Fujifilm FinePix S2950 im Test: Schnäppchen-Superzoomer für Tageslicht-Fotografen

Die Fujifilm FinePix 2950 klingt auf den ersten Blick sehr vielversprechend: In dem DSLR-artigen Gehäuse stecken manuelle Einstellungmöglichkeiten, ein 3,0-Zoll-Display, manuelle und halbautomatische Aufnahmeprogramme, ein 14-Megapixel-Bildsensor und nicht zuletzt ein 18-facher optischer Zoom, der einen Brennweitenbereich von 28 bis 504 Millimetern abdeckt. Dieses Paket ist bei diversen Online-Shops bereits ab 135 Euro erhältlich. Wie sich die Kamera in der Praxis schlägt, verrät der Testbericht.

Die S2950 ist die „kleinste“ von drei Superzoom-Kameras, die Fujifilm dieses Jahr mit AA-Batterien als Energieversorgung herausgebracht hat. Die beiden großen Schwestern hören auf die Namen S3200 sowie S4000 und bringen 24-fach beziehungsweise 30-fach zommende Objektive mit, die Brennweitenbereiche von 24 bis 576 respektive 720 Millimetern abdecken. Dafür sind die Modelle mit den zoomstärkeren Optiken aber auch ein ganzes Stück teurer. Die S3200 wechselt für 170 Euro den Besitzer, für die S4000 werden derzeit 180 Euro fällig.

Design

Zwar passt die Fujifilm FinePix S2950 – wie auch ihre Schwestern – alles andere als in die Hosentasche. Angesichts ihrer riesigen 28-bis-504-Millimeter-Linse ist sie allerdings dennoch ordentlich kompakt. Der riesige Griff auf der rechten Seite sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand. In ihm finden außerdem die vier AA-Batterien für die Stromversorgung sowie der zu SD- und SDHC-Karten kompatible Slot ihren Platz. Auf der Oberseite findet eine Reihe von Bedienelementen seinen Platz: eine Taste zum Aktivieren von Gesichtserkennung und Selbstauslöser, Auslöser mitsamt Zoomring sowie Ein/Aus-Schalter. Ebenfalls auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein klar beschrifteter Moduswahlschalter mit insgesamt zehn verschiedenen Aufnahmemodi.

Auf der Rückseite des Gehäuses bringt Fujifilm ein ordentlich helles 3,0-Zoll-Display unter. Oberhalb der Anzeige sitzt ein elektronischer Sucher. Sämtliche Einstellungen lassen sich auf beiden Bildschirmen anzeigen. Das rückseitige Display scheint die Farben leider etwas verfälscht wiederzugeben. Damit ist es schwierig, die Fotos unmittelbar nach der Aufnahme etwa auf korrekten Weißabgleich hin zu beurteilen.

Das 3,0-Zoll-Display der S2950 löst mit 320 mal 240 Pixeln nicht besonders hoch auf. Aber bei diesem Preis darf man eben keine Wunder erwarten.
Das 3,0-Zoll-Display der S2950 löst mit 320 mal 240 Pixeln nicht besonders hoch auf. Aber bei diesem Preis darf man eben keine Wunder erwarten.

Rechts oben neben dem Bildschirm befindet sich eine texturierte Daumenablage. Links davon bringt der Hersteller eine Taste zum Umschalten zwischen elektronischem Sucher und rückseitigem Display unter. Darunter folgen Knöpfe für Wiedergabe, F-Mode, Menü/Ok, Belichtungskorrektur und Anpassen der auf der Anzeige dargestellten Informationen. Außerdem gibt es hier ein Vier-Wege-Pad dass neben der Navigation durch die Menüs auch zum direkten Aufrufen der Einstellungen zu Displayhelligkeit, Blitz, Makromodus und Instant Zoom. Die zuletztgenannte Funktion zoomt kurz aus dem Bild heraus, was beim Wiederfinden von schnell bewegten Objekten hilft, die man bei hohen Brennweite versucht, abzulichten. Ein Druck auf den F-Mode-Button bringt ein Menü mit aufnahmerelevanten Parametern aufs Display. Die Menü/Ok-Taste öffnet das Hauptmenü, das tiefgreifender Einstellungen bereithält. Sobald man sich an diese beiden unterschiedlichen Menüs gewöhnt hat und weiß, wann man welches braucht, gestaltet sich die Bedienung als sehr logisch.

Bei der Energieversorgung setzt die Kamera auf AA-Batterien. Im Lieferumfang sind vier Alkali-Zellen enthalten. Eine deutlich größere Laufzeit gibt es allerdings mit Lithium-Ionen- oder NiMH-Akkus. Die Fächer für Batterien und Speicherkarte befinden sich hinter einer Klappe auf der Unterseite der Kamera. Das Türchen erfordert beim Schließen vergleichsweise viel Nachdruck. Auf der rechten Seite des Gehäusesbefinden sich – von einer Abdeckung geschützt – ein kombinierter USB/AV-Anschluss sowie ein HDMI-Ausgang, um die Fotos ohne Umweg über den Rechner auf einem Fernseher bewundern zu können. Erwähnenswert wäre noch, dass sich Fotos und Videos auf der Kamera direkt für einen späteren automatischen Upload auf Facebook oder YouTube taggen lassen. Beim nächsten Verbinden mit dem Rechner landen die Medien dann automatisch auf dem gewünschten Portal. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass auf dem Rechner die mitgelieferte Software installiert ist, die leider nur für Windows zur Verfügung steht.

Die FinePix S2950 bietet alle Einstellungsmöglichkeiten, die sich experimentierfreudige Fotografen wünschen.
Die FinePix S2950 bietet alle Einstellungsmöglichkeiten, die sich experimentierfreudige Fotografen wünschen.

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