Outdoor-Kameras für Actionfreaks gibt’s schon seit etlichen Jahren. Aber dieses Jahr hält ein neues Feature Einzug in die robusten Digicams: GPS-Receiver. Neben der Lumix DMC-FT3 bieten übrigens die Pentax Optio WG-1 GPS und die Fujifilm FinePix XP30 einen integrierten Orientierungssinn. So lässt sich auch nach der härtesten Rafting-Tour später noch genau nachvollziehen, wo welches Foto entstanden ist. Ansonsten bringt Panasonic in dem robusten Gehäuse der FT3 einen 4,8-fachen optischen Zoom, einen 12-Megapixel-Bildsensor für Full-HD-Videoaufnahme und ein 2,7 Zoll großes Display unter.

Design

Robustes Gehäuse – ja, ihren Zweck sieht man der Kamera auf den ersten Blick an: überleben, immer und überall. Und dementsprechend fühlt sich das Metallkleid auch an, als könne man Nägel damit in der Wand versenken. Die zwölf Meter Tauchtiefe haben wir mit unserem Testgerät zwar nicht erreicht, aber im Pool hatten wir mit der Digicam keine Probleme. Wie bei allen wasserdichten Digicams gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, was die Dichtheit angeht. Entsprechende Hinweise dazu sind auf der Kamera selbst gespeichert und werden beim Anschalten angezeigt. Im Gegensatz zu beispielsweise Olympus gibt Panasonic übrigens keine maximale Belastbarkeit des Gehäuses in Kilogramm an.

Mit dicken Winterhandschuhen ist es nicht mehr so leicht, die stellenweise recht kleinen Tasten zu treffen. Immerhin: Am Strand gibt's keine Probleme.
Mit dicken Winterhandschuhen ist es nicht mehr so leicht, die stellenweise recht kleinen Tasten zu treffen. Immerhin: Am Strand gibt’s keine Probleme.

Glücklicherweise steckt im Inneren des kleinen Panzers immer noch eine normale Kompaktkamera – und genau so gestaltet sich auch die Bedienung. Sowohl die mechanischen Tasten als auch das Interface auf dem Display sind intuitiv aufgebaut. Uns gefällt die Bedienung sogar besser als bei Panasonics Nichtschwimmer-Kompaktkameras, dessen Schieberegler zum Ein- und Ausschalten sowie zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus uns etwas auf die Nerven gehen.

Ansonsten gibt es beim Design wenige Überraschungen. Auf der Oberseite des Gehäuses sitzen Ein/Aus-Schalter, Auslöser, dedizierte Taste für die Videoaufnahme und ein Mono-Mikrofon. Hinten dominiert das Display, das mit 2,7 Zoll und 320 mal 240 Pixeln (230.000 Subpixel) nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Rechts neben dem Bildschirm finden ein Lautsprecher sowie die restlichen Bedienelemente: Zoomtasten, Wiedergabe- und Modus-Button, Vier-Wege-Pad samt mittigem Menu/Set-Knopf sowie zwei Tasten für Display und Löschen/Q.Menu.

Akkufach, Speicherkartenslot sowie HDMI- und USB-Port finden sich allesamt hinter einer verriegelbaren Klappe auf der rechten Seite des Gehäuses. Die Akkulaufzeit ist mit einer CIPA-Bewertung von 310 Aufnahmen für eine Kompaktkamera sehr ordentlich. Wer allerdings über längere Zeit fern von Steckdosen abenteuert, kommt um einen zusätzlichen Stromspeicher nicht herum. Denn über USB lässt sich die Digicam nicht aufladen. Das ist zwar nicht ungewöhnlich, würde uns aber insbesondere bei einer Outdoor-Digicam doch freuen. Denn so könnte man die Knipse beispielsweise mit einem Solar-Akku auch während der Trekking-Tour aufladen.

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