Loewe Individual 46 Compose 3D im Test: faszinierender Edel-Fernseher

Ein Fernseher zum Preis eines Kleinwagens? Der muss nicht nur schick aussehen, sondern auch echt etwas können. Wir haben den schicken Luxus-Fernseher Individual 46 Compose 3D in einer Version mit 46 Zoll Bilddiagonale, motorisiertem Standfuß, Soundprojektor und Subwoofer zum stolzen Listenpreis von 8750 Euro getestet. Was der LED-LCD-Tausendsassa mit USB- und Netzwerk-Schnittstellen, Mediaplayer, Internetbrowser und integriertem HDTV-tauglichem Harddisk-Recorder alles kann, verrät der Testbericht.

Natürlich gibt es inzwischen auch schon die ersten 46-Zoll-Fernseher mit 3D-Funktion für unter 1000 Euro. Wer bei Sound, Design, Ausstattungskomfort und Bildqualität zu Abstrichen bereit ist, kann mit so einem Gerät durchaus glücklich werden. Wer allerdings über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich aber auch einen Edel-3D-Fernseher gönnen, der bereits beim Einschalten fasziniert. Der hier getestete Individual 46 Compose 3D dreht sich nämlich wie von Zauberhand grazil und nahezu unhörbar von seiner Ruheposition in Richtung Couch, zur Essecke oder zum Lieblings-Lehnsessel. Hat er die individuell vorprogrammierbare Einschaltposition erreicht, dann öffnet sich von der Bildmitte her nach außen der Vorhang und gibt das Fernsehbild preis – wie im echten Kino, aber natürlich nicht mit einem Stoffvorhang, sondern nur virtuell.

Verblüffend satter Surround-Sound

Ein paar Sekunden später beginnt die unter dem Display schwebende, einen Meter breite Sound-Projektor-Lautsprechereinheit ihre Arbeit. Nicht weniger als 40 unterschiedlich ausgerichtete Hochtonlautsprecher sowie zwei kräftige Mitteltöner sorgen hinter dem 22,5 Zentimeter hohen Metall-Lautsprechergitter für ein erstaunlich echt klingendes Kinoerlebnis, bei dem – je nach Film und seiner Surround-codierung – sogar so manche Geräusche hinter dem Kopf ertönen. Und für kernige Bässe sorgt der 43 mal 34,5 Zentimeter große und 24,4 Zetimeter hohe aktive Subwoofer I Sound mit 100 Watt Sinus-Ausgangsleistung (170 Watt Musikleistung), der wie eine kleiner Hocker unscheinbar in der Ecke steht.

Für dieses Akustikerlebnis müssen allerdings der Subwoofer und die digitale Soundprojektor-Einheit mit ihren 42 Verstärkereinheiten (40 mal 2 Watt und 2 mal 20 Watt) erst einmal elektronisch kalibriert werden. Diese Prozedur war aber im Test erfreulich schnell und einfach erledigt. Hierzu haben wir das mitgelieferte Mess-Mikrofon einfach mitsamt seinem knapp einen halben Meter hohen Standfuß aus Karton auf der Lieblings-Sitzposition aufgestellt. Per Fernbedienung wird dann der Einmess-Vorgang gestartet. Zehn Sekunden haben die Bewohner dann noch Zeit, um den Raum zu verlassen, bis verschiedenste futuristisch anmutende Klänge und Geräusche ertönen. Sie werden abwechselnd über die Lautsprecher in den Raum abgestrahlt, an den Wänden reflektiert und vom Messmikrofon empfangen – Menschen würden hier nur stören. Eine ausgeklügelte Software sorgt nun dafür, dass die Endstufen der 42 Lautsprecher und der Bassbox exakt einjustiert werden. Nach dieser Raum-Einmessung ertönen Actionfilme fast so, wie bei einer richtigen 5.1- oder 7.1-Surround-Sound-Aufstellung mit sechs bzw. acht separaten Lautsprecher-Einheiten. Dabei können auch noch die Sitznachbarn sehr gute Raumklänge erleben.

Nachdem es in so manchem Wohnzimmer nicht nur die klassische Couch, sondern auch einen Lieblingssessel und vielleicht noch eine Essecke gibt, lässt sich der Motorstandfuss des hier getesteten Loewe für insgesamt drei Betriebspositionen vorprogrammieren und natürlich kann auch der Soundprojektor für alle drei Positionen eingemessen werden. Zum Wechsel der Sehpositionen braucht man nach der einmaligen Einmessung nur ganz simpel auf der Navigationswippe der Fernbedienung nach rechts oder links tippen – schon dreht sich der Standfuss und die 43 Lautsprecherverstärker werden automatisch entsprechend angepasst.

Der Soundprojektor decodiert übrigens die verschiedensten Tonstandards – von PCM über dts, Dolby-Digital oder Dolby-Pro-Logic bis hin zu Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD oder Dolby Digital EX. Und steht einmal keine Surroundquelle zur Verfügung, lassen sich auch diverse Raumklang-Schallfeldprogramme aktivieren, wie beispielsweise eine Konzerthalle oder die Atmosphäre des bekannten New Yorker Jazzclubs The Bottom Line.

Zur vollautomatischen Einmessung des Soundprojektors auf die vorhandene Raumakustik muss das mitgelieferte Messmikrofon samt 52 cm hohem Papp-Ständer einmal für ein paar Minuten am bevorzugten Fernseh-Sitzplatz aufgestellt werden.
Zur vollautomatischen Einmessung des Soundprojektors auf die vorhandene Raumakustik muss das mitgelieferte Messmikrofon samt 52 cm hohem Papp-Ständer einmal für ein paar Minuten am bevorzugten Fernseh-Sitzplatz aufgestellt werden.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Loewe Individual 46 Compose 3D im Test: faszinierender Edel-Fernseher

  • Am 2. September 2013 um 06:32 von Reinhard

    gerade gekauft und sehr zufrieden!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *