mittigem Set-Button, ein Menu-Knopf und Casios Best-Shot-Selector. Auf dem Vier-Wege-Pad bringt der Hersteller außerdem die Displaydarstellungs- und Blitzkonfiguration sowie eine Löschenfunktion unter.

Anfängerfreundlich: Die Casio Exilim EX-H20G überfordert Einsteiger nicht gerade mit unzähligen Tasten und Rädchen.
Anfängerfreundlich: Die Casio Exilim EX-H20G überfordert Einsteiger nicht gerade mit unzähligen Tasten und Rädchen.

Das Gehäuse der Kamera fühlt sich zwar deutlich nach Plastik an, macht aber dennoch einen sehr soliden und robusten Eindruck. Dazu trägt unter anderem auch das mit 216 Gramm recht hohe Kampfgewicht bei. Mit 10,3 mal 6,8 mal 2,9 Zentimetern ist die H20G zwar nicht die kompakteste Digicam auf dem Planeten, in große Hosentaschen passt sie jedoch immer noch, und in der Jackentasche findet sie mühelos Platz. Dank des kleinen, aber wohlgeformten Handgriffs auf der Vorderseite sitzt die Exilim auch beim einhändigen Fotografieren recht gut in der Hand. Allerdings wirkt das Material etwas glatt – nach dem Fast-Food-Restaurant-Besuch wird die Kamera sogar glitschig.

Auf der Unterseite des Gehäuses sitzt eine Klappe, die Speicherkarten- und Akkufach verbirgt. Der Stromspeicher bietet ausreichend Energie, um 600 Fotos am Stück zu schießen. Mit aktiviertem GPS-Reciever sind es immerhin noch 480 Aufnahmen. Neben dem Akkufach sitzt das Stativgewinde, das leider aus Plastik und nicht aus Metall besteht. Auf der rechten Gehäuseseite gibt es eine kleine Abdeckung, hinter der Casio HDMI-Ausgang und proprietären USB-Anschluss unterbringt. Weiter oben bietet eine kleine Öse der mitgelieferten Trageschlaufe Halt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Casio Exilim EX-H20G: akkustarke GPS-Reisekamera mit schwacher Bildqualität

  • Am 14. September 2011 um 09:50 von pixelmonsta

    Unglaublich schlecht
    Danke Cnet für diesen Testbericht.
    Ich konnte es erst nicht glauben… und bin doch super schockiert über die dermaßen unterirdische Qualität der Bilder. Soetwas habe ich bisher von Casio noch nicht erlebt!
    Selbst beit Top Ausleuchtung der Scene die man fotografiert, kann man nicht nur in der 1:1 Ansicht sondern auch schon in der 1:3 Anicht die Artefakte sehen auf den Bildern. Wenn man sich die Bilder auf dem Kamera Display ansieht scheint alles super zu sein wenn man jedoch in das aufgenommenende Bild hineinzoomt oder es sich auf dem Monitor seines PC anschaut packt mich das kalte grausen! Die ganzen Spielereien sind ja ok und auch die Qualität bei den Videos ist gut aber wer sich die Bilder nicht nur auf der Kamera anschauen will sollte sich lieber nach einem anderen Modell umsehen.
    In diesem Sinne gutes Licht!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *