Aber benötigt man dieses Feature überhaupt? Und bringt es einen ausreichenden Mehrwert, damit sich der Ion Twin auf dem nicht gerade dünn besiedelten Markt behaupten kann? Wir schauen uns den in Deutschland zu Marktpreisen ab 88 Euro verfügbaren Camcorder einmal genauer an.

Design & Ausstattung

Dank dem Doppel-Objektiv-Design und den ebenfalls in zweifacher Ausführung vorhandenen Mikros kann man sich sehr leicht selbst in Filme einblenden, ohne dazu die Kamera wild herumschwenken oder die Aufnahmen später großartig editieren zu müssen. Mit einem einzigen Knopfdruck wechselt man zwischen den Objektiven auf der Vorder- und Rückseite hin und her. Neben jedem Objektiv ist übrigens eine kleine LED zur Ausleuchtung des Motivs untergebracht.

Da man die beiden Objektive ja auch irgendwie im Gehäuse unterbringen muss, ist der Ion Twin Video etwas breiter als der typische Pocket-Camcorder. Dies könnte seine Bedienung durch Personen mit kleinen Händen etwas unbequem gestalten, aber Ion denkt mit und legt dem Gerät einen angenehmen schweren Griff bei, der einfach in die Stativ-Befestigung an der Unterseite des Geräts geschraubt wird. Dank dem Griff kann man den Twin Video sehr bequem halten. Zusätzlich kann man den Griff natürlich auch gleich als Mini-Stativ zur Beruhigung von Aufnahmen verwenden.

Das Gehäuse des Camcorders besteht aus einem glänzenden Kunststoff, der Fingerabdrücke regelrecht anzusaugen scheint. Der Camcorder selbst ist so leichtgewichtig, dass er sich etwas billig und fragil anfühlt – aber in der Praxis zeigt er sich dann doch als recht robust. Und einen Vorteil hat das niedrige Gewicht ja: Man kann ihn überall hin mitnehmen und fühlt sich nicht belastet.

Auf der Vorder- und Rückseite des Ion Twin Video finden sich jeweils ein Objektiv, ein Mikro und eine LED-Leuchte.
Auf der Vorder- und Rückseite des Ion Twin Video finden sich jeweils ein Objektiv, ein Mikro und eine LED-Leuchte.

Unter den Objektiven sitzt ein 2,4 Zoll großes LCD, die so genannte You/Me-Taste für das Wechseln der Aufnahmerichtung und ein paar schlichte Kontrollen. Neben dem zentral platzierten Aufnahmeknopf gibt es einen Mode-Button für den Wechsel zwischen Foto- und Videoaufnahme sowie Wiedergabe.

Die Set/Delete-Taste ruft eine Liste mit vier Einträgen auf: Beleuchtung (schaltet die LEDs an und aus), Format (zum Formatieren einer SD-Speicherkarte), TV-System (NTSC oder PAL) sowie Lichtfrequenz (50 oder 60 Hz). Mit dem gleichen Knopf kann man auch aufgenommene Videos und Fotos löschen, wenn die Kamera im Wiedergabe-Modus ist.

Die beiden verbleibenden Tasten sind für die Steuerung des dreifachen Digitalzooms und der Lautstärke sowie der Navigation im Menü zuständig. Das war es dann auch schon in Sachen Kontrollen. Wer also einen unkomplizierten Mini-Camcorder sucht, ist zumindest diesbezüglich hier goldrichtig.

An der rechten Seite befindet sich der Ein-/Aus-Knopf, eine Schalter für die Mikrofonverstärkung (hoch/niedrig) und ein abgedeckter Schacht für SD- und SDHC-Speicherkarten. Der Twin Video wird übrigens einschließlich einer zwei GByte großen SD-Speicherkarte ausgeliefert, so dass man sofort – wenn auch nicht extrem lange – loslegen kann.

An der linken Seite findet man eine weitere Anschlussabdeckung, unter der sich ein Mini-USB-Port, ein TV-Ausgang und ein Steckplatz für einen kabelgebundenen Fernauslöser befinden. Mit dieser übrigens ebenfalls mitgelieferten Kabelfernsteuerung kann man verdeckt die Umschaltung zwischen den beiden Objektiven initiieren. Und das ist perfekt für Interviews.

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