Der Camcorder ist mit Anschaffungskosten von 500 Euro alles andere als günstig. Aber dafür bekommt man hier eine Bullet-Kamera, die so ziemlich jeden Trick draufhat, den man sich nur wünschen kann: GPS-Receiver, Kommunikation mit dem Handy, praktisches Montagesystem, HDMI-Ausgang, Mikrofoneingang, Superweitwinkel-Objektiv und so weiter. Aber lohnt sich die Investition?

Hardware

Was die Form angeht, ist die Contour+ von ihren älteren Geschwistern kaum zu unterscheiden. Lediglich das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium verrät: Hier steckt etwas besonders drin. Bei genauerem Hinsehen werden weitere Unterschiede sichtbar.

So mussten beispielsweise die beiden Laserpointer, die in der Spitze der ContourHD sitzen, Platz für die größere und hochwertigere Linse der Contour+ machen. Das neue Objektiv ist leider nicht mehr ein Stück weit im Gehäuse versenkt, sondern schließt fast bündig mit dem vorderen Gehäuseende ab. Das mag zwar erforderlich sein, um die 170-Grad-Optik unterzubringen. Aber das Frontglas wirkt so einfach etwas ungeschützt. Immerhin: Im Lieferumfang ist eine Linsenabdeckung aus Gummi enthalten.

Auch die Vorgängerin ContourHD bot bereits eine drehbare Linse, die ein Ausrichten des Bilds ermöglicht. Die Contour+ steigert die Freiheit von 180 auf 270 Grad. So lässt sich die Kamera in so ziemlich jedem nur erdenklichen Winkel oder über Kopf an Helm, Fahrzeug, Mensch und Tier anbringen und das Video anschließend gerade ausrichten.

Die Linse der Contour+ lässt sich um 270 Grad drehen. So lässt sich das Bild auch bei seitlicher oder Kopfüber-Montage einfach wieder gerade ausrichten.
Die Linse der Contour+ lässt sich um 270 Grad drehen. So lässt sich das Bild auch bei seitlicher oder Kopfüber-Montage einfach wieder gerade ausrichten. Die „170°“ unter dem Objektiv bezeichnen übrigens den Bildwinkel.

Des weiteren bietet die Contour+ ein paar neue Kommunikationswege an, die teilweise auch schon bei der Schwester ContourGPS verfügbar waren. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich eine Hutze, die sich zum Starten der Aufnahme nach vorne schieben lässt und unter der sich ein GPS-Receiver versteckt. Er zeichnet während der Aufnahme Längen- und Breitengrad, Höhe über dem Meeresspiegel und Geschwindigkeit auf. Außerdem an Bord ist ein Bluetooth-Funkmodul, mit dem sich der Camcorder mit Smartphones verbinden lässt.

Auf der Unterseite des Geräts gibt es eine neue 2,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschließen eines externen Mikrofons. Das ist praktisch, wenn man etwa auf der Downhill-Strecke Kommentare zu den verschiedenen Streckenabschnitten einsprechen möchte oder sich einfach einen gerichteteren Ton wünscht, als es das omnidirektionale Mikrofon des Contour+ einfängt. Bei Nichtbenutzung ist der Port von einer Gummikappe geschützt. Die Action-Kamera ist dann zumindest spritzwasserfest – tauchen sollte man mit ihr allerdings nur mit dem optional erhältlichen Unterwassergehäuse.

Hinten am Gehäuse gibt es ebenfalls ein paar neue Eingänge. Zu dem Standard-Mini-USB-Anschluss gesellt sich ein Micro-HDMI-Port dazu. Mit dem mitgelieferten HDMI-Kabel lässt sich der Camcorder dann wahlweise an ein Display oder ein externes Aufnahmegerät anschließen. Zum Wiedergeben von bereits aufgezeichneten Filmchen eignet sich der Ausgang allerdings nicht.

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