Die Nikon Coolpix P300 erinnert auf den ersten Blick an Canons PowerShot S95 beziehungsweise S100: schlichtes Gehäuse, lichtstarkes Objektiv und trotzdem haufenweise Bedienelemente, um die wichtigsten Einstellungen schnell zu erreichen. Beim genaueren Hinsehen macht sich allerdings ein Unterschied bemerkbar. Der Bildsensor der Nikon P300 ist nämlich ein ganzes Stück kleiner als der der S95 – und damit sinken auch die Erwartungen an die Bildqualität. In diesem Punkt dürfte die P300 dann schließlich eher mit der Canon Ixus 310 HS in einer Liga spielen – die trotz sehr ähnlicher Hardware allerdings eher nach Livestyle-Modell aussieht und einen Touchscreen mitbringt.

Design

Wie die anderen anspruchsvollen Coolpix-Kameras von Nikon fällt auch dieses Modell in die P-Serie. Dementsprechend schlicht und funktional ist das Gehäuse gehalten: Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine schwarze Kiste, die einen Haufen Tasten, einen winzigen Handgriff auf der Vorderseite und den Nikon-Schriftzug trägt.

Das Gehäuse aus Metall fühlt sich allerdings wertig an, woran das für eine Kompaktkamera mit diesen Abmessungen vergleichsweise hohe Gewicht allerdings nicht ganz unschuldig sein dürfte. Dafür sind vermutlich hauptsächlich das große Objektiv und das helle, konstrastreiche und sehr hochauflösende 3,0-Zoll-Display verantwortlich.

Das Display der Nikon Coolpix P300 löst 640 mal 480 Pixel auf.
Das Display der Nikon Coolpix P300 löst 640 mal 480 Pixel auf.

Das Bediensystem der Nikon Coolpix P300 ist durchaus gelungen. Auf der Oberseite des Gehäuses gibt es ein Einstellrädchen zum Konfigurieren der Verschlusszeit. Hinten an der Kamera befindet sich ein zweites Drehelement zum Festlegen der Blende. Das rückseitige Element dient außerdem auch als Vier-Wege-Pad und ruft per Druck auf die Richtungstasten die Einstellungen von Belichtungskorrektur, Makromodus, Blitz und Selbstauslöser auf.

Die restlichen Bedienelemente und Menüs unterscheiden sich nicht nennenswert von denen der meisten anderen Coolpix-Kameras von Nikon. Man gewöhnt sich schnell an sie. Leider gibt es keine Bedienelemente, mit denen sich die Einstellungen für ISO-Empfindlichkeit oder Weißabgleich direkt abrufen ließen. Auch eine frei belegbare Funktionstaste, die hier durchaus weitergeholfen hätte, sucht man vergeblich.

Um die Stromversorgung kümmert sich ein Lithium-Ionen-Akku. Die Laufzeit ist mit einem nach den Richtlinien der CIPA vom Hersteller ermittelten Wert von 240 Aufnahmen allerdings nicht gerade berauschend. Wer viel durch die Gegend zoomt, das Display auf maximale Helligkeit einstellt, Videos aufnimmt und den Serienbildmodus ausnutzt, muss mit einer deutlich reduzierten Reichweite rechnen. Der Akku lässt sich wahlweise in der Kamera selbst via einen USB-Port am Rechner laden oder in dem mitgelieferten externen Ladegerät mit Strom betanken.

Die Fächer für Akku und Speicherkarte befinden sich auf der Unterseite der Kamera hinter einer Klappe. Daneben gibt es einen kombinierten USB- und AV-Anschluss. Auf der rechten Seite des Gehäuses sitzt schließlich noch ein Mini-HDMI-Anschluss, um die geschossenen Fotos und Videos ohne Umweg über den Rechner direkt auf dem HD-Fernseher bewundern zu können. Das dazu erforderliche Kabel ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nikon Coolpix P300 im Test: lichtstarke F1,8-Kompaktkamera mit schnellem BSI-Sensor

  • Am 21. September 2011 um 01:39 von Pezibär

    klingt interessant
    Die Cam klingt super, wenn sie wirklich hält, was sie verspricht. WErd mir demnächst wohl keine neue kaufen (hab mir vor nicht allzu langer Zeit erst ne Sigma Dp2x zugelegt…), aber wenn Canon das so weiter verfolgt, guck ich mal beim Nachfolgemodell.
    Als nächstes ist aber jetzt mal ne DSLR dran 😀

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *