Test MSI Wind Top 2210 mit Sandy Bridge: All-in-One-PC mit Multitouch-Display

21,5-Zoll-Full-HD-Display mit Touchscreen, 3,1-GHz-Core-i3, 4 GByte RAM und 1-Terabyte-Festplatte: Der 749 Euro teure MSI Wind Top AE 2210 meistert fast alle Aufgaben. Lediglich die fehlende diskrete Grafik erfodert deutliche Abstriche bei der 3D-Performance. Kann der All-in-One-PC mit cooler Touch-Bedienung trotzdem überzeugen?

Wer zu Hause kein Kabel-Chaos möchte und ein Notebook zu klein und zu langsam findet, der entscheidet sich für einen All-in-One. Ein prominenter Vertreter in diesem Segment ist MSI mit seinem Wind-Top-Serie. Mit dem AE 2210 hat das Unternehmen einen 21,5-Zöller mit Intels moderner Sandy-Bridge-CPU im Angebot. Der Straßenpreis liegt bei etwas 750 Euro. Wir haben uns das Gerät angesehen.

Der AE 2210 steckt in einem dunkelgrauen Plastikgehäuse. Der Rahmen um das Display ist mit schwarzem Hochglanzlack überzogen, auf dem Fingerabdrücke deutlich sichtbar sind. Unter dem Screen befindet sich eine circa 8 Zentimeter breite Leiste, in der die Lautsprecher untergebracht sind. Die Neigung lässt sich über den Standfuß verstellen. Letztlich gilt: Schönheit entsteht im Auge des Betrachters. Man kann mit dem Aussehen des MSI sicherlich gut leben, aber trotzdem sieht das Gerät ein wenig nach Plastikbomber aus. Wem das nicht reicht, der muss eben deutlich mehr Geld auf den Tisch legen. Einen iMac gibt es ab 1149 Euro.

Auf der rechten Seite des 7 Zentimeter tiefen Gehäuses findet man den DVD-Brenner mit Schublade – sonst nichts. Links gibt es zwei USB-Ports, die dem modernen 3.0-Standard folgen, sowie einen Kartenleser für die Formate SD, MMC und Memory Stick. Auf der Rückseite sind fünf USB-2.0-Ports, Mikrofoneingang, Audioeingang, HDMI und Gigabit-Ethernet untergebracht.

Komponenten

Das MSI wird von einem Core i3-2100 angetrieben. Der Chip hat zwei Kerne, 3 MByte L2-Cache und läuft mit 3,1 GHz. Hyperthreading macht aus den zwei echten Kernen vier virtuelle, was die Auslastung der Recheneinheiten und letztlich die Performance steigert. Im Vergleich zu den darüber positionierten Core-i5-Prozessoren fehlt dem i3 die automatische Übertaktung Turbo Boost, von der Anwendungen profitieren, die nicht aus Mehrkern-Betrieb ausgelegt sind. Aufgrund des hohen Basistakts von 3,1 GHz fällt das aber nicht sonderlich ins Gewicht. Auch die fehlende Hardwarebeschleunigung für AES-Verschlüsselung wird man im Heimbereich eher nicht vermissen. Sie verhilft Programmen zur Festplattenverschlüsselung zu deutlich mehr Performance.

Erfreulicherweise hat der Core i3 wie seine großen Brüder eine separate Video-Encoding-Einheit namens Quick Sync. Sie beschleunigt den zeitraubenden Prozess, Videos in ein anderen Format oder in eine andere Auflösung umzuwandeln. Unterstützung für die Technik bietet etwa die Software Cyberlink Mediashow Expresso 6.

Kritisch sieht es dagegen im Bereich der Grafik aus: In die Desktop-CPUs integriert Intel nämlich nur die HD 2000, während man in den Mobilchips die HD 3000 findet. Erstere hat nur halb so viele Ausführungseinheiten, was sich deutlich negativ auf die Performance auswirkt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Intel-Grafik nur DirectX 10.1 kann, aber nicht die seit der Einführung von Windows 7 aktuelle Variante DirectX 11. Anders als im Desktop-Segment üblich, verbaut MSI keine diskrete Grafik von AMD oder Nividia. Nimmt man diese Faktoren zusammen, kann man schon vor Abschluss der Benchmarks sagen: Gamer sollten vom AE 2210 die Finger lassen: Die 3D-Leistung ist einfach zu gering.

An Bord sind außerdem 4 GByte DDR3-RAM, was heute eigentlich Standard ist, sowie eine Festplatte mit 1 TByte Speicher. Darauf finden auch große Filmsammlungen problemlos Platz. Für drahtlose Verbindungen sorgt ein WLAN-Modul, das 802.11b/g/n unterstützt. Es funkt also nur im 2,4-GHz-Band. Zusätzliche 5-GHz-Kompatibilität wäre in funkverseuchten Stadtwohungen praktisch, da man so eventuell bessere Verbindungen bekommt. MSI verbaut im Wind Top zwei 3-Watt-Lautsprecher und einen Subwoofer. Das Gerät hat einen ordentlichen Klang.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Test MSI Wind Top 2210 mit Sandy Bridge: All-in-One-PC mit Multitouch-Display

  • Am 28. August 2011 um 22:09 von Tati

    Touch screen deaktivieren
    Ich habe mich nun durch die verschiedensten Anleitungen und Internetseiten gewühlt, aber eins habe ich nicht gefunden. Wie kann ich den Touchscreen-Monitor auch mal deaktivieren? Wäre dankbar für eine Antwort.

    Tati

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