Panasonic zeigt X-Serie-Objektive mit motorisiertem Zoom fürs Micro-Four-Thirds-System

Kompakte Systemkameras wie die Panasonic Lumix DMC-GF3 oder die Sony Alpha NEX-C3 bringen Bildsensoren mit, wie sie in DSLRs verbaut sind, und bieten eine dementsprechend hohe Bildqualität. Der große Vorteil gegenüber den Spiegelreflex-Kollegen: Die Digicams passen in die Jacken- oder sogar Hosentasche. Jedenfalls tun sie das, wenn kein Objektiv am Gehäuse montiert ist. Mit vorgeschraubter Pancake-Festbrennweite passen die Knipsen mit gut Zureden oder Gewalt vielleicht noch in die Jackentasche. Aber spätestens bei den Zoom-Optiken ist Schluss mit Lustig, und die Digicam schreit doch wieder nach Rucksack oder eine Kameratasche.

Bei genau diesem Problem setzen Panasonics neue X-Objektive an. Die beiden heute vorgestellten Zoom-Objektive sind – verglichen mit ihren Vorgängern – drastisch geschrumpft. Das neue 14-bis-42-Millimeter-X-Objektiv ist beispielsweise nur noch 2,7 Zentimeter lang – und damit nicht einmal mehr halb so lang wie das alte 14-bis-42-Millimeter-Kitobjektiv mit seinen 6,3 Zentimetern. Ebenfalls neu vorgestellt wurde ein Telezoom-Objektiv der X-Serie, das einen Brennweitenbereich von 45 bis 175 Millimetern abdeckt. Es ist mit 9,0 Zentimetern allerdings deutlich größer als sein Standard-Zoom-Bruder.

Update: Inzwischen hatten wir die Gelegenheit, die beiden Objektive auszuprobieren. Unsere Eindrücke und Erfahrungen gibt es in der folgenden Fotogalerie nachzulesen. Außerdem haben wir einen Vorab-Test zum 14-bis-42-Millimeter-PowerZoom-Objektiv veröffentlicht.

Neben der kompakteren Bauweise bringen die beiden neu vorgestellten Optiken ein absolutes Novum für Systemkamera-Objektive mit. Die beiden Linsen verfügen nämlich über einen Zoomhebel auf der Seite, mit dem sich die Brennweite per Motor verändern lässt. Was für Fotografen recht wenig interessant ist, dürfte Videofans um so mehr begeistern. Denn wo die mechanischen Zoomringe für ein mehr oder weniger stark ruckelndes Hinein- und Herauszoomen sorgen, ermöglichen die Motoren butterweiche Brennweitenveränderungen.

Das 14-bis-42-Millimeter-Objektiv bietet neben dem Motorzoom-Hebel keinen Zoomring mehr an. Und auch ein manuelles Fokussieren ist nur noch per Hebelchen und nicht mehr per Ring möglich. Wer sich damit anfreunden kann und viele Videos dreht, sollte schon einmal mit dem Sparen anfangen. Das Objektiv ist ab Ende Oktober im Handel erhältlich. Preise für Deutschland stehen noch nicht fest. In den USA soll die 14-bis-42-Millimeter-Optik für 400 Dollar den Besitzer wechseln – das entspricht hierzulande dann wohl 400 Euro. Die Panasonic Lumix DMC-GF3 soll im sogenannten GF3X-Kit für 750 Dollar erhältlich sein.

Das 45-bis-175-Millimeter-Objektiv verfügt über Drehelemente zum Anpassen von Fokus und Zoom.
Das 45-bis-175-Millimeter-Objektiv verfügt über Drehelemente zum Anpassen von Fokus und Zoom.

Die 45-bis-175-Millimeter-Linse bietet zusätzlich zum Motorzoom-Hebel zwei klassische Ringe zum Verändern der Brennweite und zum Fokussieren an. Im Gegensatz zum „Pancake-Zoom“, wie Panasonic das kleine Zoomobjektiv auch nennt, gibt es am Gehäuse der Telezoom-Linse aber auch ausreichend Platz für die beiden Drehelemente. Der deutsche Preis für die 45-bis-175-Millimeter-Optik steht ebenfalls noch nicht fest. In den USA ruft Panasonic allerdings happige 750 Dollar auf.

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der beiden Objektive auf einen Blick.

Hersteller Panasonic Panasonic
Produkt H-PS14042E H-PS45175E
Preis Deutschland: k. A., USA: 399 Dollar Deutschland: k. A., USA: 749 Dollar
Brennweitenbereich 14 – 42 mm 45 – 175 mm
Max. Öffnungsverhältnis F3,5 – F5,6 F4,0 – F5,6
Zusammensetzung 9 Elemente in 8 Gruppen 14 Elemente in 10 Gruppen
Iris 7 Lamellen 7 Lamellen
Kleinste Blende F22 k. A.
Bildstabilisator ja ja
Naheinstellgrenze ca. 20 cm ca. 90 cm
Filtergröße 37 mm 46 mm
Länge 2,7 cm 9,0 cm
Gewicht 95 g 210 g

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