Die Panasonic Lumix DMC-FS37 unterscheidet sich nur wenig von ihrer Vorgängerin FS30. Der nach wie vor achtfache optische Zoom deckt einen Brennweitenbereich von 28 bis 224 Millimetern im Kleinbildäquivalent ab. Der Bildsensor ist 1/2,3 Zoll groß geblieben, löst nun aber 16 anstelle von 14 Megapixeln auf. Ob das sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man streiten. Der größte Unterschied liegt wohl im Display auf der Rückseite: Es ist von 2,7 auf 3,0 Zoll gewachsen und nun berührungsempfindlich.

Design

Der Bildschirm der FS37 nimmt fast die gesamte Rückseite der Kamera ein. Platz für mechanischen Bedienelemente bleibt keiner. Panasonic bringt alle Tasten und Knöpfe auf der Oberseite des Gehäuses unter. Und auch hier ist die Auswahl nicht besonders groß: Von links nach rechts finden Ein/Aus-Schalter, Auslöser mit umliegendem Zoomring und E.Zoom-Button ihren Platz. Ein Druck auf die E.Zoom-Taste lässt das Objektiv schnell herauszoomen, damit der Fotograf das Motiv wiederfinden kann, das er möglicherweise bei hoher Brennweite aus den Augen verloren hat. Eine zweite Betätigung aktiviert den digitalen Zoom, der im Prinzip einfach aus der Mitte des 16-Megapixel-Fotos einen 3-Megapixel-Ausschnitt herausschneidet – und damit natürlich Bildqualität kostet. Ein dritter Druck auf die Taste bringt das Objektiv zurück zum Ausgangszustand. Mehr Tasten gibt’s nicht, um alles andere kümmert sich der Touchscreen.

Sämtliche mechanischen Bedienelemente der FS37 sammeln sich auf der Oberseite des Gehäuses.
Sämtliche mechanischen Bedienelemente der FS37 sammeln sich auf der Oberseite des Gehäuses.

Wie bei vielen berührungsempfindlichen Kameras ist auch das Interface bei der FS37 etwas anstrengend und gewöhnungsbedürftig. Dem Drücken von Knöpfen stehen eben Fingertipps auf dem Display gegenüber – und das nicht zu knapp. Beispiel: Man möchte den Serienbildmodus aktivieren. Ein Fingertipp auf das Menü-Icon links auf der Anzeige bringt zwei weitere Icons aufs Display, eines für Aufnahmeeinstellungen, das andere für allgemeine Einstellungen. Nach einem Druck auf Aufnahmeeinstellungen muss man sich durch ein Menü hangeln, das immer nur vier Punkte gleichzeitig auf der Anzeige darstellt. Auf dem dritten Bildschirm schließlich findet sich der gewünschte Parameter. Man tippt ihn an und wählt in einem weiteren Dialog schließlich den Serienbildmodus aus. Um zurück zum Sucherdisplay zu kommen, drückt man entweder zweimal auf den Zurück-Pfeil oder tippt den Auslöser an.

Bei einer Panasonic-Kompaktkamera mit mechanischen Tasten würde dieser Konfigurationsschritt zwar nicht großartig anders aussehen, aber der Fingertanz auf dem Touchscreen fühlt sich einfach deutlich langsamer an als die Navigation mit „echten“ Knöpfen. Wer nicht ständig unter Hochdruck irgendwelche Aufnahmeparameter umstellen muss, für den wird die Bedienung sicherlich kein Hindernis darstellen. Wir empfehlen, das Interface vor dem Kauf der Kamera zumindest einmal im Laden auszuprobieren. Für zwei häufig benutzte Einstellungen – etwa ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich oder Belichtungskorrektur – gibt es übrigens auf der linken Seite des Displays zwei frei belegbare Schaltflächen. Rechts auf dem Bildschirm befinden sich Symbole für Aufnahmemodus und Wiedergabe sowie ein Zoomschieber, der schick aussieht, aber nicht besonders praktisch ist.

Das 3,0 Zoll große Display bietet mit 320 mal 240 Pixeln (230.000 Subpixeln) leider keine besonders hohe Auflösung.
Das 3,0 Zoll große Display bietet mit 320 mal 240 Pixeln (230.000 Subpixeln) leider keine besonders hohe Auflösung.

Ansonsten haben wir am Touchscreen nichts auszusetzen. Das Display reagiert sehr gut und lässt sich für ein präziseres Ansprechen auch noch kalibrieren. Die Möglichkeit, mit einem Fingertipp auf den Bildschirm den Fokuspunkt zu verschieben und auf Wunsch auch gleich das Fotoaufzunehmen, ist wirklich klasse. Man muss nur aufpassen, dass man die Kamera und damit das Foto nicht verwackelt, wenn man auf das Display tippt. Im Wiedergabemodus lassen sich die Aufnahmen recht flott durchblättern, zurechtschneiden oder für den Upload auf Facebook, Flickr & Co. taggen. Das Hochladen übernimmt die auf der Kamera installierte Software.

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