Fujifilm X-S1: Bridgekamera mit großem Bildsensor und 26-fach-Zoom

So ziemlich jeder Hersteller, der im Digital-Imaging-Bereich tätig ist, bietet Bridgekameras an – Canon und Nikon, Olympus und Panasonic, Sony und Fujifilm. In den letzten Jahren ist zwischen diesen Firmen ein Wettstreit entbrannt, wer den längsten Zoom hat. Soll ein Objektiv eine starke Vergrößerung bieten, aber gleichzeitig kompakt sein, so lässt sich das jedoch nur mit einem kleinen Bildsensor realisieren. Und dementsprechend bieten die teuren Megazoom-Boliden, die optisch und häufig auch preislich ihren DSLR-Kollegen ähnlich sind, eine Bildqualität, die sich „nur“ auf dem Niveau durchschnittlicher Kompaktkameras bewegt.

Fujifilm hat auf einer Präsentation in Tokio eine neue Bridgekamera vorgestellt, die einen etwas anderen Ansatz verfolgt. Die X-S1 verfügt über einen lichtempfindlichen 2/3-Zoll-Chip, der mehr als doppelt so viel Fläche bietet wie die bei der Konkurrenz üblichen 1/2,3-Zoll-Sensoren. Die mit 12 Megapixeln recht konventionelle Auflösung sorgt außerdem dafür, dass die einzelnen Bildpunkte auf dem Sensor relativ viel Platz haben. Je mehr Fläche jedem einzelnen Pixel zum Einfangen von Licht zur Verfügung steht, desto geringere Empfindlichkeiten reichen aus, um ein helles Bild aufzunehmen. Und geringere Empfindlichkeiten bedeuten wiederum weniger Fehler und damit eine bessere Bildqualität. Der Bildsensor der X-S1 ist übrigens derselbe, der auch in der Fujifilm X10 Verwendung findet. Allerdings muss man dann damit rechnen, dass die Kamera im Vergleich zu ihren Megazoom-Konkurrenten etwas sperriger und schwerer ist.

Der Brennweitenbereich reicht von 6,1 bis 158,6 Millimetern. Im Kleinbildäquivalent entspricht das 24 bis 624 Millimetern. Das größte Öffnungsverhältnis der X-S1 beträgt im Weitwinkel F2,8. Bei maximaler Brennweite fällt die Lichtstärke auf F5,6 ab. Einen Preis, einen Termin für den Marktstart oder eine offizielle Ankündigung von Fujifilm Deutschland gibt es bislang noch nicht. Allerdings wurde auf der Verantstaltung in Japan versprochen, dass die Bridgekamera noch dieses Jahr im Handel erhältlich sein wird. Besonders lange müssen wir also vermutlich nicht mehr warten.

Hinter dem kryptischen Modell rechts oben auf dieser Grafik verbirgt sich Fujifilms spiegelloses System.
Hinter dem kryptischen Modell rechts oben auf dieser Grafik verbirgt sich Fujifilms spiegelloses System.

Neben der X-S1 hat Fujifilm noch eine weitere Kamera angekündigt, die für Fotofreaks mindestens genauso interessant sein dürfte – zu der es allerdings noch weniger Informationen gibt. Das noch unbenannte Modell soll in die Klasse der spiegellosen Systemkameras fallen, in der sich beispielsweise Sonys NEX-Serie und Olympus‘ Pen-Modelle tummeln. Zu Bildsensor, Bajonett, Objektiven, Preisen und dergleichen hält sich der japanische Hersteller derzeit noch bedeckt. Allerdings bescheinigt Fujifilm der neuen Kamera ein Rauschverhalten, dass selbst Vollformat-Kameras überflügelt. Entgegen diverser Gerüchte wird dann Fujifilm wohl also nicht dem Micro-Four-Thirds-Konsortium beitreten – das hat Fujifilm auch auf einem offiziellen Twitter-Account bestätigt. Zur CES/PMA im Januar 2012 verspricht der japanische Hersteller weitere Neuheiten und einen ersten Prototypen. Der Marktstart soll schließlich im nächsten Frühjahr erfolgen. Wir sind gespannt. (Fotos: CBS Interactive)

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