Facebook zeigt neue Funktionen auf der F8-Konferenz: Timeline und Ticker

Gestern hat Google sein soziales Netzwerk Google+ endlich für die Öffentlichkeit freigegeben. Jetzt schlägt Facebook zurück: Mark Zuckerberg hat diese Nacht auf seiner jährlich stattfindenden F8-Konferenz in San Francisco zwei neue Funktionen vorgestellt, die die Art und Weise, wie die Nutzer mit der Webseite interagieren, gehörig umkrempeln dürften.

Bei Timeline handelt es sich um eine Art Zeitmaschine, mit der der Anwender an jeden beliebigen Zeitpunkt in seiner Vergangenheit zurückspringen kann. „So kann man seine gesamte Lebensgeschichte auf einer einzigen Seite erzählen“, so Mark Zuckerberg. Timeline sieht völlig anders aus als das Profil, wie man es heute kennt. Wie bereits das neue, sich über die gesamte Breite erstreckende Profilfoto zeigt, verhält sich das alte Design zur Süddeutschen Zeitung, wie das neue zur Bildzeitung. Darunter finden sich allgemeine Informationen, eine Status-Update-Box und dann ein Verlauf der bisherigen Aktivitäten. Hier tauchen Fotos, Status-Updates, sonstige Ereignisse wie neue Jobs und außerdem auch Aktivitäten von Apps wie Nike+ und FarmVille auf.

Im Gegensatz zum alten Interface erlaubt es das neue Profil den Freunden, schnell und unkompliziert die Vergangenheit zu durchwühlen – bis zu dem Tag, an dem man sich auf Facebook angemeldet hat. Da sollte man sich glatt überlegen, ob da nicht noch die eine oder andere über fünf Jahre alte Leiche im Pinnwand-Keller gammelt. Raum für Selbstdarstellung gibt’s natürlich auch nicht zu knapp: Man kann einzelne Postings durch einen Klick auf einen Favoriten-Stern vergrößern und prominenter erscheinen lassen.

Nach Timeline kam das zweite, große neue Feature an die Reihe: Ticker für das im vergangenen Jahr vorgestellte Open Graph. Bei Open Graph handelt es sich im Wesentlichen um eine Möglichkeit, den User mit dem Internet-Universum zu verbinden – also etwa zu Facebook-fremden Homepages via Like-Button. Mit Ticker soll es nun möglich sein, sich mit um Größenordnungen mehr verschiedenen Inhalten zu verknüpfen. So kann man seinen Freundeskreis immer auf dem aktuellen Stand darüber halten, welches Lied man gerade hört, welchen Film man gerade sieht oder sogar was man sich gerade kocht. Im Zuge dessen soll es eine ganz neue Klasse von Apps geben, die auch selbst diverse Multimedia-Inhalte bereithalten. Theoretisch kann man also zusammen mit seinen Freunden Musik hören und Filme gucken. Oder aufs Klo gehen. Das ist Web 2.0 wie es leibt und lebt.

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