Auto App Organizer für Android bringt Ordnung in die App-Sammlung

Wer unzählige Apps auf seinem Smartphone installiert hat, kennt das Problem: Da Googles mobiles Betriebssystem alle heruntergeladenen Anwendungen in ein und demselben Menü ablegt, wird die Suche nach einem bestimmten Programm immer mühsamer. Eine Möglichkeit, die Applikationen zu sortieren, gibt es von Haus aus nicht. Abhilfe schafft das praktische Tool Auto App Organizer. Es bringt nicht nur Ordnung in die chaotische App-Sammlung, sondern sichert die Programme auf Wunsch auch gleich auf der microSD-Karte. Und zwar automatisch.

Nach dem ersten Start scannt die App das Smartphone erst einmal nach installierten Applikationen. Danach hat der Nutzer die Wahl, ob Auto App Organizer die Applikationen automatisch kategorisieren soll oder ob er sie lieber eigenhändig sortieren möchte. Überlässt man die Arbeit dem Programm, teilt es die installierten Anwendungen und Spiele in vorgefertigte Kategorien wie Apps, Internet, Tools oder Games ein. Dazu ist eine Verbindung zum Internet notwendig. Zwar hat der Auto App Organizer nicht für alle Anwendungen Kategorien parat, doch in unserem Test wurde der Großteil sinnvoll eingeteilt. Noch nicht kategorisierte Apps findet der Nutzer unter einem eigenen Tab. Von dort aus kann er sie dann einzeln oder dank Batch-Funktion auch auf einen Schwung in die gewünschten Ordner schubsen.

Kommt eine neue App hinzu, kategorisiert sie der App-Organizer – wenn möglich – automatisch. Ansonsten weist sie der Nutzer manuell per Pop-Up-Fenster zu. Standardmäßig schlägt der App-Organizer vor, neue Apps erstmal für einen einstellbaren Zeitraum in die Newbies-Sektion zu stecken. So hat man alle frisch installierten Apps auf einen Blick zur Hand und kann sie auch schnell wieder deinstallieren, falls sie doch nicht den Vorstellungen entsprechen. Spiele oder Anwendungen, die der Smartphone-Besitzer beispielsweise 30 oder 60 Tage lang nicht mehr benutzt hat, landen ebenfalls in einer eigenen Kategorie – Unused. Das ist praktisch, um alte Apps herauszufiltern, die man eigentlich nicht mehr benötigt. Neben den schon eingerichteten Kategorien hat der Smartphone-Besitzer auch die Möglichkeit, eigene zu definieren und mit Icons zu versehen. Allerdings beachtet der App-Organizer diese bei der automatischen Kategorisierung nicht.

Ein Fingertipp auf einen Eintrag startet wie gewohnt die jeweilige App. Ein langer Klick ruft ein Kontextmenü mit weiteren Funktionen auf. Zum Beispiel leitet der App-Organizer direkt zum Market weiter, öffnet die Anwendungs-Einstellungen oder erstellt eine Verknüpfung auf dem Homescreen. Kategorien lassen sich übrigens auch auf dem Startbildschirm unterbringen.

Neben einer besseren Übersicht dient der Auto App Organizer auch zum komfortablen Anlegen von Backups ausgewählter Applikationen. Auf Wunsch sichert er Anwendungen automatisch – beispielsweise, sobald sie der Smartphone-Besitzer deinstalliert.

Kleine Symbole neben dem Namen der App informieren den Nutzer über ihren aktuellen Status. Eine grüne beziehungsweise blaue Box bedeutet beispielsweise, dass die App auf der SD-Karte beziehungsweise im internen Speicher des Smartphones installiert ist. Eine rote Box informiert den Nutzer, dass sich die Anwendung auf die Speicherkarte verschieben lässt. Ziert zusätzlich eine kleine Diskette das Symbol, ist für die betrachtete App ein Backup auf der Speicherkarte vorhanden. Deinstallierte Anwendungen kennzeichnet Auto App Organizer durch ein braunes Symbol mit rotem X. Erläuterungen zu den Symbolen lassen sich auch nochmals in der Hilfe nachlesen, die im Menü unter dem Punkt Mehr zu finden ist.

In den Optionen findet der Anwender noch eine Fülle von Einstellungen. So lässt sich beispielsweise festlegen, welche Kategorien die App anzeigen soll, ob auch System-Anwendungen in den Listen auftauchen, in welchem Ordner die Backups landen oder welche Aktion das Programm nach einem Klick auf eine App ausführt.

Den Auto App Organizer gibt es in zwei Ausführungen. Die kostenlose Variante ist jedoch vom Funktionsumfang her mit der kostenpflichtigen Version identisch. Der einzige Unterschied sind die Werbeeinblendungen. Ohne Banner kostet der Auto App Organizer knapp 2,50 Euro. Damit die Werbung nach dem Upgrade endgültig verschwindet, muss der Smartphone-Besitzer die App über den Exit-Button im Menü unter Mehr verlassen und neu starten. Hinweise dazu finden sich in der Hilfe.

Wer nicht allzu viele Apps auf seinem Smartphone installiert hat, wird den Auto App Organizer nicht unbedingt brauchen. Tummeln sich allerdings einmal mehrere 100 Programme auf dem Gerät, ist er ein nützliches Tool, um einen besseren Überblick über die installierten Apps zu behalten. Die automatische Kategorisierung ist zwar nicht perfekt, erspart aber dennoch einiges an Zeit und Handarbeit. Dank Ordner-Shortcuts lässt sich auch schnell Platz auf dem Homescreen schaffen. Die automatische Backup-Funktion rundet das Programm ab.

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