Bei den Highend-Superzoomern haben die rückseitig belichteten CMOS-Sensoren ihre CCD-Kollegen längst abgelöst. Der größte Vorteil der neuen lichtempfindlichen Chips ist die Geschwindigkeit: Sie ermöglichen Serienbildraten im zweistelligen Bereich, Full-HD-Videoaufnahme und unzählige Modi, die mehrere in schneller Serie geschossene Bilder miteinander kombinieren, um bessere Bildqualität oder interessante Effekte zu erzielen. Die Cyber-shot DSC-WX10 bringt Sonys aktuellen BSI-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixeln mit – und wechselt bereits für rund 230 Euro den Besitzer.

Design

Und dann sieht die Kamera auch noch gut aus. Die Sony Cyber-shot DSC-WX10 wirkt auf den ersten Blick schlicht und elegant – und nicht unbedingt nach gigantischer Ausstattung. Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich lediglich Auslöser mit umliegendem Zoomring und Ein/Aus-Schalter. Daneben finden hier noch Stereo-Mikrofone und Lautsprecher Platz. Auf der Rückseite gibt es deutlich mehr zu entdecken. Neben dem 2,8 Zoll großen Display fallen als erstes die beiden kreisrunden Bedienelemente auf. Das obere dient zum Wechseln des Aufnahmemodus, beim unteren handelt es sich um ein Vier-Wege-Pad, das neben der Navigation durch die Menüs auch zum Konfigurieren von Displayinhalt, Serienbildmodus, Selbstauslöser und Blitz dient. Außerdem lässt sich das Pad als ganzes drehen und eignet sich so zum schnellen Treffen von Einstellungen.

Rechts oben neben dem Moduswahlschalter befindet sich eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme, links unterhalb des Drehelements sitzt ein Button zum Aktivieren des Wiedergabemodus. Platz für eine Daumenablage bleibt hier leider nicht – er ruht auf dem Moduswahlschalter. Unterhalb des Vier-Wege-Pads gibt es noch zwei Buttons zum Öffnen des Hauptmenüs und für Hilfe und Löschen. Alles in allem ist das Design gut. Allerdings wirken die Tasten und Rädchen auf der Rückseite doch ganz schön zusammengequetscht. Aber gut, das ist eben der Preis, den man zahlen muss, wenn man eine richtig kompakte Kamera kauft. Wer große Hände hat, sollte die Digicam auf jeden Fall einmal im Laden probeknipsen.

Neben dem Display quetschen sich ziemlich viele Bedienelemente auf wenig Raum. Das Modusrädchen hätte ruhig auch auf der Kameraoberseite seinen Platz finden können.
Neben dem Display quetschen sich ziemlich viele Bedienelemente auf wenig Raum. Das Modusrädchen hätte ruhig auch auf der Kameraoberseite seinen Platz finden können.

Das 2,8 Zoll große Display ist kräftig und lässt sich auch in hellen Umgebungen noch vernünftig erkennen. Auflösungstechnisch bewegt es sich mit 480 mal 320 Pixeln (460.000 Subpixeln) im Mittelfeld. Die Menüs sind übersichtlich strukturiert und geben keine großen Rätsel auf. Wer einmal bei einer bestimmten Einstellung nicht weiter weiß, wird sich über das vollständige, auf der Kamera abgespeicherte Handbuch freuen. Angesichts der Tatsache, dass die WX10 geradezu vor Features überquillt, ist das gar keine schlechte Idee. Trotzdem dauert es eine ganze Weile, bis man den vollen Funktionsumfang erkundet hat.

Wie bei etlichen anderen aktuellen Kameras aus der Cyber-shot ist auch bei der DSC-WX10 kein Ladegerät mehr im Lieferumfang enthalten. Der Anwender lädt den Akku in der Digicam selbst auf, indem er sie wahlweise per USB mit einem Computer oder mit dem mitgelieferten Netzadapter verbindet. Der Nachteil: Wer einen Zusatzakku kauft, kann mangels Ladegerät nicht mit dem einen Stromspeicher auf Knipstour gehen und zeitgleich den anderen aufladen. Außerdem setzt Sony auf ein proprietäres USB-Kabel – geht das verloren, muss man sich beim Hersteller selbst Ersatz beschaffen. Die Kamera selbst bietet mit einer Akkulaufzeit von 360 Fotos eine hervorragende Laufzeit. Wer viele Videos aufnimmt, häufig durch die Gegend zoomt, die Displayhelligkeit nach oben schraubt und die diversen Mehrfach- und Serienbild-Aufnahmemodi kräftig ausnutzt, muss allerdings mit einer deutlich verkürzten Reichweite rechnen.

Der Handgriff auf der rechten Seite ist praktisch nicht vorhanden. Dafür wiegt die Kamera aber auch nur 126 Gramm und ist somit gut zu halten.
Der Handgriff auf der rechten Seite ist praktisch nicht vorhanden. Dafür wiegt die Kamera aber auch nur 126 Gramm und ist somit gut zu halten.

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