Olympus E-P3 im Test: blitzschnelle Systemkamera mit Turboloch bei der Bildqualität

Olympus’ kompakte Systemkameras konnten uns bislang immer mit guter Bildqualität begeistern, enttäuschten aber in puncto Geschwindigkeit. Mit dieser Schwäche aufräumen, das war der große Vorsatz des Herstellers. Und das hat auch geklappt. Aber leider geht es nicht ganz ohne Opfer. Wie diese aussehen, verrät der Testbericht.

Kleine Knipsen mit großer Bildqualität: Die sogenannten EVIL-Kameras sind im Prinzip DSLRs, denen man den Spiegelkasten und den optischen Sucher gestrichen und so ordentlich Platz gespart hat. Bei Olympus heißt diese Kameraklasse “Pen” und zählt bereits etliche Mitglieder, die sich in drei Serien gliedern: E-P1 bis E-P3 bezeichnet die Flaggschiffe, E-PL1 bis E-PL3 sind die Light-Versionen, und die E-PM1 ist die Mini-Ausführung. Klingt undurchsichtig? Ist es auch. Hier geht’s um das neueste Flaggschiff, die E-P3. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt inklusive Kitobjektiv 949 Euro.

Design & Ausstattung

Das Gehäuse der Olympus E-P3 ist ungefähr so groß wie das der indirekten Vorgängerin E-PL2. Nachdem die E-PL3 aber wiederum ein ganzes Stück geschrumpft ist und die E-PM1 sowieso winzig ist, ist die E-P3 das sperrigste Modell aus dem aktuellen Olympus-Lineup. “Sperrig” heißt hier 12,2 mal 6,9 mal 3,4 Zentimeter und ist eigentlich immer noch ziemlich klein. Das Gehäuse besteht komplett aus Metall und sieht recht schick aus. Das schwarze Modell wirkt im Gegensatz zu den Vorgängern und den andersfarbigen Ausführungen – silber und schwarz – allerdings irgendwie etwas billig.

Sollte man an der flachen Gehäusefront der Kamera mit den Fingern der rechten Hand zu wenig Halt finden, hilft ein Blick in den Karton weiter. Hier liegt nämlich ein flacher Griff, der sich am Gehäuse anschrauben lässt. Wer nicht mit Pancake-Objektiven, sondern mit Telezoom-Linsen oder alten Four-Thirds-Optiken unterwegs ist, findet im Zubehörangebot des Herstellers auch einen ausgeprägteren Griff.

Der Bildschirm auf der Rückseite der Olympus E-P3 ist zwar nach wie vor 3,0 Zoll groß, dafür jetzt aber berührungsempfindlich ausgelegt. Anstelle einer LCD-Anzeige setzt Olympus jetzt außerdem auf die OLED-Technik und schraubt die Auflösung von 230.000 (320 mal 240 Pixel, RGB) auf 610.000 Subpixel (640 mal 480 Pixel, PenTile) nach oben. Die Anzeige ist hell, scharf und nimmt dank einer fettabweisenden Beschichtung erfreulicherweise keine Fingerabdrücke an.

Das Display überzeugt mit hervorragender Darstellungsqualität und fettabweisender Beschichtung. Eine flexible Aufhängung, und wir wären wunschlos glücklich.
Das Display überzeugt mit hervorragender Darstellungsqualität und fettabweisender Beschichtung. Eine flexible Aufhängung, und wir wären wunschlos glücklich.

Das Interface der Kamera hat einen Neuanstrich bekommen, um die höhere Auflösung voll auszunutzen. Die Oberfläche orientiert sich immer noch sehr stark an den mechanischen Tasten und weniger am berührungsempfindlichen Display. Lediglich ein paar wenige Features, etwa der Touch-Auslöser oder die Live-Guide-Funktion, nutzen den Touchscreen aus. Die Live-Guide-Funktion steht dem Fotografen jetzt übrigens nicht mehr nur in der Automatik, sondern in allen Modi mit unkomplizierten Einstellungen zu Seite – statt der Blende passt man dann beispielsweise die Hintergrundunschärfe an. Ob das bei einer Kamera in dieser Preisklasse nötig sein sollte, darüber kann man streiten.

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