VholdR Contour GPS im Test: Action-Camcorder mit GPS-Reciever und Laser-Peilung

Full-HD-Camcorder sind eine tolle Sache – sie fangen das Geschehen rund um den Kameramann in den allerfeinsten Details ein. Blöd bloß, dass man bei den actionreichsten Szenen weder die Hände frei hat noch das Leben einer hunderte Euro teure Full-HD-Videokamera riskieren will. Hier kommt der Contour GPS ins Spiel – eine robuste Bullet-Cam, die sich nahezu überall montieren lässt, 1080p-Auflösung einfängt und außerdem noch einen GPS-Receiver mitbringt.

Der Contour GPS fügt sich in der Produktpalette des Herstellers VholdR zwischen dem rund 150 Euro teureren Highend-Modell Contour+ und dem etwa 100 Euro günstigeren Contour HD ein. Wie sich das Mittelklasse-Modell in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.

Design

Der Contour GPS sieht seinem Bruder Contour HD sehr ähnlich. Beide Camcorder kommen im gleichen zylindrischen Formfaktor – typisch für die sogenannten Bullet-Cams. Das Gehäuse besteht hier wie dort aus Aluminium und ist mit einem schwarzen Finish versehen.

Auf der Vorderseite sitzt das Objektiv der 1080p-Kamera. Es bietet einen Blickwinkel von 135 Grad – das entspricht in etwa einer Brennweite von 9 Millimetern im Kleinbildäquivalent und ist auf einem Niveau mit dem kleineren Contour HD. Soll der Bildausschnitt größer sein, muss der teurere Bruder Contour+ mit 170 Grad herhalten.

Links und rechts neben der Linse der Contour GPS sitzt jeweils ein kleiner Laserpointer. Die beiden Laser erleichtern das korrekte Ausrichten des Camcorders bei der Montage. Ergibt Sinn, denn ein Sucherdisplay gibt es nicht. Ebenfalls pratisch für die korrekte Montage ist die Möglichkeit, das Objektiv samt Sensor um 180 Grad zu drehen. So lässt sich das Bild gerade ausrichten, auch wenn der Camcorder schräg montiert ist.

Rechts und links vom Objektiv befindet sich je ein Laserpointer, darunter sitzt ein Mikrofon.
Rechts und links vom Objektiv befindet sich je ein Laserpointer, darunter sitzt ein Mikrofon.

Unterhalb der Optik befinden sich ein kleines Löchlein, hinter dem ein Mikrofon sitzt, und eine Status-LED. Das Lämpchen leuchtet grün, wenn die Kamera eingeschaltet ist, rot, wenn sie aufnimmt und blau, wenn der Bluetooth-Receiver funkt.

Rechts und links am Gehäuse sitzen die gleichen Schienen, die sich bei allen Contour-Camcordern finden, die die Contour GPS zu dem vollständigen Katalog an Montagezubehör kompatibel machen. Oben auf der Videokamera befindet sich eine große Schiebehutze, der zum Starten beziehungsweise Stoppen der Aufnahme dient. Unter dem Schieber befinden sich außerdem die Antennen des Bluetooth-Funkmoduls und GPS-Empfängers. Direkt vor dem Schalter befindet sich ein versteckter Knopf zum Aktivieren des Bluetooth-Receivers.

Auf der Rückseite des Contour GPS gibt es eine sicher verschließbare Klappe, die sich auch einhändig recht einfach öffnen und schließen lässt. In dem Türchen selbst sitzen eine Reihe von Status-LEDs sowie der Ein/Aus-Button. Unter der Klappe verstecken sich Mini-USB-Port zum Aufladen des Akkus und Übertragen von Daten, ein microSD-Speicherkartenslot, ein austauschbarer Lithium-Ionen-Akku und ein Slot für die sogenannte Connect-View-Karte – aber dazu später mehr. Außerdem bringt der Hersteller hier einen Schieber unter, mit dem der Anwender zwischen zwei vorher festgelegten Aufnahmemodi hin und her wechseln kann.

Ausstattung

Der Contour GPS verfügt über vier verschiedene Videoaufnahmemodi, eine Foto-Funktion und jeweils eine ganze Latte an Einstellungsmöglichkeiten. Im Full-HD-Modus nimmt die Kamera 1920 mal 1080 Pixel bei 25 Bildern pro Sekunde auf. Tall HD fängt etwas seltsame 1280 mal 960 Bildpunkte bei ebenfalls 25 fps ein. Bei 720p-Auflösung stehen zwei verschiedene Bildraten zur Verfügung: 50 fps im Modus Action HD und 25 fps in Original HD. Auf Wunsch lässt sich der Camcorder auch in den NTSC-Modus versetzen und nimmt dann jeweils 30 beziehungsweise 60 Bilder pro Sekunde auf.

Für jeden dieser Aufnahmemodi gibt es drei Qualitätseinstellungen: High, Low und Medium. Außerdem hat der Anwender die Wahl zwischen automatischem und manuellem Weißabgleich sowie drei verschiedenen Belichtungsmessmethoden (Integralmessung, Mitte und Spot). Kontrast, Belichtung und Schärfe lassen sich ebenso einstellen wie die Updatefrequenz des GPS-Receivers und die Mikrofon-Empfindlichkeit. Die GPS-Positionsdaten schreibt der Contour GPS übrigens in die MOV-Dateien – man muss sich also nicht mit einem Verhau aus mehreren Dateien pro Aufnahme herumplagen.

Im Fotomodus schießt die Kamera 5-Megapixel-Aufnahmen mit 2592 mal 1944 Pixeln Auflösung. Das Knipsintervall lässt sich auf wahlweise 3, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden festlegen.

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