Ein Liter Licht: Wasserflaschen statt Glühbirnen sollen Licht in Slums bringen

Ein Liter LichtMit seinem Projekt „Isang Litrong Liwanga“ (zu Deutsch „Ein Liter Licht“), macht Illac Diac im Moment viele Menschen auf den Philippinen glücklich. Weil die Hütten der Armen dort eng gedrängt stehen, ist es im Inneren der Behausungen auch tagsüber ziemlich dunkel. Strom ist Mangelware – und selbst wenn er fließt, ist er für die Menschen dort oft unbezahlbar. Die Lösung für das Problem ist eine Ein-Liter-Plastik-Wasserflasche. Davon gibt es in den Slums mehr als genug. Sie wird mit Wasser und etwas Bleichmittel gefüllt und durch ein Loch im Dach gesteckt. Fertig ist die Solar-Flaschen-Lampe.

Scheint die Sonne jetzt von außen auf die Flasche, leuchtet sie wie eine Glühbirne. Weil Wasser Lichtstrahlen anders bricht als Luft, streut das Licht in alle Richtungen. Die Leuchtkraft der Flasche entspricht etwa der einer 55-Watt Glühbirne. Auch bei Mondlicht funktioniert das noch, dann leuchtet die Flasche aber natürlich nicht ganz so hell. Nach zwei Jahren muss die Flasche erneuert werden.

Wie erstaunlich gut die Licht-Flasche funktioniert, zeigt das folgende YouTube-Video.

Bis Ende 2012 will Diac mit seiner Stiftung MyShelter eine Million der Solar-Flaschen verteilen. Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits 2002 erfand der Brasilianer Alfredo Moser die Wasser-Lampe. Das Prinzip wurde dann am D-Lab des MIT weiterentwickelt.

Das Projekt sorgt weltweit für Aufsehen und soll bald auch in anderen Entwicklungsländern aufgelegt werden.

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