Der erste Blick auf die Webseite von GE Imaging – so heißt die Foto- und Videosparte von General Electrics – könnte bereits etwas abschreckend wirken. Hat man sich zur DV1 durchgehangelt, gibt es ganz oben neben Bildern des Produkte ein paar spärliche technische Daten zu sehen. Und direkt darunter finden sich erst einmal Hinweise dazu, wie man bei einem schlecht passenden USB-Stecker ein Ersatzkabel bekommt und wie man vorgeht, wenn die Kamera nicht mehr starten sollte. Das ist zwar prinzipiell eine recht lobenswerte Kommunikation zwischen Unternehmen und Endkunde, wirkt aber nicht gerade vertrauenseinflößend auf potenzielle Käufer. Wir geben dem kleinen Camcorder eine Chance.

Design & Ausstattung

Im Großen und Ganzen ist der DV1 nicht schlecht designt. Allerdings gibt es hier und dort noch Raum für Verbesserungen. Das Material fühlt sich etwas glitschig an, und leider hat das Gehäuse mit nichts aufzuwarten, was für einen wirklich sicheren Sitz in der Hand sorgen würde. Für einen Camcorder, der im Praxiseinsatz gerne einmal nass wird, sind das nicht gerade optimale Voraussetzungen.

Die Bedienelemente sind einfach zu verstehen. In der Mitte der Vorderseite gibt es ein Vier-Wege-Pad mit einer mittig gelegenen Aufnahmetaste. Das Pad dient zur Navigation durch die Menüs, zum Bedienen des vierfachen digitalen Zooms und zum Ein- und Ausblenden eines Histogramms. Das Bedienelemente macht einen gummiartigen, wabbligen Eindruck, was vermutlich auf das wasserdichte Design zurückzuführen ist.

Die Bedienung des DV1 gibt keine Rätsel auf, ist teilweise aber etwas umständlich.
Die Bedienung des DV1 gibt keine Rätsel auf, ist teilweise aber etwas umständlich.

Weiter links befindet sich eine Wipptaste zum Aufnehmen von Standbildern und zum Wechseln in den Wiedergabemodus. Auf der anderen Seite des Vier-Wege-Pads gibt es ein identisches Bedienelement, das zum Öffnen des Menüs und Löschen von Aufnahmen dient. Um ein Video aufzunehmen, muss man sich mit den ganzen Buttons allerdings nicht herumschlagen: Camcorder einschalten, Record-Taste drücken, fertig.

Beim Filmen stehen leider nicht die vollen 2,5 Zoll des Displays als Sucherbild zur Verfügung. Das untere Drittel der Anzeige wird mit etwas seltsam angeordneten Info-Boxen vollgestopft. Diese informieren über aktuell gewählte Einstellungen, die dem Großteil der Zielgruppe herzlich egal sein dürfte. Rechts unten findet sich beispielsweise ein recht großer Kasten, der die Bedienung des Vier-Wege-Pads erklärt und auf Wunsch einem Histogramm weicht.

Auf der anderen Seite muss man dem DV1 zu Gute halten, dass er mehr Optionen anbietet als der durchschnittliche Mini-Camcorder. Leider sind die Einstellungen in ziemlich verkorksten Menüs untergebracht. Öffnet man die Menüs, so tauchen beispielsweise nicht als erstes die Videoeinstellungen auf, sondern zunächst einmal haufenweise Optionen für den Fotomodus. Sicherlich, das ist kein Beinbruch – aber schlicht und ergreifend unnötig und auf Dauer lästig.

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