Sony Ericsson Xperia Mini Pro: Prototyp im Test – Winz-Smartphone mit Tastatur

Das X10 Mini bekommt einen Nachfolger: Bereits im dritten Quartal soll das Sony Ericsson Xperia Mini in die Läden kommen. Mit seinen winzigen Abmessungen und der vollwertigen Slider-Tastatur nimmt es weiterhin eine Sonderstellung unter den Androiden ein, aber inzwischen müssen Käufer weniger Kompromisse eingehen. Denn Display, Auflösung und Power sind gewachsen. Wir haben einen Prototypen unter die Lupe genommen.

Die Entwickler von Sony Ericsson scheinen ja schon fast Zauberer zu sein. Sie schaffen es doch tatsächlich, einen vergleichsweise großen Bildschirm mit angenehmer Auflösung, Gigahertz-Power und die volle Ausstattung eines Smartphones in ein winziges Gehäuse zu quetschen – fast so, als würde Copperfield die Freiheitsstatue verschwinden lassen. Aber eins ist klar: Zauberei gibt es nicht. Es gibt gute Tricks und hervorragende Ingenieursleistungen, und hier wie dort scheint beides zum Einsatz gekommen zu sein.

Design

Beim Xperia Mini handelt es sich eigentlich „nur“ um ein redesignetes X10 Mini Pro. Das Gehäuse ist mit Abmessungen von 5,3 mal 9,2 Zentimetern und einer Bauhöhe von 18 Millimetern in alle Richtungen zwar minimal gewachsen (Vorgänger: 5,2 mal 9,0 mal 1,7 Zentimeter), aber der Hersteller hat den zusätzlichen Raum hervorragend ausgenutzt. Vor allem das Display profitiert. Aus den bisherigen 2,25 Zoll sind 3,0 Zoll geworden – und das spürt man deutlich. Ganz so niedlich und klein wie der Vorgänger ist das Gerät damit nicht mehr, aber das nehmen wir gerne in Kauf – denn wir bekommen ja schließlich etwas geboten.

Wichtig ist vor allem auch die größere Auflösung. Mit 320 mal 480 Pixeln stellt das neue Display nun doppelt so viele Bildpunkte dar wie das alte. So sehen nicht nur Webseiten, Fotos und Videos viel besser aus – jetzt laufen endlich auch alle Apps und Spiele ohne Einschränkungen. Noch dazu packt der Hersteller die Bravia-Bildverbesserung aus der Sony-TV-Sparte mit ins Gerät, die sich um eine flüssigere Darstellung von Videos kümmert. Das freut uns besonders, das das Mini-Phone Videos nun auch in 720p-HD-Auflösung auf die Speicherkarte schreibt. Fotos knipst man übrigens mit einer maximalen Auflösung von 5,0 Megapixeln, und für Aufnahmen bei Dunkelheit steht eine Foto-LED zur Verfügung. Und im Gegensatz zum kleinen Bruder ohne Tastatur dürfen wir uns hier auch über eine Front-Kamera freuen.

Unterhalb des Displays gibt es mittig eine mechanische Home-Taste. Links und rechts davon haben Soft-Touch-Tasten für Zurück und Menü ihren Platz gefunden – das kennen wir beispielsweise schon vom Samsung-Flaggschiff Galaxy S2.

Android-Power

So klein die Abmessungen auch sein mögen, das hier ist ein (fast) kompromissloses Smartphones. Mit allem und scharf. Sprich: Mit E-Mail-Funktionen, Social Networks, Navigation und Maps, Programmen, Spielen, Office – und allen anderen Möglichkeiten, die der inzwischen 200.000 Apps umfassende Android Market sonst so zu bieten hat. Installiert ist die aktuelle Betriebssystem-Version 2.3 alias Gingerbread.

Wie schon beim Vorgänger haben die Entwickler viel Liebe und Hirnschmalz investiert, um das User-Interface an das zugegebenermaßen eher kleine Display anzupassen. Im Vergleich zum alten Modell wurde hier noch einmal kräftig nachgelegt. Das hat auch viele Schwächen aus der Welt geschafft, die bisher technisch bedingt waren. So gab es beim X10 Mini keine vollwertige QWERTZ-Tastatur im Hochformat – dafür war das Display zu klein und nicht hochauflösend genug. Und auf den Homescreens gibt es nun mehr Platz für Widgets als bisher.

Auch die Verknüpfungen in den Ecken des Homescreens gibt es weiterhin – aber jetzt ebenfalls besser. Der Nutzer kann in jeder Ecke bis zu vier Apps hinterlegen, die er häufig nutzt. Beim Tippen in die Ecken klappt nun ein Menü auf, das eine Auswahl ermöglicht. Das ist wirklich eine praktische Lösung.

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