Wenn von einem flachen Notebook mit Alu-Gehäuse die Rede ist, denken viele gleich an ein Gerät von Apple. Und in der Tat sieht der vorliegende 15,6-Zöller auf den ersten Blick auch so aus. Ein Blick auf den Deckel offenbart aber: Er stammt von Dell.

Gegenüber dem eher kantigen und puristischen 15-Zoll-Macbook-Pro ist das XPS 15z ein wenig abgerundter und passt sich in die aktuelle Designlinie von Dell ein. Mit 2,46 Zentimetern an der dicksten Stelle gehört es zu den flachsten 15-Zöllern, Apple reklamiert in seinem Datenblatt mit 2,41 Zentimetern sogar noch ein Stückchen weniger. Mit den uns gebotenen Mitteln lässt sich ein solcher Unterschied aber nicht einmal feststellen.

Das Dell wiegt 2,55 Kilo, nimmt man das Netzteil mit auf die Reise, sind es insgesamt 3 Kilo. Apple gibt für sein 15-Zoll-Macbook 2,54 Kilo an – ohne Netzteil. Die Stabilität des schicken Gehäuses ist auf einem hohen Niveau, mit einer Ausnahme: der Deckel gibt schon bei leichten Druck etwas nach, allerdings kommt es zu keiner Verfärbung des Displays.

Auch die in dunklem silber gehaltene Alu-Handballenauflage fühlt sich wertig an. Rechts und links von der Tastatur sitzen die Lautsprecher. Im Vergleich zu der sonst erfreulichen Materialauswahl fällt das Scharnier etwas ab: es besteht aus Kunststoff, der sofort als solcher zu erkennen ist. Außerdem wirkt es etwas merkwürdig, dass der Displaydeckel nicht bündig am hinderen Rand des Notebooks abschließt, sondern etwas weiter vorne sitzt. Um die Baseunit verläuft eine chromfarbene Leiste.

Auf der linken Seite vorne hat das Dell fünf Status-LEDs, die auf Knopfdruck für einige Sekunden den Ladestand des Akkus anzeigen. Das ist ein nettes Detail, das wir aber fast in derselben Umsetzung von Apple her kennen.

Tastatur und Touchpad

Erfreulicherweise hat die Chiclet-Tastatur leicht konkave Tasten, die den Fingern seitlichen Halt geben. Der Schreibkomfort ist auf einem hohen Niveau und liegt deutlich über dem vieler Consumer-Notebooks. Eine Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass man auch bei schlechten Lichtverhältnissen ordnetlich arbeiten kann. Den Pfeiltasten hätte Dell allerdings etwas mehr Platz gönnen können.

Die Tastatur des Dell hat keine Direktwahltasten, Funktionen wie Lauter oder Leiser werden per Tastenkombination ausgeführt. Die einzige Besonderheit ist die Auswurf-Taste für den Slot-in-DVD-Brenner – hallo, Apple.

Das große Trackpad des XPS 15z unterstützt Multitouch, die Finger gleiten geschmeidig darüber – so soll es sein. Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings die beiden Maustasten: sie haben einen großen Tastenhub, was man von anderen Geräten so nicht kennt.

Beim Testgerät handelt es sich um die teuerste Variante mit Full-HD-Display. Trotz der 1920 mal 1080 Pixel ist die Darstellung auch bei einer nicht skalierten Windows-Oberfläche nicht zu klein. Das ist aber zugegebenermaßen Geschmacksache. Vor dem Kauf sollte man sich einen 15-Zöller mit Full-HD-Auflösung auf jeden Fall einmal ansehen. Gegenüber einem 1366-mal-768-Pixel-Screen kann man aufgrund der verkleinerten Darstellung deutlich mehr anzeigen. Das möchte man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen. Leider hat der Screen eine spiegelnde Oberfläche, Reflexionen sind also insbesondere bei dunklen Bildern deutlich sichtbar.

Das Dell XPS 15z verfügt über ein Full-HD-Display.
Das Dell XPS 15z verfügt über ein Full-HD-Display.

Über dem Screen sitzt eine 1,3-Megapixel-Webcam, die eine maximale Auflösung von 1280 mal 1024 Pixel bringt. Dazu gibt es ein Array-Mikrofon.

Auf der linken Seite sitzen folgende Anschlüsse: HDMI, Mini-Displayport, USB-2.0-/eSATA-Kobination sowie zwei Mal USB 3.0. Zudem ist dort ein Kartenleser für die üblichen Formate (SD, SDIO, SDXC, SDHC, MS, MS Pro, MMC, MSXC und xD) untergebracht. Erfreulicherweise befinden sich alle Anschlüsse relativ weit hinten; eingesteckte Kabel sind einem also nicht im Weg.

Auf der Rückseite findet man den Gigabit-Ethernet-Ports sowie den Stromanschluss, vorne sind keine Schnittstellen. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Überraschenderweise findet wir rechts nur den Schlitz des Slot-in-DVD-Brenners sowie Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang vor, von den sonst üblichen USB-Ports ist aber nichts zu sehen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Dell XPS 15z: flacher 15,6-Zöller in Alu

  • Am 29. Juni 2011 um 09:59 von no name

    Minuspunkte
    Warum ist das Full-HD Display ein Minuspunkt?

    • Am 29. Juni 2011 um 10:36 von Stefan Möllenhoff

      AW: Minuspunkte
      Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis. Das Full-HD-Display gehört natürlich zu den Pluspunkten. Wir haben den Artikel korrigiert.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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