Canon Ixus 220 HS im Test: geniale Ultrakompakt-Kamera für Automatik-Knipser

Canon ist letztes Jahr bei den Kompaktkameras ein wenig hinter der Konkurrenz zu zurückgefallen. Nicht, was die Bildqualität angeht, sondern eher bei den Features. Insbesondere gegen die Geschwindigkeit und die Möglichkeiten, wie sie rückseitig belichtete CMOS-Bildsensoren bieten, konnte der Fotoriese mit seinen CCD-Chips nicht anstinken. Dieses Jahr wird alles anders, denn Canon bringt haufenweise Digicams mit den modernen Sensoren auf den Markt – von teuer bis erstaunlich günstig. Wie sich die gerade einmal 170 Euro teure Ixus 220 HS in der Praxis schlägt, verrät der Testbericht.

Von den neuen Canon-Kompakten mit rückseitig belichteten Bildsensoren ist die Ixus 220 HS das kleinste Modell. Mit Abmessungen von 9,2 mal 5,6 Zentimetern und einer Dicke von 19,5 Millimetern findet sie auch in engen Jeanstaschen problemlos Platz und ist merklich kleiner als eine Packung Taschentücher mit rund 11 mal 5,5 mal 2,5 Zentimetern. Die Schwestern Ixus 115 HS und Ixus 310 HS sind beide einen Tick größer und wechseln für 145 und 245 Euro den Besitzer. Auf die Unterschiede zwischen den drei Modellen gehen wir später genauer ein.

Design

Das Aussehen der Kamera hat sich im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Ixus 130 IS oder wiederum deren Urahn, der Ixus 120 IS, kaum verändert. Auch die Ixus 220 HS ist sehr, sehr klein. Klein genug, als dass man niemals zögern würde, die Knipse irgendwohin mitzunehmen. Wenn man sie allerdings irgendwo lose in einen Rucksack oder zusammen mit Schlüssel, Kleingeld & Co. in die Hosentasche stecken möchte, sollte man in eine Schutzhülle investieren – sonst verkratzen das schicke Gehäuse und das Display schnell.

Die Kamera ist in Silber, Schwarz und Rot erhältlich. Sogar der Objektivtubus ist in der Gehäusefarbe gehalten. Das Gehäuse ist mit einem leicht rauen Finish versehen, was sich zwar etwas gewöhnungsbedürftig anfühlt, aber für besseren Sitz in der Hand sorgt.

Unkompliziert: Auf der Oberseite der Kamera befinden sich lediglich Ein/Aus-Schalter und Auslöser samt Zoomring.
Unkompliziert: Auf der Oberseite der Kamera befinden sich lediglich Ein/Aus-Schalter und Auslöser samt Zoomring.

Grundsätzlich lässt sich die Digicam trotz ihrer winzigen Abmessungen bemerkenswert gut bedienen – selbst mit großen Händen. Alle Tasten sind flach und schließen bündig mit dem Gehäuse ab. Dadurch wirkt die Kamera sehr einheitlich. Allerdings sind das Vier-Wege-Pad und der mittig untergebrachte Func/Set-Button etwas fummelig zu bedienen. Sie fühlen sich zwar etwas besser an als bei den Vorgänger-Modellen, könnten den einen oder anderen Anwender allerdings dennoch vor Probleme stellen. Hier gilt, was wir eigentlich bei jeder Kamera nur empfehlen können: Am besten nimmt man die Ixus 220 HS vor dem Kauf einmal im Laden in die Hand.

Die Bedienung ist intuitiv und schnell erlernt. Das Menüsystem teilt sich in zwei Bereiche auf. Ein Druck auf den Func/Set-Button bringt zum aktuell gewählten Aufnahmemodus passende Einstellungen aufs Display. Die Menu-Taste ruft die tiefgreifenderen Kameraeinstellungen auf, die man nicht jeden Tag braucht. Wer sich mit den ganzen Bezeichnungen nicht zurechtfindet, kann eine Hilfe-Funktion aktivieren. Sie hält Tipps und Tricks zum Auswählen der korrekten Einstellungen bereit und verrät, was die unterschiedlichen Parameter für Auswirkungen haben. Das ist heutzutage nichts Außergewöhnliches, bei der kleinen Ixus aber sehr schön umgesetzt. Ein vollwertiges Handbuch ist auf der Digicam aber leider nicht untergebracht und findet sich auch nicht – jedenfalls nicht in ausgedruckter Form – im Karton.

Rechts oben neben dem Display gibt es eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme.
Rechts oben neben dem Display gibt es eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich eine kleine Klappe, die einen Mini-HDMI-Port sowie einen kombinierten Mini-USB/AV-Anschluss zum Verbinden mit dem Computer oder Fernseher bereithält. Die Fächer für Akku und Speicherkarte befinden sich auf der Unterseite der Digicam. Der Stromspeicher lässt sich übrigens nicht in der Kamera selbst aufladen – und bietet mit 220 Aufnahmen eine nicht gerade gigantische Reichweite. Wer viel herumzoomt, HD-Videos aufnimmt und Serienbildorgien feiert, muss mit noch weniger Laufzeit rechnen.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Canon Ixus 220 HS im Test: geniale Ultrakompakt-Kamera für Automatik-Knipser

  • Am 22. Juli 2011 um 19:00 von Hans Holletzek

    Bewertung Ixus 220 Hs
    Ich weiß nicht welche Kamera Sie beurteilt haben, aber ein Selbstauslöser ist vorhanden und die manuellen Einstellmöglichkeiten sind auch sehr üppig.

    • Am 30. Oktober 2011 um 09:54 von Harry Mirosdanie

      AW: Bewertung Ixus 220 Hs
      Es war ein manuelles Einstellen der Blende oder Belichtungszeit gemeint – das geht bei der Kamera nicht.

  • Am 22. Juli 2011 um 19:01 von Hans Holletzek

    Bewertung Ixus 220 HS
    Ich weiß nicht welche Kamera Sie beurteilt haben, aber ein Selbstauslöser ist vorhanden und die manuellen Einstellmöglichkeiten sind auch sehr üppig.

  • Am 15. September 2011 um 10:44 von Stefan Rothner

    Bewertung Ixus 220HS
    Tolle Kamera. Super Bild und Videoqualität. Klein ja, aber durch die größeren Knöpfe nicht unhandlich. Umschalten der Programme ist auch nicht umständlich (so wie oben beschrieben). Beste Digicam die ich je hatte. Vor allem Preis/Leistung ist top.

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