Sony hat dieses Jahr drei kompakte Megazoom-Kameras der H-Serie vorgestellt: das Highend-Modell HX9V, die Einsteiger-Kamera H70 und dawischen die HX7V. Die HX7V verfügt über das gleiche Objektiv die die H70 und steckt in einem sehr ähnlichen Gehäuse, bringt aber anstelle des langsamen CCD-Sensors den schnellen, rückseitig belichteten CMOS-Chip der HX9V mit. Aber ob dieser den recht happigen Aufpreis von derzeit knapp 100 Euro gegenüber der H70 wert ist? Wir sind gespannt.

Design

Wie bei der H70 ist auch das Gehäuse der HX7V schlicht und einfach gestaltet. Mit Abmessungen von 10,2 mal 5,8 Zentimetern und einer Dicke von 28,6 Millimetern passt die Kamera problemlos in größere Hosentaschen oder Jackentaschen. Das 3,0-Zoll-Display ist groß, hell und auch bei intensiver Sonneneinstrahlung noch recht gut abzulesen. Mit 640 mal 480 Pixeln (921.000 Subpixel) bietet es außerdem eine erfreulich hohe Auflösung. Dank des gummierten Handgriffs auf der rechten Vorderseite und der kleinen Delle für den Daumen gegenüber auf der Rückseite liegt die Digicam gut in der Hand.

Leider gibt es am Design aber auch eine Reihe von Kritikpunkten. Der Blitz beispielsweise sitzt, betrachtet man die Kamera von vorne, sehr weit auf der rechten Seite. Wer nicht aufpasst, verdeckt ihn schnell mit den Fingern. Außerdem fallen die Tasten auf der Rückseite sehr klein aus und bieten wenig haptisches Feedback. Das treibt uns insbesondere bei der dedizierten Aufnahmetaste immer mal wieder an den Rand der Verzweiflung – es dauert nach erfolgreicher Betätigung nämlich immer ein paar Sekunden, bis die Aufnahme startet. Nachdem wir uns aber nicht sicher sind, ob wir den Knopf jetzt auch wirklich gedrückt haben, tippen wir häufig ein zweites Mal auf den Button. Und stoppen die in diesem Moment begonnene Aufnahme wieder.

Das Layout der Bedienelemente ist einfach und übersichtlich. Allerdings können die Tasten in puncto Haptik nicht überzeugen.
Das Layout der Bedienelemente ist einfach und übersichtlich. Allerdings können die Tasten in puncto Haptik nicht überzeugen.

Außerdem gibt es ein paar weitere Design-Aspekte, über die man sich im Klaren sein sollte, bevor man die Kamera kauft. Für den Akku wird beispielsweise kein Ladegerät mehr mitgeliefert. Stattdessen betankt man den Stromspeicher via USB-Kabel im Gehäuse. Nachdem Sony hier auf proprietäre Stecker setzt, muss man leider ein neues kaufen, wenn man die Strippe verliert oder sie das zeitliche segnet.

Die Akkulaufzeit gibt Sony mit nach den Richtlinien der CIPA gemessenen 300 Aufnahmen an. Wer fleißig durch die Gegend zoomt, viele Full-HD-Videos aufnimmt und die Mehrfachaufnahme-Modi voll ausnutzt, wird diesen Wert in der Praxis allerdings nicht annähernd erreichen. Wir empfehlen, einen Ersatzakku zu kaufen. Und am besten auch gleich das externe Ladegerät, denn dann lässt sich der eine Stromspeicher nämlich daheim oder im Hotelzimmer aufladen, während man mit der Digicam gerade auf Achse ist.

Die Menüs sind einfach zu bedienen. Und sollte man sich einmal nicht sicher sein, was man eigentlich gerade tut, hilft ein komplettes, auf der Kamera gespeichertes Handbuch weiter. Wer allerdings schon einmal eine Digitalkamera in der Hand hatte, dürfte ohne Probleme sofort loslegen können. Lediglich die erweiterten Aufnahmemodi, die den schnellen Bildsensor nutzen, sind teilweise erklärungsbedürftig. Bis man die Vor- und Nachteile der ganzen Motivprogramme verstanden hat, dauert es ein wenig. Leider reagiert das Interface gelegentlich etwas langsam, insbesondere beim Wechseln der Aufnahmemodi.

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