Vlingo für Android: das Smartphone per Sprachbefehl steuern

„Hallo Computer… öffne Facebook“: Was wie aus einer Folge Raumschiff Enterprise klingt, macht der virtuelle Assistant Vlingo zur Realität. Die App erlaubt es dem Smartphone-Besitzer, mit einfachen Sprachbefehlen SMS zu schreiben, Kontakte aus dem Adressbuch anzurufen, nach Begriffen via Google-Suche zu recherchieren oder den Facebook- und Twitter-Status zu aktualisieren.

Im Hauptmenü listet die App alle einprogrammierten Sprachbefehle auf. Ein Klick auf eine Kategorie informiert über deren mögliche Abwandlungen. Um beispielsweise eine SMS zu schreiben, startet man per Fingertipp die Aufnahme und spricht einfach den Befehl SMS an und anschließend den Kontaktnamen und die Nachricht in das Mikrofon. Auch Applikationen kann der Smartphone-Besiter per Sprachsteuerung öffnen. Vlingo hat im Test die meisten Anwendungen – beispielsweise Skype, Quickoffice oder Michelin Verkehr – ohne Probleme auf den Schirm geholt. Außerdem lässt sich mit Vlingo auch die Google-Maps-Navigation mit der Stimme steuern. Mit dem Befehl Navigiere zu und dem Straßennamen lotst die App den Anwender zu seinem gewünschten Ziel.

Der Vlingo-InCar-Modus eignet sich, wie der Name schon verrät, speziell, um die App am Steuer zu verwenden und ist im Gegensatz zum „normalen Modus“ fast komplett ohne einen Fingertipp zu bedienen. Wer Vlingo während der Fahrt benutzen möchte, sollte allerdings über ein Bluetooth-Headset verfügen, denn die Fahrgeräusche können die Aufnahme stören. Möchte der Fahrer nun beispielsweise einen Anruf tätigen, weckt der Befehl Hallo Vlingo die Anwendung auf beziehungsweise versetzt sie in den Sprachaufnahmemodus. Der Satz Rufe „Kontakt“ an stellt dann eine Verbindung zu dieser Person her. Mit dem Befehl Abbrechen lässt sich der Wahlvorgang bei Bedarf wieder beenden, solange das Gespräch noch nicht hergestellt ist.

In den Einstellungen gibt es dann noch zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. So kann der Smartphone-Besitzer beispielsweise festlegen, dass Vlingo den InCar-Modus aktiviert, sobald er ein Bluetooth-Headset ansteckt. Auf Wunsch wird dann auch gleich die SafeReader-Funktion dazugeschaltet, die empfangene Kurznachrichten oder E-Mails automatisch vorliest. Ob und welche E-Mail-Konten Vlingo überwachen soll, lässt sich dann ebenfalls in den Einstellungen festlegen. Auch die Sprache kann der Nutzer dort umstellen. Vlingo unterstützt Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Mandarin. Japanisch und Koreanisch befindet sich noch in der Testphase.

Und Vlingo funktioniert wirklich. Die Spracherkennung ist sogar erstaunlich gut. Alle Befehle hat die App sofort erkannt, ohne vorher etwas einsprechen beziehungsweise kalibrieren zu müssen. Auch der InCar-Modus funktioniert hervorragend und ist während des Autofahrens eine praktische Hilfe. Ganz ohne einen Handgriff kommt man aber nicht immer aus. Hat man zum Beispiel den Musik-Player gestartet, muss man das Lied noch per Hand auswählen und die Play-Taste betätigen. Will man dann wieder auf Vlingo wechseln, muss man die App ebenfalls eigenhändig in Vordergrund holen. Mit den mitgelieferten Widgets geht das dann aber auch recht fix. Alles in allem ist Vlingo eine beeindruckende App.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Vlingo für Android: das Smartphone per Sprachbefehl steuern

  • Am 19. März 2013 um 17:16 von paherjan shida

    gut ist das

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