Canon PowerShot S100: mit BSI-CMOS-Sensor, neuem Digic-5-Prozessor und mehr Zoom

Die Canon PowerShot S95 und ihre Vorgängerinnen der S-Serie zielten auf anspruchsvolle Fotografen ab. Es gab einen für Kompaktkameras überdurchschnittlich großen 1/1,7-Zoll-Sensor, ein lichtstarkes Objektiv und zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Heute hat der japanische Fotogigant das neueste Modell dieser Reihe vorgestellt: die Canon PowerShot S100. Herzstück der Digicam ist nach wie vor ein 1/1,7-Zoll-Sensor, der in dieser Größe erstmals bei Canon allerdings auf CMOS- anstelle CCD-Technologie setzt. Die Auflösung beträgt 12 Megapixel – damit weist der lichtempfindliche Chip ähnliche Eckdaten auf wie der Sensor, der in der Fujifilm FinePix X10 Verwendung findet.

Interessant ist außerdem der Bildprozessor: Es findet erstmals der Nachfolger des seit Jahren in allen anspruchsvollen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras von Canon verwendeten Digic-IV-Prozessors zum Einsatz. Der Digic-5-Chip soll aus den Pixeln eine viermal größere Menge an Bildinformationen ziehen und eine sechsmal höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit bieten. Wie sich das auf die Bildqualität auswirkt, können wir natürlich noch nicht sagen – wir sind aber schwer gespannt. Laut Canon soll sich das Bildrauschen bei ISO 1600 gegenüber der Vorgängerin S95 um 75 Prozent reduziert haben. Wir sind gespannt.

Im Serienbildmodus fängt die PowerShot S100 9,6 Aufnahmen pro Sekunde ein. Im Videomodus ist maximal Full-HD-Auflösung mit 24 Bildern pro Sekunde möglich. Wer sich mit 640 mal 480 Pixeln zufrieden gibt, wird mit 120 fps belohnt. Bei 320 mal 240 Bildpunkten sind 240 fps drin.

Das Objektiv bietet jetzt einen fünffachen optischen Zoom und nach wie vor eine größte Blende von F2,0. Allerdings bietet die Kamera im Weitwinkel mit 24 Millimetern mehr Panoramatauglichkeit und holt entfernte Motive mit 120 Millimetern Endbrennweite näher an den Fotografen heran. Dafür ist die Lichtstärke im Telebereich von F4,9 bei der S95 auf F5,9 bei der S100 gesunken. Aber das ist wohl der Preis, den man für den flexibleren Brennweitenbereich zahlen muss.

Das 3,0-Zoll-Display auf der Rückseite der Kamera löst mit 480 mal 320 Pixel nur durchschnittlich hoch auf.
Das 3,0-Zoll-Display auf der Rückseite der Kamera löst mit 480 mal 320 Pixel nur durchschnittlich hoch auf.

Außerdem gibt es eine Reihe von interessanten neuen Features. Ein Beispiel wäre der Multibereich-Weißabgleich, der in verschiedenen Bildteilen unterschiedliche Weißabgleich-Einstellungen anwenden kann. Außerdem ist ein GPS-Receiver an Bord, der auf Wunsch die Koordinaten des Aufnahmeorts in die Fotos schreibt.

Die Canon PowerShot S100 soll ab November 2011 im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beziffert der Hersteller auf 449 Euro. Die Kamera ist wahlweise in schwarz oder weiß verfügbar. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten technischen Daten der S100 im Vergleich mit denen ihrer Vorgängerin S95. Eine Nachfolgerin der PowerShot G12 wurde heute übrigens nicht angekündigt.

Hersteller Canon Canon
Modell PowerShot S95 PowerShot S100
Preis (UVP) 409 Euro 449 Euro
Bildsensor 1/1,7-Zoll-CCD 1/1,7-Zoll-CMOS
Auflösung 10 Megapixel 12 Megapixel
Optischer Zoom 3,8-fach 5-fach
Brennweitenbereich 28 – 106 mm 24 – 120 mm
Lichtstärke F2,0 – F4,9 F2,0 – F5,9
Bildstabilisator optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 80 – 3200 max. ISO 6400
Max. Fotoauflösung 3648 x 2736 Pixel keine Angabe
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel @ 24 fps 1920 x 1080 Pixel @ 24 fps
Display 3,0 Zoll, fest 3,0 Zoll, fest
Sucher nein nein
Zubehörschuh nein nein
Akkulaufzeit 220 Fotos keine Angabe
Abmessungen 10,0 x 5,8 x 3,0 cm keine Angabe
Gewicht 193 g keine Angabe
Verfügbarkeit August 2010 November 2011

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