Olympus 12mm 1:2.0 im Test: tolles Weitwinkel-Objektiv für Straßenfotografen

Mit 12 Millimetern Brennweite, maximalem Öffnungsverhältnis F2,0 und manuellem Fokusring inklusive Tiefenschärfeanzeige präsentiert sich das Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 12 mm 1:2.0 als vielversprechendes Objektiv für Straßenfotografen. Ob die Linse die Erwartungen in der Praxis erfüllen kann, verrät der Testbericht.

Mit Micro-Four-Thirds-Kameras hat sich Olympus dieses Jahr nicht gerade zurückgehalten: Der japanische Hersteller hat bisher vier neue Systemkameras vorgestellt. Passend dazu wurde auch die Objektivpalette mit einem neuen Kitobjektiv, einer Telezoom-Linse und zwei lichtstarken Festbrennweiten erweitert. Dieser Testbericht behandelt das 12-Millimeter-Weitwinkelobjektiv. Nachdem die Micro-Four-Thirds-Kameras einen Sensor mit halber Kleinbilddiagonale einsetzen und damit einen Formatfaktor von 2,0 aufweisen, entsprechen die 12 Millimeter einer Brennweite von 24 Millimetern im Kleinbildäquivalent.

Design & Ausstattung

Als erstes fällt uns am Objektiv das schicke Aussehen und die hochwertige Haptik auf. Mit dem komplett aus Metall gefertigten Gehäuse ist die Optik extrem robust und passt hervorragend zur Olympus E-P3, unserer Testkamera. In Sachen Design fühlen wir uns hier eher an das Voigtländer-Objektiv Nokton 25mm f/0.95 erinnert, als an irgendwelche bisherigen Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic oder Olympus.

Das 12mm-F2,0-Objektiv verfügt über ein sehr interessantes Feature namens Schnappschuss-Fokusmechanismus. Dabei zieht der Fotograf den Fokusring einfach nach hinten, und es kommt eine Entfernungsanzeige für den manuellen Fokus zum Vorschein. Diese informiert mit der darüberliegenden Skala für die Blende auch gleichzeitig darüber, wie groß der scharf abgebildete Bereich ist. Wenn der Ring nach hinten gezogen ist, bleibt er außerdem an der maximalen und minimalen Fokusentfernung – also bei unendlich und 20 Zentimetern – stehen. In der vorderen Stellung lässt sich der Ring beliebig um die eigene Achse drehen.

Raffiniert: Zieht man den Fokusring nach hinten, so taucht eine Skala für die Fokusentfernung auf. Außerdem ändert sich die Haptik des Einstellrings.
Raffiniert: Zieht man den Fokusring nach hinten, so taucht eine Skala für die Fokusentfernung auf. Außerdem ändert sich die Haptik des Einstellrings.

Im nach hinten gezogenen Zustand fühlt sich der Ring deutlich „manueller“ an. Fast schon so, wie bei den echten manuellen Objektiven, bei denen der Einstellring noch mechanisch mit den Linsengruppen in der Optik verbunden ist. Das ist allerdings auch bei dem Olympus 12mm F2.0 nicht der Fall.

Der Filterdurchmesser beträgt 46 Millimeter. Leider befindet sich im Lieferumfang mit dem Objektiv keine Gegenlichtblende. Wie viele andere Objektive, die derzeit auf den Markt kommen, hat die 12-Millimeter-Linse eine spezielle Beschichtung zum Verringern von Geisterbildern und Lens Flares. Das Coating heißt bei Olympus ZERO – Zuiko Extra-low Reflection Optical.

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