Liquid Image Summit Series 335 im Test: Skibrille mit integrierter HD-Video-Kamera

Die kalte Jahreszeit steht in den Startlöchern, und bald beginnt wieder die Skisaison. Natürlich wird auch auf der Piste fleißig fotografiert und gefilmt. Allerdings ist es gar nicht so einfach, einen Camcorder oder eine Digicam zu halten, während man die Piste herunterbrettert. Das hat sich auch der Hersteller Liquid Image gedacht – und eine Kamera für HD-Videos einfach in eine Skibrille integriert. Wie sich das 200 Euro teure Wintersport-Gadget in der Praxis schlägt, verrät der Testbericht.

Die Integration der Kamera in die Skibrille birgt Vor- und Nachteile. Unauffälliger als mit der Liquid Image Summit Series 335 kann man auf der Skipiste nicht filmen, die Bedienung ist für dicke Handschuhe konzipiert, und die Bildqualität geht schwer in Ordnung. Auf der anderen Seite ist das Gadget wirklich nur auf der Piste nutzbar – als Kopfkamera beim Skateboard-Fahren im Sommer ist die Brille einfach nur albern. Hier eignet sich ein Universal-Action-Camcorder wie der Contour+ deutlich besser.

Design & Ausstattung

Die Liquid-Image-Skibrille ist wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich. Natürlich ist sie etwas schwerer als ein gewöhnlicher Pistenbegleiter ohne integrierte Videokamera. Allerdings hält sich der Gewichtsunterschied in Grenzen. Der aufsetzbare Camcorder wiegt inklusive Akku 240 Gramm, eine normale Skibrille bringt es auf etwa 200 Gramm. Nachdem der Camcorder zwischen Augen und Stirn seinen Platz findet, steht dieses Modell auf der Vorderseite allerdings überdurchschnittlich weit nach vorne heraus. Das könnte bei manchen Skihelmen für Probleme sorgen. Die Skibrille sitzt anfangs komfortabel, beginnt allerdings nach etlichen Stunden auf der Piste, etwas auf die Nase zu drücken.

Auf der rechten Seite der Brille gibt es zwei Tasten. Eine dient als Auslöser und zum Auswählen, die andere als Ein/Aus-Schalter und zum Wechseln zwischen Foto- und Videomodus. Der einzige Hinweis darauf, dass man die richtige Taste gedrückt hat, ist eine kleine LED, die zwischen den Augen sitzt. Sie leuchtet im Videomodus blau und im Fotomodus rot. Nach kurzer Zeit fällt die Lampe überhaupt nicht mehr auf und stört nicht beim Pistenräubern. Außerdem befindet sich neben der Lampe ein kleines LC-Display, das verbleibende Akkulaufzeit und Anzahl der aufgenommenen Dateien anzeigt.

Um ein Video aufzunehmen, hält man einfach den Power-Button etwa eine Sekunde gedrückt, um die Kamera anzuschalten. Anschließend drückt man den Auslöser et voilá, die Brille startet die Aufnahme. Das Einfangen von Standbildern gestaltet sich ähnlich, nur dass man noch einmal zusätzlich den Power-Button drücken muss, um vom Video- in den Foto-Modus zu wechseln. Auf dem Mini-Bildschirm im Inneren der Kamera zeigt dann übrigens ein kleines Kamera-Symbol an, dass man sich gerade im Fotomodus befindet. Um die Camcorder-Skibrille abzuschalten, hält man einfach den Ein/Aus-Schalter für ein paar Sekunden gedrückt. Alternativ schaltet sich das Gadget auch selbsttätig aus, wenn es drei Minuten lang inaktiv war.

Auf diesem Foto sind die beiden Tasten zu sehen, die sich auf der rechten Seite der Skibrille befinden.
Auf diesem Foto sind die beiden Tasten zu sehen, die sich auf der rechten Seite der Skibrille befinden.

Die Bedienelemente befinden sich auf der rechten Seite der Skibrille und sind groß genug ausgeführt, um sich auch mit Handschuhen einfach drücken zu lassen. Um die Aufnahme der Fotos und Videos kümmert sich übrigens ein 5-Megapixel-Sensor, der Standbildern mit 2560 mal 1920 Pixeln und Bewegtbilder mit 1280 mal 720 Bildpunkten bei 30 Bildern pro Sekunde aufnimmt. Das eingefangene Material wird auf microSD- beziehungsweise microSDHC-Karten mit Kapazitäten von bis zu 32 GByte abgespeichert. Um die Stromversorgung kümmert sich ein Lithium-Ionen-Akku.

Das Objektiv der Skibrille gewährt einen 136-Grad-Bildwinkel. Das ist zwar vergleichsweise weitwinkelig, dürfte aber ruhig noch etwas mehr sein. Denn das, was im peripheren Sichtbereich passiert, ist nicht mehr auf den Clips zu sehen. Außerdem scheint die Kamera nicht immer genau das einzufangen, was man selbst sieht – aber dazu später mehr.

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