Panasonics PowerZoom-Teleobjektiv angetestet: 45-175mm-Linse mit Motorzoom für Video-Fans

Wer schon einmal mit einer DSLR- oder EVIL-Kamera gefilmt hat, kennt das Problem: Ein weiches Zoomen ist ohne Zusatzausrüstung praktisch unmöglich. Jede Brennweitenveränderung geht ruckelig vonstatten, und aufgrund der schlecht fürs Videofilmen geeigneten Haptik wackelt das Bild meistens auch noch wie irre. Panasonic hat auf der IFA eine Lösung vorgestellt. Wir hatten die Gelegenheit, das 45-bis-175-Millimeter-Objektiv mit motorisiertem Zoom auszuprobieren. Die ersten Eindrücke von der Linse mit dem sperrigen Namen Panasonic Lumix G X Vario PZ 45-175mm / F4,0-5,6 gibt es in diesem Preview.

Das 45-bis-175-Millimeter-Objektiv ist nicht die einzige Optik mit Motorzoom, die auf der Internationalen Funkausstellung das Licht der Welt erblickt hat. Panasonic hat auch eine 14-bis-42-Millimeter-PowerZoom-Linse gezeigt, die auch noch mit beeindruckend kompakten Abmessungen glänzt.

Design & Ausstattung

Ganz so handlich ist das Telezoom leider nicht – im Gegenteil. Mit einer Länge von neun Zentimetern bewegt es sich größentechnisch eher auf dem Niveau der altbekannten 45-bis-200-Millimeter-Optik. Immerhin: Der Preis ist mit 479 gegenüber 399 Euro nicht erheblich höher. Dafür büßt man allerdings am oberen Ende des Brennweitenbereichs 25 Millimeter Spielraum ein.

Trotz einem mit 210 Gramm relativ niedrigen Gewicht macht das 45-bis-175-Millimeter-Objektiv einen hochwertigen Eindruck. Im Gegensatz zum 14-bis-42-Millimeter-Pancake-Zoom ist am Teleobjektivs ausreichend Platz für einen Zoom- und einen Fokusring. Beide Drehelemente sind erfreulich leichtgängig und lassen sich präzise bewegen. Zusätzlich zu den beiden Ringen gibt es noch ein Hebelchen, mit dem sich ebenfalls die Brennweite verändern lässt. Einen Fokushebel wie beim Pancake-Zoom sucht man allerdings vergeblich.

Der Zoom lässt sich mittels des Hebels nur mit einer Geschwindigkeit steuern – wer schneller oder langsamer durch den Brennweitenbereich fahren möchte, muss also den Zoomring nutzen. Nachdem dieser mechanisch komplett von den Linsen entkoppelt ist, fühlt er sich etwas gewöhnungsbedürftig an. Außerdem ist es zumindest anfangs etwas merkwürdig, wenn es keinen Stopp gibt, sobald die maximale oder minimale Brennweite erreicht ist. Man kann eben immer weiter am Ring drehen, auch wenn die Optik schon bei 45 beziehungsweise 175 Millimetern angekommen ist.

Die Geschwindigkeit, mit der der Zoomhebel die Optik durch den Brennweitenbereich scheucht, lässt sich in den Menüs der G-Serie-Kameras angepassen. Das funktioniert jedenfalls nach einem Firmware-Update, das Panasonic im Oktober zur Verfügung stellen will. Die Software wird es für alle G-Serie-Kameras geben mit Ausnahme der G1, GH2, GF1 und G2. Die Optiken arbeiten natürlich auch mit diesen alten Bodys zusammen, auf ein paar Funktionen muss man allerdings verzichten. So gibt es mit der neuen Firmware beispielsweise im Display auch eine Anzeige, bei welcher Brennweite man sich gerade befindet.

Leistung

Den ersten Eindrücken nach arbeitet der Autofokus des 45-bis-175-Millimeter-Objektivs sehr flott und zuverlässig. Bei den von uns auf der IFA geschossenen Testfotos hatten wir weder Probleme mit Fehlfokussierungen noch damit, langsam bewegte Motive abzulichten. Zugegeben: wirklich schlechte Lichtverhältnisse oder extrem actionreiche Motive gab es allerdings auch nicht zu sehen.

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