YouTube stellt neues Tool zum Bearbeiten von Videos im Browser zur Verfügung

YouTube scheint von der Qualität der hochgeladenen Videos nicht gerade begeistert zu sein. Kein Wunder, sind doch viele mit dem Handy oder Billig-Kameras aufgenommenen Filmchen verwackelt, unscharf, kontrastarm und vor allem: viel zu lang. Wer will schon drei Minuten auf eine leere Treppe starren, bis dann endlich mal der Skateboarder angeschossen kommt und herunterpurzelt? Seit letzter Nacht gibt es eine neue Funktion zum Bearbeiten von bereits hochgeladenen Clips.

YouTube-Produktmanager Jason Toff drückt sich im Gespräch mit CNET etwas vornehmer aus: „Wir haben festgestellt, dass ein großer Teil der Videos, die auf YouTube veröffentlicht wurden, etwas Feinschliff und grundlegende Bearbeitung vertragen könnten. Viele Clips haben überschüssiges Material am Anfang und am Ende, das man kürzen könnte, viele Clips sind verwackelt und könnten einen Bildstabilisator gebrauchen oder fallen zu dunkel aus – und so weiter.“ Die Antwort auf das Problem ist ein neues Tool, mit dem sich die Videos schnell und unkompliziert auf Vordermann bringen lassen.

So sieht der neue Videoeditor von YouTube aus.
So sieht der neue Videoeditor von YouTube aus.

Die zur Verfügung gestellten Werkzeuge ermöglichen beispielsweise ein Rotieren des Clips, ein Anpassen von Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur sowie ein Kürzen am Anfang und am Ende. Außerdem gibt es ein Feature zum Stabilisieren von verwackelten Aufnahmen. Wer nicht selbst mit den Reglern herumspielen möchte, kann auf auf den I’m-feeling-lucky-Knopf (Auf gut Glück!) drücken, und YouTube passt die Regler nach eigenem Gutdünken an.

Darüber hinaus bringt der Videoeditor 14 verschiedene Bildeffekte mit. Diese wurden von der Softwareschmiede Picnik entwickelt, die Google letztes Jahr übernommen hat. Es stehen Filter für Schwarzweiß, Sepia, Retro und so weiter zur Verfügung. Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, den eigenen Videos einen Soundtrack hinzuzufügen. Dabei bietet YouTube eine Vielzahl von Titeln an, für die das Portal die Lizenzen besitzt.

Wir haben den neuen YouTube-Videoeditor ausprobiert. Unsere Eindrücke und Erfahrungen gibt es in der folgenden Fotostrecke zu sehen und nachzulesen.

Revolutionär sind diese Funktionen nicht, aber man kann jetzt eben alles direkt im Browser erledigen und muss sich nicht mit Desktop-Tools für die Videobearbeitung herumschlagen. Vor allem muss man bestehende Clips nicht erst herunterladen, dann bearbeiten und anschließend wieder hochladen. Stattdessen bleiben Original-URL des Videos sowie Kommentare und sonstige Interaktionen erhalten. Mit einer Einschränkung allerdings: Sobald ein Video mehr als 1000 Abrufe erzielt hat, muss man es nach jedem Bearbeitungsvorgang als neues Filmchen abspeichern.

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