2,5 Zentimeter? Wow, denken wir uns, als wir aufs Datenblatt gucken. 2,5 Zentimeter? Als wir die Kamera in die Finger kriegen, haben wir unsere Zweifel. Zu recht, denn die spektakuläre Angabe aus dem Datenblatt bezieht „vorstehende Teile“ nicht mit ein. Dass aber das Objektiv und der Handgriff, die zusammen fast drei Viertel der Kamera-Vorderseite einnehmen, als „vorstehende Teile“ abgeschrieben werden – das ist doch etwas frech.

Design

Genug Prügel verteilt – die Samsung WB700 ist mit ihren „echten“ 3,3 Zentimetern trotzdem erstaunlich kompakt. Sie passt problemlos in die Hosentasche einer Herrenjeans und stellt dank einem Kampfgewicht von 224 Gramm inklusive Akku, Speicherkarte und Trageschlaufe auch nicht unbedingt den Gürtel auf die Zerreißprobe. Das in Schwarz und Silber erhältliche Gehäuse fühlt sich hochwertig verarbeitet an und macht eine schicke Figur. Der Handgriff auf der rechten Seite der Kamera ist zwar angenehm ergonomisch geformt, bietet aufgrund des glatten Materials nicht so viel Halt, wie es uns lieb wäre.

Auf der Oberseite der Kamera sitzt ganz rechts der Auslöser, der von einem Zoomring umgeben ist. Links daneben befinden sich der Moduswahlschalter und der Ein/Aus-Knopf. Weiter links folgen ein Mono-Lautsprecher sowie das Stereo-Mikrofon. Die WB700 soll übrigens die Geräusche, die der Objektivmotor beim Zoomen verursacht und die auf den Videos zu hören sein sollten, effektiv herausfiltern. Leider funktioniert das in der Praxis nicht besonders gut.

Der Handgriff auf der rechten Seite der Kamera ist zwar recht großzügig dimensioniert, aber leider mit einem sehr glatten Material beschichtet.
Der Handgriff auf der rechten Seite der Kamera ist zwar recht großzügig dimensioniert, aber leider mit einem sehr glatten Material beschichtet.

Hinten an der Kamera dominiert das 3,0 Zoll große Display. Es löst mit 320 mal 240 Pixeln (230.000 Subpixeln) leider nicht besonders hoch auf, ist aber angenehm hell und auch bei direktem Sonnenlicht noch recht gut abzulesen. Rechts oben neben dem Display gibt es vergleichsweise viel Platz für den Daumen der rechten Hand. Leider hat es Samsung verpasst, dem Material hier – wie auch schon auf dem Handgriff – eine griffige Textur zu verpassen. Lediglich zwei winzige vertikale Stege versuchen, etwas Halt zu geben. Erfolgreich? Nur mäßig.

Rechts oben im Eck befindet sich ein dedizierter Button zum Starten der Videoaufnahme. Darunter sitzen nebeneinander ein Menu-Knopf und eine mit einem „C“ bezeichnete Funktionstaste, der wahlweise zum Einstellen von Belichtungskorrektur, ISO-Empfindlichkeit oder Weißabgleich dient. Anschließend folgt ein Vier-Wege-Pad mitsamt mittigem Ok-Button. Die vier Richtungstasten dienen auch zum Anpassen von Display, Blitz, Selbstauslöser und Makromodus. Ganz unten schließlich bringt Samsung noch zwei Knöpfe zum Wechseln in den Wiedergabe-Modus und Löschen von Aufnahmen unter. Die Löschen-Taste ruft im Aufnahmemodus ein Schnellmenü mit kontextabhängigen Kameraeinstellungen auf – darunter ISO-Empfindlichkeit, Bildstabilisator, Weißabgleich, Fokusmodus und Gesichtserkennung.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein Micro-HDMI-Port und ein proprietärer USB-Anschluss, der auch als AV-Ausgang und zum Aufladen der Kamera dient. Im Lieferumfang ist kein externes Ladegerät enthalten, sondern nur ein Netzadapter für die USB-Strippe. Die beiden Anschlüsse werden von einer solide wirkenden Klappe vor Staub und Schmutz geschützt. Darunter bringt Samsung noch eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe unter. Unten an der Kamera befindet sich eine Klappe, die den Stromspeicher und den SD-Kartenslot beherbergt.

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