3D-Heimkino zum Aufsetzen: Prototyp vom Sony HMZ-T1 Personal 3D Viewer im Test

Auf der IFA hat Sony seinen Besuchern am Stand das 3D-Kino der Zukunft präsentiert. Beziehungsweise eine Zukunftsfantasie im Star-Trek-Look, die zur Realität wird, oder ein tragbares Heimkino. Wie dem auch sei, beim HMZ-T1 handelt es sich um eine Videobrille mit zwei gestochen scharfen OLED-Displays und einer Optik, die den Nutzern glauben lässt, er würde aus 20 Metern Entfernung auf eine gigantische Kino-Leinwand blicken. Wir haben einen Prototypen ausführlich unter die Lupe genommen.

Ein einfacher 3D-Fernseher holt auf der IFA keinen müden Hund hinterm Ofen mehr hervor – da muss es schon etwas ganz Besonderes sein. So wie der Sony HMZ-T1 Personal 3D Viewer, eine Videobrille mit hochauflösenden OLED-Displays, die ein bisschen nach ferner Zukunft aussieht – oder nach dem, wie wir uns die Zukunft Anfang der 90er Jahre vorgestellt haben.

Design

Optisch erinnert uns der Kopfschmuck an eine Hommage an Geordi La Forge aus Star Trek. Zumindest etwas, denn der Visor der Science-Fiction-Figur ist deutlich schlanker – und vermutlich auch deutlich leichter. Sonys Version der 3D-Videobrille bringt jedenfalls 350 Gramm auf die Waage – und damit etwa so viel wie drei aktuelle Smartphones.

Die eigentliche Sehhilfe verfügt über simple Steuerungsmöglichkeiten, über die der Nutzer auf die Grundfunktionen zugreifen kann. Es gibt einen Ein-Ausschalter, eine Menütaste und Navigations-Buttons für Hoch und Runter. Darüber hinaus ist ein Schieberegler für jedes Auge vorhanden, der die Optik an die jeweilige Sehstärke oder -schwäche des Trägers anpasst.

Wirklich portabel wie der Visor aus Star Trek ist der HMZ-T1 übrigens nicht. Es gibt weder eine kabellose Verbindung noch eine integrierte Stromversorgung. Der Nutzer hängt also an Steckdose und Videoquelle. Im Lieferumfang ist eine Art Schaltzentrale enthalten, eine Box im Look eines Media Players. Sie verfügt über den Stromanschluss sowie über zwei HDMI-Eingänge, über die der Nutzer beispielsweise einen Sat-Receiver und einen Blu-ray-Player anschließen kann. Über ein einzelnes Kabel stellt das Gerät die Verbindung zur Videobrille her.

Bildqualität

Das Erlebnis beim Aufsetzen des Personal 3D Viewers kann sich übrigens sehen lassen. Wir haben schon viele Video-Brillen getestet, und eigentlich hatten wir fast immer das Gefühl, nur die nackte Realität zu sehen – also zwei Mini-Monitore direkt vor den Augen. Bei Sony ist das anders. Allein die OLED-Displays sind kein Vergleich, sie sorgen für extrem scharfe und super-kontrastreiche Bilder.

Laut Hersteller wirkt es beim Blick durch die Optik so, als würde man aus einer Distanz von 20 Metern auf einen 700-Zoll-Fernseher blicken, respektive auf eine Kino-Leinwand mit einer Diagonale von circa 17 Metern. Das ist, ehrlich gesagt, etwas übertrieben. Vielleicht würde es ja sogar stimmen, würde nicht der Boden zwischen Augen und Videobrille sichtbar sein – das einfallende Licht stört den Effekt ganz schön. Wir können uns aber gut vorstellen, dass der Effekt in einem wirklich dunklen Raum deutlich kräftiger ausfällt. Das werden wir testen, sobald uns ein finales Gerät vorliegt – auf der Messe war das leider nicht möglich.

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