Sonys NGP heißt jetzt Vita – und steht zu Weihnachten ab 250 Euro im Laden

Als Sony im Januar den Nachfolger der PlayStation Portable ankündigte, konnten wir über den Namen nur schmunzeln. Statt logisch und einfach PSP 2 zu wählen, präsentierten die Japaner die mobile Spielekonsole als Next Generation Portable, kurz NGP. Dieser Arbeitstitel ist auf der Spielemesse E3 jetzt dem finalen Namen gewichen: Der Gaming-Bolide heißt offiziell „Vita“. Was will uns Sony damit sagen?

Wie dem auch sei – die interessanteste Neuerung neben dem schwurbeligen Namen ist wohl der Preis. Die Konsole soll ab 250 Euro im Handel erhältlich sein, der Verkaufsstart erfolgt, wenn es nach Sony geht, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Soll zusätzlich zum WLAN-Modul noch UMTS an Bord sein, werden 50 Euro Aufpreis fällig. Wer jetzt mit den Schultern zuckt, weil Nintendos 3DS ja die gleiche unverbindliche Preisempfehlung trägt, sei hier noch einmal an die technischen Eckdaten erinnert.

Bei der CPU setzt Sony auf eine ARM-Cortex-A9-CPU mit vier Rechenkernen, die laut Herstellerspezifikation je nach Frequenz eine Rechenleistung von 8000 bis 20.000 DMIPS erreicht. Zum Vergleich: Apples iPad stemmt etwa 2000 DMIPS. Auch beim Grafikchip lässt sich der Hersteller nicht lumpen. Hier gibt eine PowerVR SGX543MP4+ von Imagine Technologies zum Einsatz. Die „4“ am Ende bedeutet: Auch hier werkeln vier Kerne. Bei 200 MHz Taktfrequenz soll die GPU Füllraten von mehr als 4 Gigapixel pro Sekunde erreichen. Zum Vergleich: Sonys PS3 schafft 4,4 Gigapixel. Noch Fragen?

Hier ist natürlich noch nicht Schluss: Zu den weiteren Highlights zählen ein 5,0 Zoll großes AMOLED-Display, das 960 mal 544 Pixel auflöst und berührungsempfindlich ist – wie im Übrigen auch die (displaylose) Rückseite der Konsole. Dass sowohl vorne als auch hinten dank Multitouch-Panel mehrere Finger auf einmal erkannt werden, versteht sich von selbst. GPS, Bluetooth 2.1 +EDR und WLAN nach 802.11 b, g und n sind ebenso an Bord wie Dreiachsen-Gyroskop, Dreiachsen-Beschleunigungssensor und Dreiachsen-Kompass. Zum Aufnehmen von Fotos und Videos gibt es jeweils vorne und hinten Kameras, die mit 640 mal 480 Pixeln nicht besonders hoch auflösen, aber mit dieser Pixelzahl immerhin 60 fps schaffen. Bei 320 mal 240 Pixeln sind 120 fps drin. Nur ein 3D-Display, das bietet der Bolide nicht.

Ein Spiele-Lineup, das es zum Marktstart der Konsole geben wird, hat Sony leider noch nicht verraten – dafür aber 23 Titel für die Vita, an denen man derzeit arbeitet, darunter Knaller wie Call of Duty und Metal Gear Solid. Weitere Details zu Sonys neuer PlayStation Portable gibt es in unserem Preview. Von damals, als die Konsole noch NGP und nicht Vita hieß. Na, wenigstens steht schon mal fest, dass man hier nicht nur für den Namen bezahlt. Hoffentlich.

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