Kino.to: Die umstrittene Streamingplattform ist wieder da

kino.to meldet sich zurück

Das bereits stillgelegte Filmportal kino.to meldet sich mit einer neuen Internetseite zurück. Auf der Startseite, die nun unter einer anderen URL läuft, wenden sich die Betreiber direkt an die GVU: „Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden?“. Das Design der Webseite erinnert stark an das Original. Und wie zuvor werden auch auf dem neuen Portal aktuelle Filme, Dokumentationen und Serien als Stream angeboten. Ob die Betreiber der aktuellen Webseite tatsächlich in Verbindung mit den bereits festgenommenen kino.to-Machern stehen, ist noch unklar. Verschiedene Quellen behaupten allerdings, dass die Polizei nicht alle kino.to-Betreiber verhaften konnte.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) teilte in ihrem Blog in diesem Zuge den Nutzern der Streamingseite mit: „Infolge des wochenlangen Medieninteresses an dem Fall kino.to kann davon ausgegangen werden, dass Nutzern die Illegalität solcher Angebote bewusst sein dürfte“. Ob diese Aussage zutrifft, wird unter Rechtsexperten immer noch eifrig diskutiert. Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht und Medien-Experte, beruhigte ehemalige kino.to-Nutzer in einem Blogeintrag: „Es ist keineswegs ausgemacht, dass das bloße Betrachten von Streams, wie sie kino.to angeboten hat, eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Es fehlt nämlich an der notwendigen Vervielfältigung des Films, da auf dem Rechner des Nutzers keine Kopie gespeichert wird“.

Vergangenen Juni wurde die Internetseite kino.to abgeschaltet und ein Teil ihrer Betreiber von der Kriminalpolizei festgenommen. Der Grund für die Festnahmen: „Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen“. Die Fahnder kategorisierten die Plattform als „hochkriminelles und profitorientiertes System“. Allein durch Werbung hätten die Beschuldigten Umsätze in Millionenhöhe gemacht.

CNET für mobile Geräte:
Android-App Google Currents App for iOS

Themenseiten: Internet, Streaming

Artikel empfehlen:
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Kino.to: Die umstrittene Streamingplattform ist wieder da

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *