ScreenCast für Android: Videos vom Android-System aufnehmen

Mit der Android-App ScreenCast & Recorder haben Smartphone-Besitzer die Möglichkeit, Videos von ihrem Android-Gerät aufzunehmen. Das ist praktisch, um zum Beispiel den rekordverdächtigen Highscore-Run auf Film festzuhalten oder für Freunde oder YouTube Anleitungsvideos anzufertigen. Damit ScreenCast funktioniert, muss der Android-Nutzer über Root-Rechte verfügen.

Mit einem Fingertipp auf den großen, grauen Button im Hauptmenü startet der Smartphone-Besitzer dann die Aufnahme. Während des Drehs zeigt ScreenCast ein rotes Symbol in der Statusleiste an, über das sich die App wieder auf den Schirm holen lässt. In welcher Qualität ScreenCast die Videos aufnimmt, legt der Nutzer in den Einstellungen fest. Die Option Normal nimmt die Clips mit einer geringeren Auflösung auf. Wer beispielsweise Filmchen von Spielen anfertigen möchte, bei denen das Filmmaterial später möglichst flüssig ablaufen soll, erzielt mit dieser Einstellung womöglich bessere Ergebnisse. Wer auf hohe Qualität seiner Videos nicht verzichten möchte, für den ist die Option High die einzige Wahl. Zudem lässt sich festlegen, mit wie vielen Bildern pro Sekunde die App abfilmt. Über das Benachmark-Menü lässt sich vorher testen, wie sich das Smartphone beim Codieren mit der höchsten möglichen Frame-Rate schlägt. Außerdem kann der Smartphone-Besitzer wählen, ob ScreenCast im Portrait- oder im Landschaftsmodus aufzeichnet.

Alle Aufnahmen findet der Anwender dann in der Video-Galerie wieder. Per langem Fingertipp lassen sie sich umbenennen, löschen oder auf Facebook, Youtube & Co. hochladen. Wer einen Video-Player wie den Mobo Player installiert hat, kann die Videos natürlich auch gleich auf dem Smartphone betrachten. Das Format der Videos ist übrigens MPEG-4.

In der kostenlosen Variante ist die Aufnahmedauer leider auf 30 Sekunden beschränkt. Zum Ausprobieren ist das aber gerade noch ausreichend. Wen ScreenCast überzeugt hat, kann die Vollversion für knapp zwei Euro erwerben und Videos in beliebiger Länge aufnehmen. Für die Zukunft ist zudem eine Live-Streaming-Funktion geplant und die Möglichkeit, auch Screenshots des Android-Systems anzufertigen.

Ganz ausgereift ist ScreenCast jedoch noch nicht. Denn im Test hatten wir mit mehrfachen Abstürzen zu kämpfen. Zudem sollte man über ein Smartphone mit etwas mehr Rechen-Power als das HTC Desire verfügen, um auch grafiklastige Anwendungen wie Spiele ohne Ruckeln in hoher Qualität aufnehmen zu können. Denn nur die volle Auflösung überzeugt wirklich.

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