Sony hat bei der Cyber-shot DSC-HX100V eine etwas anderes Strategie verfolgt als bei den anderen Digital-Imaging-Produkten. Während der japanische Hersteller in der Regel in jeder Produktklasse den Markt geradezu mit einer Vielzahl von Modellen geradezu zupflastert, ist die letzte Bridgekamera aus der Cyber-shot-Serie im März 2009 auf den Markt gekommen. Die DSC-HX1 war damals ihrer Zeit voraus – konnte aber aufgrund einiger Schwächen nicht vollends überzeugen. Inzwischen sieht die Welt anders aus, und Nikon, Fujifilm, Panasonic & Co. haben in der Klasse der Megazoom-Digicams das zu bieten, was damals nur die HX1 konnte. Mit der HX100V meldet sich Sony auf eindrucksvolle Art und Weise zurück.

Design

Beim Gehäuse standen die Designer von Sony sicherlich vor keiner leichten Aufgabe. Irgendwie wollen die ganzen Funktionen dem Anwender schließlich zugänglich gemacht werden. Für Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie ist die HX100V sicherlich gewöhnungsbedürftig. Die Kamera wirkt gerade mit Features überfrachtet, und man weiß gar nicht, welcher Modus für das Motiv jetzt der richtige sein könnte. Bei den unzähligen Tasten und Einstellungen kommt man fast nicht um ein ausführliches Handbuch herum. Sony speichert die Bedienungsanleitung dankenswerterweise gleich auf der Kamera ab. Die Kamera selbst ist auf der einen Seite ziemlich schwer und sperrig – beziehungsweise erstaunlich kompakt, wenn man beachtet, was in dem Gehäuse alles an Features steckt.

Der ausgeprägte Handgriff sorgt dafür, dass das knapp 600 Gramm schwere Gehäuse der Sony Cyber-shot DSC-HX100V sicher in der Hand sitzt.
Der ausgeprägte Handgriff sorgt dafür, dass das knapp 600 Gramm schwere Gehäuse der Sony Cyber-shot DSC-HX100V sicher in der Hand sitzt.

Auf der Rückseite des Gehäuses dominiert das 3,0 Zoll große, nach oben und unten schwenkbar aufgehängte Display. Es bietet mit 640 mal 480 Pixeln (921.000 Subpixeln) eine hohe Auflösung und ist erfreulich hell. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es dennoch schwierig, etwas auf der Anzeige zu erkennen. Hier hilft dann der elektronische Sucher weiter, der mit 300 mal 224 Bildpunkten (201.600 Subpixeln) allerdings eher für Notfälle geeignet ist. Neben dem Okular befindet sich ein Näherungssensor zum automatischen Umschalten zwischen Display und Sucher. Allerdings dauert dieser Vorgang ein bis zwei Sekunden, was den einen oder anderen Fotografen durchaus zur Weißglut treiben dürfte. Alternativ gibt es aber auch eine Taste zum händischen Umschalten.

Ansonsten befinden sich hinten an der HX100V ein Rändelrad zum schnellen Konfigurieren von diversen Aufnahmeparametern und ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Ok-Taste. Ein Druck auf das Rädchen wechselt durch die verschiedenen Parameter, die sich mit ihm im jeweiligen Modus anpassen lassen – beispielsweise Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur. Das Pad dient neben der Navigation durch die Menüs auch zum direkten Aufrufen der Einstellungen von Serienbildmodus, Blitz und Selbstauslöser sowie zum Anpassen der auf dem Bildschirm dargestellten Informationen. Weiter gibt es hinten am Gehäuse noch Knöpfe für Menü, Hilfe, Wiedergabe und Videoaufnahme starten.

Das 3,0 Zoll große Display der HX100 lässt sich nach oben und unten, nicht aber zur Seite kippen.
Das 3,0 Zoll große Display der HX100 lässt sich nach oben und unten, nicht aber zur Seite kippen.

Um das Objektiv herum befindet sich ein Zoomring, der insbesondere bei feinen Anpassungen der Brennweite gute Dienste leistet. Alternativ lässt er sich auch zum manuellen Fokussieren einsetzen. Der gummierte Griff sorgt zusammen mit der texturierten Daumenablage auf der Rückseite für einen sicheren Sitz in der Hand. Vorne auf dem Handgriff bringt Sony den Auslöser unter, der von einem weiteren Zoomregler umgeben ist. Direkt dahinter gibt es einen mit Focus beschrifteten Knopf zum Anpassen des Autofokusmodus und Überprüfen der korrekten Fokussierung beim manuellen Scharfstellen. Direkt daneben sitzt eine programmierbare Funktionstaste, die beispielsweise als Belichtungsspeicher oder zum Einstellen von ND-Filter, Weißabgleich oder Belichtungsmessung dient.

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