Viele Notebookhersteller haben mittlerweile 3D-Notebooks im Angebot. Die meisten setzen dabei auf das Verfahren mit der Shutterbrille. Diese aktiven Brillen sind aber relativ schwer und daher unkomfortabel zu tragen. Zudem müssen sie ein- und ausgeschaltet sowie aufgeladen werden – und dank Murphy geht der Saft natürlich immer genau dann aus, wenn man gerade einen Film zur Hälfte angesehen hat. LG setzt beim XNote auf das unkompliziertere Verfahren mit der Polarisationsbrille.

Design

Das LG kommt in einem sehr unauffälligen Gehäuse, das nicht nach 1500 Euro aussieht: Der Deckel besteht aus anthrazitfarbenem, gebürstetem Alu. Fingerabdrücke sind darauf je nach Blickwinkel mehr oder weniger deutlich zu sehen. Auch die Handballenauflage und der Bereich um die Tastatur besteht aus Aluminium, das hier aber nicht die gebürstete Optik hat. Die Stabilität des Geräts ist gut, an keiner Stelle gibt das Chassis deutlich nach. Auch an der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen. Das A520 misst 37,5 mal 24,9 mal Zentimeter und ist zwischen 3,2 und 3,6 Zentimeter dick. Es wiegt 2,5 Kilo. Für einen 15,6-Zöller sind das zwar gute Werte, aber ob man ein solches Gerät noch häufiger mit sich herumtragen beziehungsweise -schleppen möchte, ist zumindest fraglich. Auf dem Schreibtisch dürfte es vermutlich besser aufgehoben sein als in der Aktentasche.

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur des A520 integriert einen Ziffernblock, der angesichts der Positionierung des Notebooks als Unterhaltungsgerät aber nicht unbedingt notwendig wäre. Entgegen dem derzeitigen Trend handelt es sich nicht um ein Chicklet-Keyboard, sondern um die klassische Variante, bei der die Tasten ohne Zwischenräume direkt nebeneinander liegen. Leider gibt das Tastenfeld bei Druck ein wenig nach. Die Tasten haben einen ausreichenden Hub und einen gut definierten Anschlag. Sie verfügen über eine ebene Oberfläche; eine leicht konkave Form, wie man sie beispielsweise bei Lenovos Thinkpads findet, führt die Finger ein wenig besser. Insgesamt kann man mit dem LG ordentlich tippen, ein echtes Highlight ist die Tastatur aber nicht.

Das Touchpad könnte ein wenig größer sein, ermöglicht aber eine präzise Steuerung des Mauszeigers. Ein lange, weiße LED trennt das Pad von den beiden Maustasten. Sie leuchtet, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Zwischen den Maustasten sitzt ein Fingerabdruckscanner. Dieses Feature kennt man üblicherweise nur von Business-Maschinen. Aber auch im Consumerumfeld leistet es gute Dienste: Der Login geht damit einfach deutlich schneller.

Display

Der 15,6-Zoll-Screen löst 1920 mal 1080 Pixel auf, also Full-HD. Das ist deutlich mehr als die 1366 mal 768 Pixel, die die meisten Consumer-15-Zöller bieten. Leider hat das Panel eine glänzende Beschichtung. Die Folge sind insbesondere bei dunklen Bildschirminhalten deutlich sichtbare Reflexionen. Sowohl horizontal als auch vertikal zeigt sich eine erfreulich geringe Blickwinkelabhängigkeit. Zumindest horizontal kann man die Neigung nachjustieren. Die integrierte Webcam bietet eine Auflösung von 1,3 Megapixeln.

Der Screen ermöglicht in Verbindung mit der mitgelieferten Polarisationsbrille eine räumliche Darstellung. Damit setzt sich LG von vielen anderen Notebookherstellern ab, die beim Thema 3D auf eine Shutterbrille setzen. Meist kommt dabei Nvdias 3D-Vision-Paket zum Einsatz. Die passive Brille des LG ist deutlich leichter, und auch um die Synchronisation braucht man sich keine Gedanken machen. Allerdings geht beim Polarisationsverfahren prinzipbedingt die Hälfte der Auflösung verloren. In der Praxis fällt der Effekt aber nicht so stark ins Gewicht, da Auge und Gehirn mit anderem beschäftigt sind.

Schnittstellen

Auf der linken Seite befinden sich VGA-Anschluss, Gigabit-Ethernet-Buchse, HDMI-Ausgang, USB-2.0-Port sowie Mikrofoneingang und Kopfhörerausgang. Zudem ist hier ein SDXC-Kartenleser für Medien bis 64 GByte untergebracht. Er liest und beschreibt auch MMC, SD, MS und MS Pro. Rechts sitzen der Stromanschluss, weitere USB-2.0-Ports sowie die Schublade des Blu-ray-Brenners. Vorne und hinten gibt es keinerlei Anschlüsse. Leider hat das LG keine USB-3.0-Ports, was gerade bei einem so kostspieligen Notebook zum guten Ton gehören sollte.

Komponenten und Leistung

Im A520 sorgt ein Intel Core 7-2820QM für Rechenleistung. Der Quad-Core mit Hyperthreading gehört zur Sandy-Bridge-Generation, hat 8 MByte L2-Cache und läuft mit 2,3 GHz Basistakt. Turbo Boost übertaktet einzelne Kerne innerhalb der thermischen Grenzen zeitweise bis auf 3,4 GHz. Von der integrierten Hardwarebeschleunigung für AES-Verschlüsselung profitieren Anwendungen wie Truecrypt oder Winzip 14 beim Packen verschlüsselter Archive.

Der Chip ist nicht nur ob seiner ausgezeichneten Performance erwähnenswert, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass man ihn in Consumer-Notebooks selten findet. Wenn es schon ein Vierkern sein soll, greifen die Hersteller üblicherweise zum Core i7-2630QM. Dieser Einstieger-Vierkern hat einen Basistakt von 2 GHz, und der Turbo läuft bereits bei 2,9 GHz in den Begrenzer. Auch die AES-Verschlüsselungseinheit fehlt.

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